Fensterbögen verschließen



Fensterbögen verschließen

Hallo zusammen,

unser Jurabauernhaus (Wohnstallhaus, 40-60 cm Bruchsteinmauern, Giebelseitig innenliegendes Fachwerk)wird gerade in Eigenleistung kernsaniert. In dem Zusammenhang haben wir neue Fenster eingebaut. Unsere Fensterstürze bestehen aus Segmentbögen, die aber früher nur von innen sichtbar waren. Das möchten wir auch wieder so umsetzen...

Dazu müssen wir die halbkreisförmigen Aussparungen, die jetzt zwischen den Fenstern und den Segmentbögen sind, verschließen. Früher hatte man das gemauert, was nicht so gut funktioniert hat. Die Dämmung an dieser Stelle war so schlecht, dass sich im Winter Eiskristalle an der Innenseite der Bögen gebildet haben.

Nun zu meiner Frage: Welches Material eignet sich eurer Meinung nach am besten, um diese Bögen zu verschließen? Es sollte gut zuschneidbar, anputzbar und dämmend sein.

Hat jemand eine Idee?
Bilder zum Haus und auch zu den Fenstern findet ihr auf http://ochsenhart2.weebly.com/blog!
Vielen Dank und viele Grüße

Angelika



Bogenstich Fenster



Ich würde ein passendes Füllstück aus einer Wediplatte zurechtschneiden. Dafür ein paar Streifen aus der Platte in passender Breite und Länge schneiden, miteinander verkleben und dann die Form passend aussägen.
Das Stück dann ankleben und zusätzlich verdübeln, anschließend putzen oder spachteln.



Bogenstich Fenster



Danke für die Anregung Georg! So ähnlich habe ich mir das auch überlegt. Ich hatte nur Styrodur in Erwägung gezogen, bin mir aber nicht sicher, ob das für den Zweck überhaupt geeignet ist!? Was denkst du?

Die Wediplatten werde ich mir jetzt auf jeden Fall mal genauer anschauen :-)



Stichworten dämmen



Wie breit ist der zu dämmende Schlitz?
Erfolgt noch eine Innen- oder Außendämmung?
In dem Fall sollte es ohnehin keinen Tauwasserausfall mehr geben.
Eine Möglichkeit:
Glasschaumplatten- oder Mineralschaumplatten ansetzen oder Dämmmörtel verwenden.
Wedi-Platten sind auch nur mit Gewebe und Kleber beschichtete XPS-Platten- das könnt ihr auch selber herstellen.
Dann sollte aber der gesamte Bereich mit Putzarmierungsgewebe überdeckt werden.
Ich würde rein mineralisches Material für diesen Zweck vorziehen.

Andreas Teich



Stichwort dämmen



Es geht um 13cm von der Innenkannte des Fensters bis zur Putzkante. Es soll nicht zusätzlich gedämmt werden, weder innen noch außen. Die Platten sollen nach dem Einsetzen einfach mit verputzt werden. Mit dem Selbstherstellen der bereits beklebten Platten habe ich mich auch gerade auseinandergesetzt und denke, dass wir das auch so machen werden...

Die Mineralschaumplatten klingen auch nicht schelcht. Ich werde nachher gleich mal schauen, ob unser Baustoffhandel sowas da hat! Danke für den Tipp!



Mir fehlt der Anschlag oben?


Neue Fenster im massiven Altbau

Warum ist über dem Fenster generell eine Öffnung jetzt?
Ich kenne derartige Vorkommnisse nicht, weil in den meisten Gebäuden mit derartigen innenliegenden Bögen, außenseitig ein Sturz bzw. Natusteinüberschweif liegt, gegen das das Fensterbauteil dann anliegt.
Die Rahmenstärke dämme ich dann meistens mit magnesithgebundener Heraklithplatte aus.



Mir fehlt der Anschlag oben?



Ich nehme an, dass das dadurch zu begründen ist, dass die Fenster vor dem Negativ-Umbau in den 60-ern bündig mit der Außenkante gesetzt waren. Deshalb gehen die Segmentbögen durch.
Ehrlich gesagt habe ich darüber noch gar nicht nachgedacht.

Sollte jemals wieder einer das Problem haben: hier das Ergebnis meines Versuchs: Ich habe es so gelöst, dass ich PU-Hartschaumplatten in der ungefähr richtigen Dicke auf die Bögen zugeschnitten habe und ein Putzgewebe aufgespachtelt. Nachdem der Spachtel angezogen war, habe ich die Hartschaum-Bögen eingesetzt, fixiert und auf zwei Anläufe ausgeschäumt. Weiterempfehlen kann ich das nicht aus verschiedenen Gründen:
1. Die Hartschaumplatten lassen sich bescheiden zuschneiden. Ab einer Dicke von 14 cm hätte ich wirklich ein Spezialmesser gebraucht.
2. Durch das Putzgewebe und den dafür verwendeten Spachtel lassen sich die Bögen sehr schlecht ausschäumen. Die Gefahr, dass die Fenster verunreinigt werden ist groß...

Der Tipp mit den Widia- oder den Heraklith-Platten ist da sicherlich die bessere Lösung.

Vielen Dank nochmal für eure Unterstützung!



Anbindung auf dem Fensterrahmen selbst?



Hier wird dir stetig eine Haarfuge bleiben die dir kondensatbildend sicherlich Probleme bereiten wird.
Schaum schwindet und darf auch nicht geschnitten werden, da er sonst Fuchtigkeit zieht und zerfällt bzw. undicht wird.
Deckleiste mit dünnem Kompriband könnte da noch etwas Abhilfe beidseitig schaffen.

Kannst mich auch gern mal telefonisch kontaktieren.
0160-7226041