Fensterbank anpassen

22.01.2020 Tilman



So langsam muss ich mir Gedanken machen, was ich mit den Fensterbänken außen mache. Aktuell sind die Fensterbänke aus Blech über die gesamte Sohlenbank bis unter die Wetterschenkel der Flügel gezogen und mit einer Reihe Nägel befestigt. Auf der Grafik habe ich die Fensterbank ein paar Zentimeter abgezogen. Abgesehen davon, dass ich die neuen Fensterbänke auf jeden Fall mit Putzkanten (im Bild rot) versehen werde, habe ich das Gefühl, dass die Nägel stark dazu beigetragen haben, dass die meisten Rahmen unten verrottet sind und ausgetauscht werden müssen.

Ich sehe jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder klebe ich die nächste Fensterbank auf, damit sich kein Wasser mehr drunter ziehen kann. Oder aber ich amputiere die Fensterbank oberhalb der Putzkante,so wie die meisten Blechfensterbänke gearbeitet sind. In dem Fall stellt sich die Frage, wie man sie am besten wasserdicht an den Fensterrahmen anschließt. Einfach Profilgummi und Schrauben? Beide Möglichkeiten haben ihre Schwächen. Gibt es noch eine bessere Lösung?

Viele Grüße
Tilman



Außenfensterbank abdichten



Es gibt Gummi-Abdichtungsprofile, die auf die senkrechte Aufkantung der Metallfensterbank gesteckt werden.
Zusätzlich oder ausschließlich kann Kompriband auf die Rückseite der Aufkantung geklebt werden.
Fensterbänke werden heutzutage nur noch mit Schrauben und Abdichtungsscheiben befestigt.



Kompriband



Danke, an Kompriband hatte ich in der Tat noch gar nicht gedacht.

Bisher hatte ich nur das übliche Dichtprofil an der Aufkantung im Kopf und das wäre mir für Kupfer zu heikel. Selbst mit kurzem Schraubenabstand kann ich mir nicht vorstellen, dass man den zum Abdichten erforderlichen Anpressdruck gleichmäßig und dauerhaft hinkriegt. Dafür ist das Blech einfach viel zu weich. Für Kompriband wäre jedoch kein Anpressdruck in dem Sinne erforderlich.

Viele Grüße
Tilman



Spenglerdichtschrauben



...sollten sicher abdichten. Wenn die Bänke aus Zinkblech oder Kupfer gefertigt werden können Sie noch Hauerbuckel über die Schraubenköpfe löten. Das sind runde, kleine Köpfe, Bzw Buckel aus dem jeweiligen Material. Sauber aufgelötet bieten Sie 100 Prozent Feuchtigkeitsschutz und sehen manchmal besser aus als ein Spenglerdichtkopf. Bekommen Sie beim Dachdeckerhandel.
Grüße



Hauerbuckel



Hallo Matze,

Hauerbuckel kannte ich bisher noch nicht. Das ist zwar eine gute Idee, doch ich befürchte, dass das Kompriband die Temperatur beim Löten nicht überleben würde.In dem Fall wäre mir das Kompriband wichtiger, denn die Sprenglerdichtschrauben sehe ich weniger als Schwachstelle, als die Abdichtung zum Rahmen. Kupferfensterbänke sind meistens nicht dicker als 0,6mm, weshalb ich es für nahezu aussichtslos halte, ohne weitere Verstärkung eine zuverlässige Abdichtung mit einem Profilgummi gegen den Holzrahmen zu erreichen.

Hätte ich mir früher darüber Gedanken gemacht, hätte ich sinnvollerweise eine Fase in den Fensterrahmen gefräst, damit die Anschlagkante der Fensterbank etwas nach innen versetzt ist. So läuft das vom Fensterrahmen ablaufende Wasser nun direkt drauf. Da bin ich mit Kompriband langfristig bestimmt auf der sichereren Seite.

Viele Grüße
Tilman



Vielleicht umfalzen



Die hauerbuckel sind auch eher ein Relikt aus alten Zeiten. Mein Vater hat die als Jugendlicher noch mit der Hand geschnitten und mit einem Kugeldorn rund gedrückt.
Früher gab es ja keine Dichtschrauben, da wurde genagelt. Heute machen wir das nur ab und zu mal und eher zur Optik.

Vielleicht wäre eine Idee die Bank zum Fenster hin umzufalzen. Dadurch wird das Ganze stabiler. Bei kompriband bleibt immer der Beigeschmack durch verwittern und das herrauszupfen durch Vögel.
Viel Erfolg