Fensteranschlussfuge




Hallo,
wir haben in einem Haus, welches wir derzeit kernsanieren, die Fensteranschlussfugen vom Kalkputz befreit. Die Bestandsfenster werden wir behalten. Die Fugen wollen wir nach Absprache mit unserem Architekten mit Hanf ausstopfen. Anschließend soll von innen eine Deckleiste aus Holz angebracht werden. Allerdings sind die Fenster von außen mit einer Art Silikon/ Klebemasse abgedichtet am Mauerwerk. Demnach sind die Fenster nicht innen dichter als außen. Würde ich die inneren Deckleisten mit vorherigen Dichtband abkleben oder irgendwie versiegeln hätte ich maximal innen gleichdicht wie außen. Ist das auch zu vertreten? Vorher existierte innen lediglich der Kalkputz mit aufgetragener Dispersionsfarbe. Es waren keine Baufehler/schäden im Fensterbereich auszumachen. Lange Rede kurzer Sinn:
Geht innen dicht/ außen dicht auch? Vertretbar?



Fensterabdichtung



Grundsätzlich soll die Fensterfuge natürlich innen dichter als außen sein-
wenn der Lufteintritt innen begrenzt wird und gleichzeitig kapillaraktive, sorptive Wandmaterialien vorliegen dürfte kein Schaden entstehen.

Unsere neuen Passivhausfenster habe ich auch mit Hanf abgedichtet-
Hanf ist ohnehin gut wasserbeständig und sorptiv/kapillar.

Wärmebrücken sollen nicht bestehen, die Leisten innen können auch mit Silikon abgedichtet werden.

Andreas Teich



Fenster nachträglich abdichten



Ist glaub ich aufwändiger als die alten Fenster einmal rauszunehmen und dann fachgerecht wieder einzubauen.kompriband nach draussen winddichtband Überputzbar innen und kein Silikon .
Greets flakes..



Fenstereinbau Innen dichter als außen



Wenn in diesem Fall die Situation außen aus irgendeinem Grund nicht geändert werden kann ist es bei bestimmten Voraussetzungen besser innen abzudichten statt innen diffusionsoffen und außen diffusionsdicht, was mehr Feuchtigkeitseintrag in die Fensterfuge bewirkt.

Wie geschrieben besteht bei sorptiven, kapillaraktiven Wandbaustoffen auch die Möglichkeit der Feuchteabfuhr durch die Wand.

Natürlich sollte es generell vermieden werden-
was wohl aus dem Beitrag hervorging.
Bei Massivwänden besteht ein geringes Schadensrisiko.
Schäden würden sich zB durch Schimmel zeigen und wären dann leicht zu beseitigen. Immer stur nach Norm vorgehen ist keine Lösung für alle Fälle.
Offenbar hat der innen diffusionsoffenere Aufbau nicht zum Schaden geführt-warum sollte das jetzt passieren?

Mit welcher Begründung hatte der Architekt die Arbeiten am Fenster überhaupt empfohlen?

Andreas Teich



Fenstereinbau



"Offenbar hat der innen diffusionsoffenere Aufbau nicht zum Schaden geführt-warum sollte das jetzt passieren?"

Kleiner Denkanstoß, Herr Teich:
Weil jetzt z.B. saniert wird.
Kann sein das sich was ändert.
Die Heizung,
Das Heizungs- und Lüftungsverhalten,
die Nutzungsgewohnheiten,
der Wärmedurchgang der Außenwände....



Fensterleibung zu Fensterbauteil


Fensterleibung herstellen mit Lehmgrundputz und Gewebeeinlage

Welch Glaubenskriege denn hier nun schon wieder entstehen!
Ganz einfach zu lösen, ohne großes Paleber entstehen zu lassen.
Die Fensteranschlussbereiche mit Hanf aussstopfen ist okay.
Nunmehr sollten die Fensterleibungen ganz einfach so neu aufgeputzt werden, dass die Endbeschichtung deds verputzes auf dem Bauteil abschließt.
So, wie es größtenteils unsere Altvorderen uns vorgemacht haben.
Mehr brauchen sie nicht zu beachten, wenn die bestehenden Fenster verbleiben.



Richtig was Herr Teich schreibt, der Schimmel der entsteht ist leicht zu beseitigen!



Da hat er recht. Er muss ja auch damit rechnen, denn wer innen am Fenster mit Silikon abdichtet braucht so einen Lösungsvorschlag.
Solche Vorschläge wie von Herrn Teich sind immer gut für Schimmelbildung.
Ich verstehe es nicht.



Fensterabdichtung



Wie es richtig geht ist sicher klar und häufig genug dargestellt worden:
Außen schlagregendicht und diffusionsoffener als innen, Fuge voll ausdämmen, innen dicht etc.

Zum Glück führt nicht jede Abweichung von heutigen Normen zu Schäden-
jahrzehntelang wurden auch beim Einbau von Isoglasfenstern keine Fugenbänder eingesetzt und Zentralheizungen gab es da schon.

Bei mineralischen Baustoffen besteht eine größere Fehlertoleranz.

Sonst müßten aus sämtlichen bestehenden Fenstern der Laibungsputz abgestemmt oder Verleistungen abgerissen und Fugenbänder nachgeklebt werden.

Andererseits sagt die Norm nichts über die Art der inneren Abdichtung aus.
Wenn jemand hier Silikon verwenden würde setzt sich allenfalls irgendwann Schimmel auf dem Silikon ab, wie es auch in Bädern passieren kann.
Hinter dem Silikon in der Dämmung oder davor auf der Laibung wird durch Silikon sicher kein Schimmel gebildet.

Die Laibung sollte innen oder außen soweit gedämmt werden, dass hier keine Taupunktunterschreitung stattfinden und sich dann auf feuchten Bereichen Schimmel bilden kann.

Andreas Teich