Gibt es zu dichte Winterfenster?

11.05.2008



Ich saniere ein denkmalgeschützes Bahnwärterhäuschen. Zum Abschluss der Sanierungsarbeiten muss ich noch Winterfenster fertigen. Meine Frage dabei ist, ob es Sinn macht, die Winterfenster mit zusätzlichen Dichtungen zum Mauerwerk zu versehen bzw. zwischen Flügel und Rahmen Dichtungen anzubringen. Erläuternd sei angemerkt, dass das Haus bisher nur über Einfachfenster verfügt, die hinter einem Sandsteingewände sitzen. Ich habe nun vor, in den äußeren Sandsteingewändefalz Winterfenster einzupassen und diese mit Sturmhaken zu befestigen. Frage: Können hierdurch Probleme wie beispielsweise Feuchtigkeitstau o.ä. auftauchen, wenn die Fenster durch die Gummidichtungen zu dicht werden.





Da Winterfenster in Deutschland selten geworden sind, habe ich auch keine erfahrungen damit. Falls an den Laibungen etwas feucht werden sollte, wird es aber im Sommer wieder abgetrocknet.

Grüße



An die Steingewände...



...wird sich kein Winterfenster dicht anarbeiten lassen, ein klein wenig Zirkulation ist auch akzeptabel und verhindert Schwitzwasser.

Auch bei Kastendoppelfenstern sollte höchstens das innere Fenster abgedichtet werden; so sollten Sie es auch halten. Es gibt zum Beispiel Ballondichtungen, die in den Falz gefräst werden können.

Grüße

Thomas



nicht dichter als innen



Guten Tag,
es ist elementare Bauphysik, dass die äußeren Winterfenster nicht dichter als die inneren "normalen" Fenster sein sollten. Anderenfalls kann es zu Tauwasserbildung zwischen den beiden Fenstern kommen, was Folgeschäden verursachen kann. Mit freundlichen Grüßen an jemanden, der die aussterbende Tradition hoch hält, Ihr Ulrich Arnold