Holzfenster mit Sprossen

30.07.2009



Möchte in meinem denkmalgeschützten Haus die Holzfenster erneuern. Derzeit sind Holzfenster drin, die vermutlich vor 15 - 20 Jahren eingebaut wurden. Der damalige Besitzer hat die Denkmalvorschrift aber missachtet und die sinerzeit vorhandenen Sprossenfenster durch einfache Fenster ersetzt. Ich will aber wieder Sprossenfenster einsetzen mit je 2 Oberflügeln.

Ich habe ein Angebot der Fa. Unilux über ein Vertriebspartner und das Angebot liegt bei 1.100 Euro pro Fenster. Die Fenster sind aber eher klein und dieser Preis ist mir zu hoch.

Da es sich um kleinere Fensteröffnungen handelt wäre es natürlich auch wichtig, Fenster mit geringer Kämpfer- und Stulpbreite einzubauen.

Meine Frage:

Hat jemand Erfahrungen mit Anbietern aus Polen und Litauen oder kennt jemand einen Herstellern mit moderaten Preisen?



Einfach mal ---



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--- bei uns anfragen.
- Grüße aus Nordsachsen, A. Milling





Hallo,

die von Ihnen angefragte Firma kenne ich als sehr hochpreisig. Terminvorstellungen müssen sich immer nach deren Produktionsplan richten.
Lokale Fensterbaubetriebe sind da in der Regel wettbewerbsfähiger. Polen sind auch nicht mehr so günstig wie noch vor 3 Jahren und vor allem für allfällige nacharbeiten nicht zu kriegen.

Grüße vom Niederrhein



Fenster aus Holz



sollt man beim Hersteller in der Heimat beziehen, als
Alternative für die bisherigen Fenster möchte ich nur darauf hinweisen, daß man einen Sprossenrahmen als Flügel vor den Scheiben nachrüsten könnte, aber Du scheinst Dich ja schon für die Totalvariante entschieden zu haben. Dort kann man auch zwischen glasteilenden und aufgeklebten Sprossen wählen, die letztere können zierlicher gehalten werden. Aber das kann Dir der Tischler vor Ort selber am Muster zeigen. Ich hatte mich übrigens für Meranti entschieden - und habe dank jährlicher Pflege mit Wachs bisher nicht Streichen müssen, die Fenster aus Kiefer hingegen aus dem gleichen Jahr - als vermessener Restposten einer Baustelle in der alten Schene eingebaut - blätterte nach 6 Jahren schon die Farbe ab ....



@ Olaf



Wachs auf Fenstern - das war sicher ein Schreibfehler. Meranti ist nicht nur aus ökologischen Gründen abzulehnen, es sind auch kaum noch brauchbare Qualitäten auf dem Markt, speziell das widerstandsfähige Dark-Red Meranti kaum erhältlich. Hell-ferkelfarbene Ware (inzwischen gibt es auch schon "Merantiersatzhölzer") ist keinesfalls als gleichwertig anzusehen.

@ Phillip
Von Anbietern aus dem Osten würde ich die Finger lassen. Bei dem Versuch, einen seriösen Anbieter zu finden, spielt man mit verbundenen Augen Roulette. Selbst im heimischen Sprachraum schießt man da schon 'mal daneben. Ein weiterer Ansprechpartner hier im Forum wäre Jürgen Kube.

http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/community/a/showMitglied/148$.cfm

Als Oberfläche sollte eine Leinöllasur oder -farbe eines renommierten Naturfarbenherstellers gewählt werden, sonst wird es oft zu den von Olaf beschriebenen Farbablösungen kommen. Bei einem Freund ging es schon nach 18 Monaten los!
Öllasuren und Farben kann man selbst streichen (Fenster dann ölgrundiert liefern lassen), die Verarbeitung macht Spaß und der Wartungsaufwand des Anstriches bleibt bei ein wenig Kontinuität gering.

Grüße

Thomas



Denkmalschutzfenster



Hallo!
Die Fa. tecno in Südtirol bietet relativ günstig Denkmalschutzfenster an. Ein Prospekt anfordern lohn sich sicherlich.
vg
Christian



mit Wachs



meinte ich Autowachs, das ja in Bezug auf Wasserabweisung und Farbpflege einen anerkannte Wirkung hat....
Da ich meine Fenster vor 18 Jahren eingebaut habe, kann ich Deine Einschätzung der heutigen Situation nicht bewerten.
Und da die beschriebenen Fenster nebeneinander liegen, ist mein Urteil relativ objektiv. da beide Fenster vom gleichen Hersteller, aus dem gleichen Monat und somit mit der gleichen Farbe einschl. Grundierung behandelt wurden.



Meranti



würde ich auch aus ökologischen Gründen immer wieder nehmen, da die Probleme des Raubbaues am Regenwald nicht der Fensterbau ist, sondern die Brandrodung und der unkontrollierte Raubbau. Sitzt Du übrigens an einem Laptop - Die Rohsoffgewinnung für Akkus (Kobald) wäre aus ökologischen Gründen auch abzulehnen - und trotzdem werden Sie verkauft. Der sächs. Urwald - Miriquidi - wurde auch abgeholzt und trotzdem sind wir auf die Fachwerkhäuser stolz und ergänzen nun mit einheimischen Hölzern....
Einheimische Hölzer hingegen eignen sich nur bedingt für den Fensterbau, zumindest nicht für etwa 15 Mio Stück - wo kommt das Holz aber her ? die restlichen 15 Mio sind zum Glük (?!) PVC und Alu - alles wiederwertbar im Gegensatz zum Holzfenster. Und Dein Auto - Du hast sicher eins - ist auch ökologisch hergestellt hier in DT ? Und Deine Altreifen .... und und und ...
Nicht so pauschal für alle entscheiden! Wenn Du kein Meranti nimmst, achte ich Deine Meinung, lass mir bitte aber meine Entscheidungsfreiheit!



Mach was Du willst,



Deine "Gründe" jedoch sind Unsinn, die Vergleiche unpassend.

Ich sehe keine ökologischen Gründe für minderwertiges Plantagenmeranti, das um die halbe Welt geschippert werden muß. Was war vor der Plantage an der Stelle? Statt Monokultur (am besten noch mit Herbiziden optimiert) Regenwald, sollte man meinen.

Auch das ist Raubbau an der Natur. Die einheimischen Hölzer hingegen haben sich durch die Jahrhunderte bewährt, nur verfaulen sie leider oft unter dichten und unpassenden Farben. Aber das ist ein anderes Thema.

Grüße

Thomas



aus ökologischen



Gründen müsstest Du dann auch auf Bananen, Kaffee und Zitronen, Orangen, Blumen, Gemüse aus Spanien (u.a.) verzichten.....
1. Ernährung geht auch mit einheimischen Obst und Gemüse und
2. Was war vorher an Stelle dieser Plantagen und Gewächshausfelder ??

Wenn man das Thema ausreizen wöllte, wäre dieses Forum wohl nicht geeignet, da dazu Leute fehlen, die das richtige Hintergrundwissen haben, wir leben noch nur von Halbwahrheiten und einigen Idealen ...

mehr nicht dazu von mir !



Genial,



dann hätte ich ja dazu das letzte Wort:-)

Der Vergleich von Meranti mit z.B. Bananen oder Kaffee ist offensichtlich Unsinn, meine technischen Einwände gegen das ganz überwiegend verbaute sehr helle Meranti hast Du, Olaf, nicht widerlegt.

Grüße

Thomas



technisch



ging es nicht um den Vergleich von Bananen und Meranti sondern zum Thema Ökologie - Monokulturen und Brandrodungen für Plantagen. Das hatte ich leider nicht so klar geschrieben. Verzeih mir bitte. Das nur als Nachtrag.
und für die Grübler:
http://tbn3.google.com/images?q=tbn:wsbbVLR4dbLZWM:http://www.greenpeace.de/typo3temp/GB/ed505888b8.jpg



Nettes Foto,



aber wohl nicht ganz das, was Du sagen wolltest?

Der Vergleich ist deshalb Unsinn, weil es weder Kaffe noch Bananen aus deutschem Anbau überhaupt gibt. Man muß ja nicht das Kind mit dem Bade ausschütten und den Import generell verdammen, und es gibt Kaffee und Bananen aus Übersee, die fair und ökologisch vertretbar hergestellt wurden. Auch der Ökofundi findet da was passendes.

Hingegen haben wir hervorragende heimische Hölzer, die , richtig verbaut und oberflächenbehandelt, gut bis sehr gut dauerhaft sind. Hier sehe ich weder Sinn noch Notwendigkeit für Importe, aber sehr wohl die Schäden an den Ökosystemen in der "Dritten Welt".

Zudem sollten wir nicht vergessen, daß die Minderpreise für vieles Importierte (trotz zusätzlicher erheblicher Transportkosten) nur durch eine Ausbeutung der Menschen und Rohstoff "raub" in bester postkolionaler Manier möglich ist.

Grüße

Thomas