Welcher fenstertyp?




hallo,
ich bin neu im forum und habe eine frage bezüglich meines neu erworbenen 30er Jahre Stadthaus. Es liegt am Stadtbach schön grün jedoch am Fuß eines Hanges und auf der gegenüberliegenden Seite gibts eine Doppelreihe hochgewachsener Linden.
Ich möchte den charakter des hauses nicht zu sehr verändern aber ich finde die Fenster und Türen (Renovierung mit holz-isolierfenstern mitte der 80er) zu schwer. ich würde lieber fenster mit flügeln vorziehen. meine Frau möchte welche ohne sprossen, ich lieber mit sprossen. Was meint ihr? stilkritiken erbeten, danke


wie kann man den ein bild zur frage hochladen?



herzlich Willkommen



in diesem netten Forum.
ein Bild hochladen gibt es zwei Möglichkeiten:
Wenn du einen Beitrag schreibst, findest du unter dem Eintragungsfenster Neues Bild laden (.gif oder .jpg):
dort auf durchsuchen und schon müsstest du die Baumstruktur deines PCs finden.
Oder:
Du gehst auf -> Bilder (steht neben Marktplatz und Forum), dann auf die linke Leiste (wo oben die Namen stehen, wer online ist)dort steht -> neues Bild hochladen und folgst den Anweisungen.

Ob mit oder ohne Sprossen kann man wirklich am besten sehen, wenn man Fotos vor Augen hat.
Ein Kompromiss wäre vielleicht ein dreiteiliges Fenster ohne weitere Sprossen - also mit Oberlicht und unten 2flügelig.
Kommt aber wie gesagt drauf an...
Viele Grüße
Silke



30er jahre



diese Architektur hat ja auch was! find ich schön. mir fallen dazu zweiflügelige holztüren/fenster ein, MIT sprossen (wichtig: die aufteilung!);lassen sie sich unbedingt von einem STILSICHEREN schreiner beraten! der Balkon ist klasse, und ein paar andere details auch (die lamellenfenster-/türläden, toll)! ich wünsche ihnen, daß sie mit viel feingefühl an die Renovierung herangehen, damit sie etwas authentisches schaffen, das ihnen freude bereitet! auch die bauten dieser epoche sind erhaltenswert, ist sie doch ausdruck eines bestimmten lebensgefühls. ein bißchen stöbern in archiven (auch in virtuellen) hilft ihnen bestimmt, ein gefühl für die besonderheiten ihres hauses zu bekommen, es gibt auch genügend literatur+bildbände!!
noch ein hinweis: "appel zum umgang mit architektur und städtebau der 30er und 40er jahre" (deutsches nationalkomitee für denkmalschutz),
viele grüße und viel erfolg! carmen riedl



habe..



gerade ihr erstes Bild gesehen - und kann mich Carmens Ausführungen nur anschließen. Bitte erhalten Sie auch die Fensterläden, sie gliedern das Haus.
viele Grüße
Silke



30er jahre



nachtrag: auch die farbliche gliederung der Fassade (die abgesetzten friese um die fenster/türen, hauseck, gesims unter der Traufe usw.): unbedingt erhalten! gehen sie sensibel vor, und es wird ganz was besonderes, für das man leider erst noch einen blick entwickeln muß, weil´s noch nicht "marke uralt" ist. aber es gehört genauso zu unserer baugeschichte!
nochmals gruß! c.riedl



Bitte einmal nach dem abgebildeten Messschema ---



--- die Maße angeben. Nach meiner Meinung müssen es 2-flüglige Fenster mit je 2 waagerechten Sprossen pro Flügel sein. Die Scheiben bilden dann liegende Rechtecke - was seinerzeit " in " war.
Wenn ich die Maße kenne, errechne ich die Größe der sichtbaren Scheibenfächen. ( nach dem Standard von 1930 )
Bei der Terrassentür ( auch 2-flgl. ) gehe ich davon aus,
daß im unteren Drittel seinerzeit Füllungen eingebaut waren.
- Gruß, A. Milling



So haben wir's ..



..bei einem 30er Jahre - Häuschen gemacht ; war auch früher schon kleinteilig gestaltet .
Gruß Jürgen Kube







Nun, so wie Ihr`s das macht`s , ---



machen`s leider zu Viele !
Der Frager möchte eine klare Antwort auf seine Frage
bezüglich der Architektur der 30-iger Jahre.
Nicht wie ich`s , Ihr`s oder sonstwer`s schon einmal gemacht haben.
Grüße vom Ufer des Indus



Fenster der 1930er...



... waren in der Breite eigentlich immer zweiflügelig. Bei kleineren Fenstern (typisch bei Siedlungshäusern) gab es oft nur eine Horizontalsprosse, was dann stehende Glasfelder zur Folge hat. Aber auch die ganz klassische Proportion 2:3 mit zwei Horizontalsprossen kommt häufig vor - das scheint das hier passende Format zu sein. Bei Repräsentationsbauten der Zeit auch manchmal mehr Teilungen, auch deutlich liegende Formate.
Legt man Wert auf historisch authentisches Erscheinungsbild, würde ich von hier aus das Format 2:3 empfehlen.
Ein moderneres Bild, aber auch harmonisch, wäre einfach ein zweiflügeliges Fenster ohne Sprossen.
Die Fenstertür war als Original ganz sicher unten gefüllt und zweiflügelig.

beste Grüße, Marc Sattel



Vielen Dank



Vielen Dank für die Anregungen. ich habe dabei gemerkt, dass ich mich bisher noch garnicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt habe. Wahrscheinlich werden es türen mit der 2:3 Proportion. weiß jemand trotzdem einen link zu bildern, wie so ein 30er jahre haus ohne sprossen (mit zwei flügeln) aussieht? wir möchten nach möglichkeit so viel Licht wie möglich reinlassen ohne dass dabei der charakter des hauses verloren geht



Sage ich doch ! ---



--- 2-flglg. Fenster mit je 2 waagerechten Sprossen pro Flügel.
Sprossen Breite 27 mm - ( franz. Zoll = 27,2 mm ) - dafür aber sehr schmale Flügelrahmenstücke. Dadurch wurde ein maximaler Lichteifall erreicht. Außerdem waren seinerzeit die Sprossen echte glasteilende Sprossen - meistens nur im
Außenflügel - dazu noch mit einer lichtführenden Fase und einem reflektierendem weißen Anstrich versehen. -
Sicher kann man Terrassentüren bis unten hin verglasen, doch
möchte ich darauf hinweisen, daß durch das Regenwasser
die untere Partie der Verglasung im Spritzwasserbereich srändig gereinigt werden muß.
- das eingefügte Bild gehört klausd -
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Milling
30er jahre haus 30er jahre haus



fenstertyp/literatur/allg.hinweise



ein standardwerk ist "türen und fenster", reprint aus dem jahr 1924, edition "libri rari", verlag th. schäfer, hannover. ein sehr interessantes buch ist auch: "fenster, Glas und beschläge als historisches baumaterial", edition anderweit (anderweit verlag, suderburg); ein kurzer rundschlag, was fenster, historische entwicklung, technik bis hin zu fragen der beschlagstechnik und der dichtigkeit etc. anbelangt. damit können sie ihrem schreiner im zweifelsfall auch auf die finger klopfen......!!!!
bilder angucken kann man gut unter dem suchbegriff "historische baustoffe" (google), auf den seiten der entsprechenden baustoffhändler. dort werden auch fenster/türen aus dieser zeit angeboten. so bekommt man ein bißchen anschauungsmaterial und kann ein gefühl für den "baustil" dieser zeit entwickeln. auch alles, was mit dem BAUHAUS, weimar, zu tun hat, das enormen einfluß auf architektur/design der moderne hatte, kann hilfreich sein zum verständnis dieser zeit; darüber gibt es genügend literatur/bildmaterial, und ich erinnere daran, daß es öffentliche bibliotheken mit der möglichkeit der fernleihe gibt, man kann ja nicht immer alles gleich kaufen.... viel spaß beim suchen und finden!
carmen riedl



@milling :



Nun, so wie Ihr`s das macht`s , ---

---Forenreferenz-----------
Nun, so wie Ihr`s das macht`s , --- -
machen`s leider zu Viele !
Der Frager möchte eine klare Antwort auf seine Frage
bezüglich der Architektur der 30-iger Jahre.
Nicht wie ich`s , Ihr`s oder sonstwer`s schon einmal gemacht haben.
Grüße vom Ufer des Indus mehr ...
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machen`s leider zu Viele !
Der Frager möchte eine klare Antwort auf seine Frage
bezüglich der Architektur der 30-iger Jahre.
Nicht wie ich`s , Ihr`s oder sonstwer`s schon einmal gemacht haben.

He, Andreas ,wer hat Dir denn auf den Schlips getreten , daß du du solche Zurechtweisungen hochwürgst ??
Der Frager hat mitnichten eine allgemeine Stellungnahme zur 30er Jahre-Architektur erfragt - und auch hier nicht erhalten .
Ich nahm an , es wäre hilfreich , ein saniertes Beispiel aus der Heimatstil-Zeit darzustellen .
Schon damals führten viele Wege nach Rom und gerade in jener
Epoche wurde sehr viel Wert auf den regionalen Bezug der Architektur gelegt , also finden sich hier mühelos ein Dutzend stilbildende Richtungen je nach Region und Baujahr .
schönsten Gruß aus Minden
Jürgen Kube
Ps. Nach nem Aufnmaszblatt hatte doch aber erst recht keiner gefragt,hm ?nix für ungut jürgen qb



Zunächst lag mir in meinem Beitrag folgendes Problem ---



besonders am Herzen http://www.deppenapostroph.de/:
--
Und, lieber westfälischer Zimmerergeselle, Andreas Milling hat kein ( Zitat :) Aufnmaszblatt ---- ( was immer das auch sein mag ) veröffentlicht - sondern eine Skizze gescannt und als Foto eingestellt, damit der Frager eventuell Maße
eintragen k a n n , um hilfreiche Antworten zu bekommen.
- Und was " Heimatstil " ist, möchte ich auch bitteschön erklärt bekommen. -
- Mit stilbildenden Richtungsgrüßen aus Dunkeldeutschland --
Andreas Milling , Tischlermeister