Möglichkeiten Denkmalschutzbehörde




Hallo zusammen!

Ich habe ein denkmalrechtliches Anliegen. Folgender Hintergrund: Wir haben eine denkmalgeschützte Immobilie aus dem 19. Jahrhundert erworben, bei der der Fokus des Denkmalschutzes auf der Fassadengestalt liegt. Die Fenster des Gebäudes wurden in den 1960er Jahren vollständig gegen ungeteilte, 1-flüglige Holzverbundfenster ausgetauscht und stellen heute die markanteste Beeinträchtigung des äußeren Erscheinungsbildes dar. Da die Fenster unserer Ansicht nach weder ästhetisch noch energetisch tragbar sind, möchten wir sie durch Holzisolierglasfenster, 2-flügelig mit aufgesetzten Holzsprossen (nach historischem Erscheinungsbild)ersetzen. Eine derartige Maßnahme ist selbstverständlich erlaubnispflichtig. Wir wissen bereits, dass die Behörde gerne konstruktive Sprossen hätte, die angesichts der Größe und Gestalt der Fenster erheblich kostenintensiver sind. Nun stellt sich uns die Frage, ob die Behörde uns den Austausch der 60er Jahre Fenster durch die angesprochene Fenstervariante im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten versagen kann. Denn nach meinem Verständnis des Denkmalschutzgesetzes kann eine Erlaubnis nur dann versagt werden, wenn wichtige Gründe des Denkmalschutzes eine Beibehaltung der aktuellen Situation erfordern. Und hiervon kann bei derartig denkmalfremden Fenstern aus den 60er Jahren ja eher nicht ausgegangen werden. Oder verstehe ich das falsch?

Vielleicht hat jemand diesbezüglich schon Erfahrungen gesammelt?

Vielen Dank und freundliche Grüße,

Martin



Moin,



wieso macht ihr es euch immer so schwer? Geht doch einfach zum Amt, erklärt was ihr wollt, dass die Finanzmittel eingeschränkt sind kann man ja ruhig sagen.
Dann wird man auch Antworten erhalten.



Hallo Martin



geh einfach mit den Bildern der Fenster, die dir vorschweben zum Denkmalamt und frag nach.
Ich habe im vorletzten Jahr auch Fenster in der von dir beschriebenen Art von Herrn Milling eingebaut, die nur aufgesetzte Sprossen haben, die aber die Fensterscheiben auch unterteilt haben, so daß es wie echte Sprossen aussieht.
Das Denkmalamt hat dem zugestimmt und war froh, dass solche Fenster eingebaut wurden.

Gruß J. Simon





Genau, darüber reden ist das wichtigste. Lasst euch doch ein Angebot über die Fenster mit konstruktiven Sprossen machen und eines in einer Ausführung als Wiener Sprossen . Letztere ist nicht nur günstiger, sondern ermöglicht auch eine schmalere Sprossenoptik, die dem historischen Fenstern wieder eher entspricht als eine kräftige konstruktive Sprossenteilung. Diese Wirkung ist natürlich größenabhängig.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornamyer



Alles kein Thema



wenn man den sich folgenden Satz im Kopf behält:

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Ich habe bei unserer Denkmalamt nie Probleme gehabt und habe alles so durchbekommen (Zuschüsse), wie ich es haben wollte.
Man muß offen sein für Vorschläge der Person, mit der man zu tun hat und ein bisschen Flexibilität kann auch nicht schaden.
Ich kenne aber Fälle, die bei der selben Peson auf Granit gebissen haben und nichts bekommen haben.

Viel Glück
Walze