Kondensat an der Fensterinnenseite




in unserem Haus haben wir eine Erscheinung die ich sonst nur aus Altbauten kenne. An der Innenseite der Fenster bildet sich oft Kondensat. Unser Haus ist ein Fachwerk Neubau, ausgefacht mit Leichtlehmsteinen, an den Außenwände eine Leichtlehmvormauer 2DF und Außen mit 6cm Holzweichfaserplatten gedämmt. Die Fenster haben (sofern ich nicht irre) K = 1,1. Laut Berrechnung hat die Wand einen schlechteren k-Wert als die Fenster. Beheizt wird das ganze mit Wandheizung. In unserem Haus stehen obendrein noch jede Menge Grünpflanzen rum. Ich habe zwar eine Vermutung woher die Kondensatbildung kommt, sicher bin ich aber nicht. Falls jemand eine Idee hat woran das liegen kann, immer her damit.

Harry Unger



Ungesehen gehe ich davon aus, --



daß die Kondensatbildung sich auf den Randbereich der
Isolierglasscheiben beschränkt.
Bei sehr niedrigen Temperaturen bildet der Alu-Abstandhalter der Iso - Scheiben eine Kältebrücke.
Also, die beiden Scheiben einer Isolierglasscheibe sind
durch einen hohlen Aluminiumrahmen und durch eine
Klebemasse miteinander verbunden.
Dadurch entsteht eine Kältebrücke, weil Alu ein guter
Kälte / Wärmeleiter ist.
Die restliche Scheibenfläche ist durch die Beschichtung der
inneren ( nicht zugänglichen Scheibenseite )und durch die Edelgasfüllung des Scheibenzwischenraumes thermisch getrennt.
Neuerdings gibt es auch sogenanntes Warmglas -- Hier ist
der Randverbund nicht durch einen Alu - Abstandhalter
ausgeführt - sondern durch einen speziellen Kunststoffrahmen.
Soll besser sein, - nur kann ich hierzu nicht auf Erfahrungen zurückgreifen.
Eines steht jedoch fest : ALLE Isolierglashersteller müssen 5 Jahre für ihre Produkte haften.
Doch, was sind 5 Jahre, gemessen an dem, wie viele Jahre
ein Kastenfenster oder ein Verbundfenster an Lebenserwartung mitbringen kann ?
-
Nur noch ein Denkanstoss .
Gesetzt den Fall, eine Scheibe geht zu Bruch --
-- bei einer Isolierglasscheibe müssen 2 Scheiben
ausgetauscht werden.
Bei einem Kastenfenster oder einem Verbundfenster reicht
es, die defekte Scheibe auszutauschen.
- Na ja, in unserem Vollkasko - Deutschland gibt es nun
einmal die EnEV.
-
A. Milling



Kondensation hat 2 Bedingungen:


Kondensation hat 2 Bedingungen:

1. Starkes Temperaturgefälle

Dazu führte der Andreas schon völlig richtig aus!


2. Hohe Luftfeuchtigkeit im Inneren!
Wenn Sie bei winterlichen Temperaturen in Ihr geheiztes Haus kommen; beschlägt dann Ihre Brille?

Früher waren die Fenster wie auch der Rest des Bauwerkes eben nicht luftdicht!
Dadurch erfolgte ausreichend Luftaustausch.
Wenn die Innendämmung fachgerecht ausgeführt wurde, müßte auf der Innenseite eine Dampfbremse aufgebracht worden sein.
Die muß auch sein, ansonsten kann es zu Kondensation in der Dämmung kommen.

Was können Sie tun? (Vermutlich ist es das was Sie wissen wollen!)

Sorgen Sie für mehr Luftwechsel.
Nun werden Kollegen der Zunft nach der Zwangslüftung rufen.

Die Fenster nicht zu fest zu schließen ist die einfachere Möglichkeit.
Haben Sie deutsche Standard Dreh/Kipp-Fenster können Sie auch etwas vom Gummi rausschneiden. Außen unten, Innen oben jeweils 5 cm. Dann sind die Fenster immer noch dicht genug, und sie haben ausreichend Frischluft im Haus! Dann sollte auch die Feuchtigkeit verschwinden.



Mit den besten Grüßen von der Ostsee

Der Ingo

Foto:

Aufgearbeitetes 200 Jahre altes Fenster,
einfachverglast und ohne Dichtungen!
Der Lehrmeinung nach, müßte es ständig nass sein.
Der Archtitekt, der innen noch ein Isolierverglastes Fenster davorsetzen wollte, vorlor die Wette. Es ist nie naß, und in diesem Haus beschlägt auch die Brille nicht!



Kondensat am Fenster



wie alt ist denn Ihr Neubau?
Habe einen Altbau isoliert und ich habe eine sehr nieder Luftfeuchtigkeit ca. 20%.

Nur in meinem unisolierten Anbau kondensiert sichtbar das Wasser.

Mehr als früher vor der Isolierung müssen wir auch nicht lüften.

Viele Grüße

Alex