Gründerzeitbau neue Fenster

01.07.2012 Frauke



Ich habe vor 1 Jahr ein Haus erstanden, Bj. 1902, Backstein, Sandsteingesimse, Erker, Treppchen...einfach herrlich.
In den späten 70ziger Jahren wurden viele Fenster ausgetauscht gegen doppelverglaste, sprossenlose PVC-Fenster (Schimmelprobleme gab es nie).
Die hässlichen Fenster sind mittlerweile vergilbt und passen nicht zum Haus. Deshalb habe ich jetzt nach alten Bildvorlagen (1935) und der Originalskizze aus dem Jahre 1901 Holzsprossenfenster herstellen lassen, die nun eingebaut werden sollen (siehe Bild). Da der Hersteller den Einbau nicht vornehmen kann (aus gesundheitlichen Gründen) habe ich jetzt einen ortsansässigen Fensterbauer beauftragt.Ich habe jetzt Bedenken, dass hier die Anschlussdämmung usw. nicht gebäudekompatible durchgeführt wird. In einem Vorgespräch war nur von Bauschaum die Rede. Meine Fragen:
1. Ist ein Dichtband außen notwendig?
2. Kann Bauschaum 1Komp. verwendet werden?
3. Welches Material zur Innendichtung?
4. Fensterbank (Sandstein) Abdichtung?
4. alternative Konzepte (mineralische Stoffe welche?)



Denkmalschutzprofile



in der schmalen Ausführung hätten die Fenster etwas lichtdurchlässiger gemacht. Dies empfiehlt jeder gute Fensterbauer mit Erfahrungen in der Denkmalpflege.

Grüße Alex



Hübsche Fenster...



... haste da.

Es spricht mE nix dagegen, die modernen Fenster auch modern zu montieren, also mehr oder weniger 08/15 nach RAL einpassen, mittels Bandeisen oder Rahmendübel fixieren, einschäumen, putzen, ggf. Blendlattung und dauerelastisch versiegeln... Das gilt analog für die Außenbank...

... Natürlich kann man auch die Zwischenräume mit Tierhaar oder Hanf ausstopfen, oder mit was immer...

Wenn man ALLE heutigen Materialien grundsätzlich als künstlich ablehnt, dann sollte man auch konsequenterweise nicht nur sein Auto, sondern auch sein Fahrrad stehen lassen... oder entsprechend eben nicht auf moderne Fenstertechnik zurückgreifen...

Nein, im Ernst: Es hat in der Vergangenheit mit den Kunststofffenstern keine Probleme gegeben, deswegen sind auch mit den neuen wohl keine zu erwarten, wenn man sie denn einigermaßen dicht anschließt.

Außenband ist OK, aber es geht auch ohne, s.o. 1K-Schaum ist OK, reicht, wenn vernünftig versiegelt wird, Innenanschluss hängt vom Anschluss-Material ab ;-), nochmal s.o., ich habe nix gegen Tubenmaterial, wenn es denn vernünftig ist...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



schmale Ausführung....



eines der alten originalen Fenster ist noch drin (Treppenhaus) und die Aufteilung und die Breite der Sprossen und Mittelkonsole sind metrisch identisch, insofern wollten wir hieran nix ändern. Ginge es uns um die Lichtausbeute, hätten wir die KF Fenster belassen. Grüße zurück
Warte dennoch auf hilfreiche Anthworten auf meine Fragen, Danke an alle



RAL usw



Lieber Seb,

danke für die Antwort.
Grüße
Frauke



wenn



die Fensterbank aus Sandstein ist - sind die Gewände ebenso aus Sandstein - dann auf alle Fälle Dichtband - aber von der Fuge etwas zurücksetzen. Innen wäre da wohl ein Dichtband zu überpuutzen möglich, aber auch APU-Leisten haben da eine eine gewisse Daseinsberechtigung. Sie verhindern manch häßliche Abrissfuge, wenn mans gut macht.
Fensterbank unten und wenige Zentimeter senkrechte Fugen unten ist Silikon möglich, um Wasser abzuhalten - bleibt aber überwachungsbedürftig.