Fenstereinbau RAL Montage JA/NEIN?

03.09.2011



Hallo ;)

Wir haben zwar kein Fachwerkhaus aber vielleicht könnt ihr mir trotzdem weiterhelfen.

Unser Haus ist ca 250 Jahre alt und hat 60cm dicke Mauern aus Stein. Nun möchten wir neue Kunststofffenster einbauen.
Vollwärmeschutz wird nicht gemacht.

Unsere Frage: RAL Montage oder nur Ausschäumen und außen/innen verputzen?

Ein Baumeister meinte wir sollen auf die RAL Montage verzichten denn so ein altes Haus muss auch atmen können.
Er sagt die RAL Montage nützt uns nichts wenn die Steinwand eh soviel Energie durchlässt.

Nun, was sagt ihr dazu?



Das sieht der Meister...



...etwas verkürzt. Eine deutlich undichte Fuge in diesem Bereich schädigt zwar nicht Euere Plastefenster, kühlt aber die kältesten Stellen im Raum (Fensterinnengewände) noch weiter aus, und ermöglicht zusätzlichen Kondensateintrag. Damit steigt die Schimmelwahrscheinlichkeit erheblich. Genau an diesem Punkt sind es eben keine 60cm bis nach draußen, sondern viel weniger.

In jedem Fall sollten anstehenden Gewändeteile sauber und lotrecht geputzt werden, bevor montiert wird. Auch wenn Schaum alles wundervoll "ausgleicht", einen sauberen Bauteilanschluß ersetzt er nicht. Danach ist der Aufwand mit dem Dichtband nur noch recht gering.

Grüße

Thomas



Fensterlaibung



Okay, wir werden einen sauberen Glattstrich machen und das Band einsetzen. Nachteil wird es wohl keinen haben. Auf häufiges und vor allem richtiges Lüften müssen wir sowieso achten.

Nun habe ich noch eine zweite Frage:
Wie breit sollte die Fensterlaibung bei einer 60cm Steinmauer sein?

Es kann eventuell sein, dass wir später einen Vollwärmeschutz machen. Und ich möchte außen nicht 30cm Fensterlaibung haben.
Bündig mit der Außenwand darf ich die Fenster nicht setzen oder? Ob wir einen Vollwärmeschutz wirklich brauchen können wir jetzt noch nicht beurteilen.



Hallo!



Bis auf die Kunststofffenster und die Eventualität einer Außendämmung haben wir exakt die gleiche Fallgestaltung (Sandstein, 60 cm, alles sehr alt). Jetzt müssen wir unsere Holzfenster, die wir am Wochenende mit Kompriband von Würth eingebaut haben, nur noch außen herum dämmen.

Eben habe ich eines der sechs neuen Fenster mal mit Isolationsschläuchen aus dem Baumarkt (für Heizungsrohre) ausgestopft. Das war eigentlich nur provisorisch gegen den Straßenlärm gedacht. Aber, ich glaube, ich könnte mich daran fast gewöhnen. Was sagen die Experten dazu?

Gruß,
owi



Hallo!



Bis auf die Kunststofffenster und die Eventualität einer Außendämmung haben wir exakt die gleiche Fallgestaltung (Sandstein, 60 cm, alles sehr alt). Jetzt müssen wir unsere Holzfenster, die wir am Wochenende mit Kompriband von Würth eingebaut haben, nur noch außen herum dämmen.

Eben habe ich eines der sechs neuen Fenster mal mit Isolationsschläuchen aus dem Baumarkt (für Heizungsrohre) ausgestopft. Das war eigentlich nur provisorisch gegen den Straßenlärm gedacht. Aber, ich glaube, ich könnte mich daran fast gewöhnen. Was sagen die Experten dazu?

Gruß,
owi



Pfusch!



Mehr ist nicht zu sagen. Beim nächsten Fenster fällt Ihnen vielleicht zufällig eine alte Socke in die Hände, oder die Blasenfolie, mit der der Rechner eingepackt war?





... mit Heizungsisolation gegen den Straßenlärm gekämpft und gleichzeitig die Fenster abgedichtet. Manchmal ist es unmöglich, die Wörter nicht in dem Besitz ihrer Bedeutungen zu stören. Ich schließe mich Herrn Böhmes Pfusch-Urteil an.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Sehr geehrte Restauratoren und Architekten!



Ihre gemeinsame Ansicht ist im Ergebnis mehr als deutlich geworden. Doch: Können Sie diese auch begründen und mit Fach- und Praxiswissen untermauern?

Anders als Socken und Blasenfolie (vielleicht gar keine so schlechte Idee) sitzt der Dämmschlauch im Spalt zwischen Fenster und Wand derart stramm (stellenweise auf ein Fünftel komprimiert), dass aber auch gar nichts an Luftzug hindurch kommt. Das lässt der Test mit meinem Kompressor erkennen, obwohl außen noch kein Silikon o. ä. zum Einsatz kam. Letztlich haben wir es doch mit einem Wärmedämmstoff zu tun. Die Option mit dem Stopfhanf, den Sie konkludent vorschlagen, ist mir selbstverständlich bekannt. Dafür habe ich mich bislang noch nicht entschieden, weil der Spalt bei einigen der letztlich neun Fenster extrem breit ist. Sicher könnte ich bis auf 2 cm mit Putz aufbauen, dazu würden Sie mir vermutlich auch raten. Andererseits möchte ich Kältebrücken vermeiden und Hohlräume mit dämmendem Material füllen.

An der Todsünde mit den Dämmschläuchen, die es in unterschiedlichen Stärken gibt, gefällt mir, dass man anders als beim Ausschäumen die betroffenen Holz- und Sandsteinflächen nicht umschließt und verklebt. Außerdem ist die Verarbeitung einfach und sauber. Anschließend lässt es sich einwandfrei beiputzen.

Na?? Immer noch dagegen?? Ich bin gespannt!

Mit respektvollen Grüßen,
Owi





Hallo Owi,

zeig doch mal die Einbausituation per Foto, dann kann man sich ein besseres Bild machen. Bitte auch ein Detail von den Eckanschlüssen, dort, wo sich vertikaler und horizontaler Dämmschlauch berühren.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Moin,



hier mal was zum schmökern:

http://www.khries.de/index.php/fachwissen

Gruss, Boris



Hallo Boris!



Der Link ist wirklich sehr sehr interessant. Vielen Dank dafür!

Hier ist ein Bild vom meinem Dämmschlauchfenster. Falls das mit dem Hochladen geklappt hat.

Gruß,

Owi



Wie...



... schön, es hat geklappt! Dann gibt's gleich noch ein Bild:



hallo owi



deine bilder zeige daß du dir viel mühe gegeben hast aber mit einen sauberen glattstrich in der leibung und entsprechend breiten tripoplexband am fenster gehst du allen hier aufgezeigten bedenken aus den weg.