Fensterdämmmaterial in Fachwerkgebäuden

22.09.2009



Hallo,

mehr als 50 Jahre waren die nun ausgebauten Holzfenster in unserem Fachwerkhaus verbaut. Sie wurden vor ca. zwei Wochen gegen neue Eichenfenster ausgetauscht.

Da das damals verwendete Material zur Ausstopfung der schmalen Spalten zwischen Fensterrahmen und Fachwerkpfosten - Mineralwolle - all die Jahre zu keinerlei Schäden an Fenster bzw. Ständerwerk geführt hat, wurde beim Einbau der neuen Fenster auf meinen Wunsch hin ebenfalls solches Ausstopfmaterial verwendet. Nach Meinung eines Mitgliedes soll diese Vorgehensweise nicht unbedingt richtig sein.

Wie sind Ihre Erfahrungen?

Mit freundlichen Grüßen
Johannes





i.d.R. werden solche Fugen mit Spritzkork oder Stopfhanf verschlossen, gerade im Fachwerkbereich.



niemand hat was gegen moderne Baustoffe,



wenn sie denn funktionieren.

Ihre Ansage: "Nach Meinung eines Mitgliedes soll diese Vorgehensweise nicht unbedingt richtig sein."...klingt für mich hinterlistig. Karten auf den Tisch, wer hat was gesagt, gibt es einen Bezug zu diesem Gespräch, hochschieben und weiter schreiben...

Gruß...J.



Thermoglas statt Einfachglas?



Wenn ihr jetzt dichtere (beschlagen nicht mehr) Fenster als vorher (Tauwasser an der Scheibe)habt, kondensiert die Raumfeuchte "lieber" im Randbereich. Nur weils bisher funktioniert hat, muss das also nicht so bleiben, wenn ihr die Parameter verändert habt.....

Der dampfdichte Abschluss von innen ist dann das wichtigere Detail. Kein Dämmstoff funktioniert, wenn er nass ist.

Gruss, Boris





Hi,

es ist nicht vorgegegen, welcher Dämmstoff man verwenden muss,- nur dass die Fugen vollständig auszufüllen sind. Auch ist der Hinweis wichtig mit Abdichtung der Anschlussfugen.

Grüße,
Peter



Fensteranschluss



Hallo,

abdichten heißt in diesem Fall "gasdicht abdichten", nicht bloß optisch. Also mit einer geklebten Dampfsperre, die es von verschiedenen Anbietern als sg. Fenster-Anschlussfolie gibt, z.B. Henkel, Illbruck etc......
Die ist wichtiger als das Füllmaterial.
Ich hätte alllerdings auch lieber einen Naturdämmstoff mit besserem Sorptionsverhalten genommen.

Grüße vom Niederrhein