Holzfenster einbauen

28.09.2007



Hallo Ihr Fachleute,

ich trage mich mit dem Gedanken unsere neuen Holzfenster (wenn Sie denn mal kommen) selbst einzubauen.
Bevor mich hier gleich jemand köpft ... es läßt sich leider nicht anders machen, weil wir gleich alle Fenster bestellt haben, auch für Räume, die noch nicht fertig sind für den Einbau!

Nun die Bitte:

Könnt ihr mir eine Information geben, wie der Aufbau richtig ist. Also wo ein Kompriband (wenn überhaupt) welche Befestigungsmethode (muß gekeilt werden?) etc.
Außen ist Backstein, innen wird neu verputzt.

Bin für jeden Tip dankbar!





http://www.khries.de/fachwissen.htm

Die vorhandene Bausituation genau analysieren
und Fragestellung präzisieren.

Kompriband: eigentlich immer
Anschlag vorhanden?
Ziegelwand läßt sich gut bohren, also Dübel?
Anschluß Fensterbank außen?

Viele Grüße,
Philipp Kawalek



Dübel



...wo sie jrad sagen Dübel...

Fenster einsetzen (nur den Rahmen ohne Flügel), ausrichten, festkeilen. Auf eine Fuge für das Kompriband zwischen Rahmen und Anschlag achten. Dann erst den Rahmen durchbohren und darauf achten das man einen Stein und keine Fuge trifft. Dann gleich durch diese Löcher mit langem Steinbohrer in die Wand bohren. Dübel möglichst nahe bei den Bändern setzen. Rahmendübel aus Metall nehmen und darauf achten das man beim festkeilen und anziehen der Dübel den Rahmen nicht krumm zieht.
Von außen den Anschlag anzeichnen, Rahmen wieder raus, Kompriband entlang der Zeichnung aufkleben, wieder rein mit dem Ding, nochmal die Wasserwage dranhalten und die Schrauben festziehen.

Tja, oder wie letzte Woche noch beim Nachbarn gesehen, dort hat ein Fachmann "Hausmeisterservice, Trockenbau, Montageservice, Bodenverlegung" gearbeitet, festkeilen, ausschäumen. Dann von außen mit einem speziellen Silikon abdichten, "das muß man schon sorgfältig machen, damit da kein Wasser dahinter läuft" so erklärte er lautstark dem staunenden Hausbesitzer.

Viel Spaß,
Karsten



Präzisere Angaben ...



... kommen hier:

Einige Fenster sind mit Anschlag einige zwischen dem Mauerwerk einzubauen.

Ich denke auf jeden Fall wird irgendwie gedübelt. Bloss welches System? Im Rahmen durchgebohrt oder mit irgendwelchen aussen angesetzten Haltern ...

Aussen werden die Fenster auf etwas schräg laufende Steine aufgesetzt. Da müßte man wahrscheinlich eine (Kalk-) Mörtelfuge setzen?

Meine Vorstellung von einem Aufbau ist folgende:

Mit Anschlag von aussen nach innen:

Mörtelfuge, Kompriband, Holzfenster darauf, an den Seiten mit Hanf ausgestopft (da sind teilweise fünf cm, ist das zu viel?), über den Hanf ein "Klebeband", das Holz und Backstein verbindet (luftdicht) daruf der Putz. (gibt es überhaupt ein Klebeband, das dafür geeignet ist und 5 cm überbrücken kann? Es soll Lehmputz darauf!)

Ohne Anschlag:

an die Seite der Fenster nach aussen hin Kompriband nach innen mit Hanf aufgefüllt. aussen vor das Kompriband eine Mörtelfuge, innen das Klebeban und Putz darauf.

Was sagt ihr dazu?



Wer zerbohrt da noch Fensterrahmen ?



Dafür produziert die Firma Würth extra Krallen, mit denen das
Fenster bombenfest und doch zwängungsfrei in der Laibung positioniert werden kann. Von unten kann man mit Kunststoffkeilen unterstützen, wenn das Fenster zu schwer ist, das aber wohl erst bei bei VSG-Verglasung von mehreren m².
Bohren Sie den Rahmen ein, kann bei Festverglasung der Falz beschädigt werden, weil sich Bewegungen des Mauerwerks natürlich auf das Fenster übertragen. Im Zweifel bemerken Sie das nächste kleine Erdbeben an einer zersprungenen Fensterscheibe.
Sonst im Aufbau wie von Henning Klocke beschrieben: Innen dichter als außen. Das Fensterdichtungsband gibt es bei Illbruck in Leverkusen, Compribänder auch aber auch anderswo. Schwachpunkt: Fensterbank. Auf vernünftigen Wasserablauf, Tropfnase, Anschluß an das Fenster und Fugendichtheit achten.

Viel Erfolg !



Noch eine Frage dazu ...



Die Anschläge sind sehr ungleichmäßig (Ziegelsteine und Fugen) ich denke , das sollte eine möglichst glatte Auflage für die Fenster werden. Die Frage ist nun womit macht man das? Die Innenwände werden mit Lehm verputzt. Den kann ich dafür ja wahrscheinlich nicht nehmen. Ich habe noch Luftkalkmörtel übrig ... damit müßte es doch gehen!? Muss der ganz durchtrocknen bevor die Fenster eingebaut werden können? Bzw. wie lange vorher sollte man den Anschlag fertig machen?





Das sauberste, also die klassische Lösung, ist ein lot- und fluchtrechter Sperrputz aus reinem Zementmörtel, auch wenn der Zement am Altbau sonst nichts zu suchen hat.

Grüße



Zement? Echt?



Kann ich dazu noch mal andere Meinungen haben?

Entschuldigung Herr Beckmann ... ich habe einfach schon oft Ratschläge bekommen, die dann am Ende doch nicht so gut waren!
Gibt es nicht vielleicht doch auch noch eine "Altbauvariante", die Sie an die zweite Stelle setzen würden?





Als Altbauvariante können Sie den Luftkalkmörtel nehmen, aber bitte 3 Wochen mindestens durchtrocknen lassen. Irgendwann kommt nämlich nicht mehr so viel Luft dran, dann nämlich, wenn die Fenster drin sind.

Grüße