Kastenfenster selbst gemacht?

24.09.2006



Hallo,

wir haben vor, in unserem Haus (wieder) sehr schöne alte Fenster einzubauen, die aber leider nur einfach verglast sind. Aus energetischen und vor allen Dingen schalltechnischen Überlegungen haben wir nun überlegt, wie man diese Fenster z.B. zu Kastenfenstern umbauen kann. Ich möchte aber auch von innen einen "schönen Anblick" haben. Und natürlich die Fenster auch vernüftig öffnen können. Vielleicht kann mir jemand erste Informationen bezüglich möglichen Konstruktionen geben?



Eine Variante --



-- für ein Innenvorsatzfenster ---Neuanfertigung und Einbau -- Neuanfertigung und Einbau --



Eine Variante --



-- für ein Innenvorsatzfenster ---Neuanfertigung und Einbau -- Neuanfertigung und Einbau --



Kastenfenster



Einfachverglasungen haben den Vorteil, dass sie das meiste Licht aus einer Fensteröffnung herausholen können.
Wenn Sie also Lärmschutz wollen (denn energetisch bringt das wenig), können Sie einfach an Stelle der Glasscheiben zwei- oder dreifaches Verbundglas einsetzen, dafür muss der Tischler lediglich ein wenig tiefere Nuten in die Rahmen Fräsen und die Abdeckleisten werden modifiziert.
Das haben wir an uralten Außenfenstern gemacht und man sieht keinen Unterschied.

Alles Gute



Was sind die Vorteile



bzw. Nachteile der Varianten?

Ich versuche das gleich mal selbst einzuschätzen. Bitte korrigieren! :-)

Beim Kastenfenster kommt weniger Licht durch. Energetisch wird ein besseres Ergebnis erlangt. Der Schallschutz ist wahrscheinlich etwas schlechter, oder?

Mit dem Verbundglas erreiche ich einen sehr guten Schallschutz (Musikraum!) und optisch den geringsten Eingriff.
Welche Möglichkeit gäbe es denn auch energetisch etwas zu gewinnen? Wie sieht es denn im finanziellen Vergleich aus?



Weia, die Gretchenfrage!



Beim Kastenfenster kommt es drauf an, ob die Aussenfenster nach innen geöffnet werden sollen. Dann sind sie logischerweise kleiner als die Innenfenster. Auch muss man beim Fensteröffnen immer die Fensterbank abräumen, wie bei allen nach innen öffnenden Aussenfenstern.
Ab einem bestimmten Abstand (nageln Sie mich nicht auf 10cm fest) wird die Isolation der Zwischenluftschicht im Kastenfenster durch Luftkonvektion unwirksam. Das führte nach dem Krieg zu den Doppelfenstern, bei denen die Rahmen so 5-8cm Abstand hatten und einfachverglast waren.
Die Kostendifferenz können Sie bei Ihrem Tischler erfahren.
Den Unterschied im Wohngefühl werden Sie selber herausfinden dürfen.
Und Kastenfenster gegen Isoscheiben gegen Einfachfenster...
Damit fange ich besser gar nicht an. (Ist wie Philosophie!)

Hier sollte man die Verhältnismäßigkeit berücksichtigen.
Also an Ihrem Haus sollten alle relevanten Bauteile ungefähr gleiche Eigenschaften aufweisen, bei ungedämmtem Dach brauchen Sie keine Hightech-Isofenter, bei diffusionsoffenem Fachwerk keine Luftdichtigkeit. Und der Stil muss passen, ganz abgesehen von praktischen Erwägungen.
Die Heizungsart wäre noch wichtig und letztendlich verlieren Sie viel mehr Energie in einer feuchten Mauer, wenn das Fenster Ihnen den Dampfdruckdifferenzausgleich verhindert, als mit einem Einfachrahmen.

Alles Gute



Lichteinfall bei verschiedenen ---



Fensterkonstruktionen. -- ausgenommen Isolierglasfenster.
Zu der Zeit, als das Fachbuch gedruckt wurde, aus welchem
die beigefügte Darstellung stammt, gab es noch kein Isolierglas.
-
A. Milling



Wie sieht es eigentlich



mit der Energiesparverordnung in so einem Fall aus? Es sind alte einfach verglaste Fenster drin, die gegen andere einfach verglaste ausgetauscht werden. Das ist soweit ich das lesen konnte nicht mehr erlaubt. Wie kann ich die alten Fenster "tauglich" machen?



Wie oben beschrieben



Spezielle Isolierglasscheiben kommen in die vorhandenen Falze der Einfachverglasung.
Mehr nicht.

Alles Gute