Aufbau älterer Holzfenster

06.06.2006



Hallo,
ich habe im Haus alte Holzfenster mit Einfachverglasung. Das Haus ist BJ 1949. Etwas später ca. 1960 wurde angebaut und dabei wohl auch die Fenster erneuert. Die Rahmen sind verzogen und undicht. Daher ist es zugig und laut in den Räumen. Einkleben von Dichtungen bis 5mm hat nichts gebracht. Daher erwägen wir den Austausch der Fenster.
ABER:
Der Wandaufbau ist mit Ziegelsteinen ausgemauertes Fachwerk, innen mit zweilagigem Lehmputz 2 bis 5 cm stark, aussen ein sehr harten mineralischer Putz. Die Erfahrung hat gezeigt, daß bereits bei kleineren Innenarbeiten große Teile des Lehmputzes von der Wand fallen. Daher haben wir etwas Angst vor dem Fenstertausch und seinen Folgekosten.
Ich würde gern wissen, wie Fenster früher typischerweise eingebaut und befestigt waren, um die Gefahr des Eingriffes vorab einschätzen zu können. Was man vom Fenster sieht ist:
Auf der Innenwand ein ca 5cm breites Brett genagelt auf ein Brett in der Fensteröffnung mit einem Viertelstab zum eigentlichen Fensterrahmen. Es ist nicht zu sehen, wie das Fenster an der Balkenkonstuktion befestigt ist; Keine Rahmenschrauben, nicht die üblichen Anker im Rahmenholz
zu sehen. Insbesondere sehe ich keinen 'Anschlag' nach aussen!!?
Bei einem Fenster habe ich mal durch das Laibungsbrett gebohrt - dahinter sind ca 2 cm Luft, dann wohl en Balken.
Hat jemand cvielleicht eine Schnittzeichnung oder Infos wie die Fenster früher aufgebaut waren und montiert wurden?
Vielen Dank für Eure Hilfe!

Gruß
Matthias



Befestigung Holzfenster



Hallo Matthias,
bei unseren alten Fenstern wurden sogenannte "Hessenkrallen" verwendet. Vieleicht ist das bei deinen Fenstern auch so.
Das sind Bleche ( ca 30 x 140 mm) die auf die Aussenseite des Fensterrahmens genagelt wurden. Die überstehende Seite des Blechs wurde an der Fensteröffnung vernagelt.
Ein entscheidender Nachteil dieser Teile ist der, das man ohne die Laibung zu entfernen nicht mehr an die Fensterbefestigung dran kommt.
Googel mal nach Hessenkralle dann siehst du wie sowas aussieht.

Grüße
Martin Wittwar





Ein einfaches aber raffiniertes Teil! Danke für den Hinweis.
Wenn die Dinger verwendet wurden, müssen sie ja hinter dem Laibungsbrett sitzen, selbiges ist <20mm dick und somit müssten die Hessenkrallen mit einem Metallsuchgerät zu orten sein. Werde gleich heute Abend mal auf die Suche gehen.
Danke nochmal für den Hinweis!
Matthias



Viel...



Erfolg!
Gruß
Martin



Fenster



Hallo!!
Wir sind eine Massivholzschreinerei und seit 20 Jahren im bau von Kastenfenster und Altbaufenstern tätig.
Gerne unterbreiten wir ihnen ein unverbindliches Angebot
mfg mani