Holzfenster – keilgezinkt oder nicht?




Hallo!

Ich beabsichtige, bei meinem alten Bauernhaus (im 1. OG Fachwerk, im EG Bruchsteinmauerwerk) neue Fenster einbauen zu lassen. Es sollen Holzfenster werden, weiße Farbe und mit glasteilenden Sprossen entsprechend der ursprünglich vorhandenen Sprossenteilung. Mehrere Kostenangebote habe ich bereits.

Nun meine Frage:
Mehrere Angebote (die kostengünstigen) verwenden keilgezinktes Holz. Vorteil neben den geringeren Kosten soll sein, dass keine Aststücken usw. verbaut werden, sondern nur „einwandfreies“ Holz. Andere Handwerker sagen, dass man kein keilgezinktes Holz nehmen sollte, da an den Nahtstellen immer Schwachpunkte bestehen (bspw. Eindringen von Wasser).
Hierzu hätte ich gern mal die Meinung von Fachleuten! Ich tendiere eher zu nicht keilgezinktem Holz, auch wenn dies teurer ist. Aber lohnen sich die Mehrkosten?

Vielen Dank für eventuelle Ratschläge!



Diese



Holzfenster gibt es schon über 40 Jahre, mit Erfolg. Sind nur durch Kunststoff und Exotenholz in den Hintergrund getreten.Werden nur industriell gefertigt, da sind Regelfall die Teile wie Leimhölzer gegenläufig gezinkt, also ist Verziehen, Äste und Harzauslauf dort nicht zu erwarten. In die Verleimung kann kein Wasser ziehen, denn zum anderen legen Sie ja noch etwa 4 Schichten Fensteranstrich darauf.



und



Keilzinken sind sowieso nur bei deckender Lasur zulässig. Bei entsprechender Wartung der Lasur ist das überhaupt kein Problem. Viele wissen nicht einmal, daß sie solche Hölzer im Fenster haben.



Nachtrag



@ Fröhlich: auch wenn die weiß geliefert werden, Streichen sie die nach dem Einbau noch einmal selbst:Die sind oft nur dünn gespritzt. Den besseren Schutz auf Dauer bietet ein konventioneller Anstrich mit Fensterlackfarbe.



dem



würde ich nicht zustimmen. Auf die Stärke kommt es doch nicht unbedingt an, besser ist die jährliche Pflege durch ein Wachs. Das schließt mögliche kleine Risse und verhindert so den Wassereintritt. Habe seit 18 Jahren (!!) meine Fenster nicht Streichen müssen.



Danke



für die Antworten. Daraus entnehme ich, dass Sie wohl selbst auch eher zu keilgezinkten Fenstern greifen würden, denn diese sind schließlich auch etwas günstiger. Worauf sollte denn ggf. noch geachtet werden, um qualitativ bessere Holzfenster von qualitativ schlechteren Holzfenstern zu unterscheiden?



schau



dir die Produktion an und die Kunden, die seit 10 jahren dessen Fenster drin haben. Ich kenne meine Lieferanten seit 20 jahren. Pech kann man immer haben - Kieferfensterflügel weiß war unterm der Farbe verfault - lag wohl am unzureichenden Holzschutz und dem gelieferten Holz. Flügel wurde aber neu gabaut ohne Probleme.



Wachs...



ist kein Schutz für bewittertes Holz.

Davon abgesehen: Ich würde nicht wahllos auf endbehandelte Fenster pinseln, die werden fertig geliefert und sollten der Gewährleistung wegen auch vorerst so bleiben.

Als Anstrich würde ich zu lasierenden oder deckenden Ölfarben raten, auch wenn viele Hersteller das nicht anbieten. Auf eine Ölgrundierung könnte eingeglast werden, den Anstrich kann der Bauherr ggf. auch selbst ausführen. Ölfarben sind begrenzt dampfoffen und bleiben elastisch, sind nach Jahren somit besser zu warten als Dispersionsfarben. Bei letzteren habe ich z.T. schon 12 Monate nach dem Einbau interessante Schadensbilder gesehen.

Keilverzinkungen markieren sich zuweilen durch versprödende Dispersionslacke, ölbasierte Farben sind da, dank Elastizität, toleranter.

Grüße

Thomas



Holzfenster



Guten Tag!!

Keilgezinkte Lamellen sind sowieso nur bei einem Deckanstrich zulässig und au0erdem muss die obere Schicht eine durchgehende lamelle sein.
Wir verwenden durchgehende 3 scicht verleimte Lamellen und sind sicher nicht teurer als keilgezinkte.
Bei Interesse unterbreiten wir ihnen gerne ein unverbindliches Angebot.

Email:kastenfenster@geomix.at

Mfg Gider Manfred