Fenster aus Kunststoff?




Hallo!
Ich hab mir kürzlich ein Fachwerkhaus gekauft. Es hat momentan alte 70er-Jahre Holzfenster, die dringend erneuert werden müssen. Ich will aber nun gerne Kunststoff-Fenster einbauen. Das Haus hat Baujahr 1927. Würdet Ihr mir davon abraten?
Ich hab hier auch schon gelesen, dass es extra schmale Rahmen für Fachwerk-Holzfenster gibt. Gibt es das auch bei Kunststofffenster? Konnte sowas im Internet noch nicht entdecken. hat da jemand eine Adresse parat?
Danke schon mal im Voraus!



da



man hier bisher dine Frage übergeht, will ich es dir kurz erklären:
Das Forum besteht zum größten Teil aus Fans von Fachwerkhäusern, die versuchen, diese mit trad. Mitteln und Matterialien wieder herzurichten. Da ist die Frage nach einem PVC-Fenster wie eine Beleidigung.

Und dann kommt hinzu, dass Deine Frage ein Hersteller anhand seines Profilkataloges besser beantworten kann. So haben fast alle Hersteller von PVC-Profilen auch Schmalflügel und Schmalrahmen. Also ab zum Händler oder Hersteller Deines Vertraues.....
Denn was Du einbaust, mußt Du selber entscheiden,
ich persönlich war nach der "Wende" auch von PVC-Fenster angetan, inzwischen habe ich die wenigen Fenster aus PVC wieder asugebaut und durch gute Holzfenster von einem Hersteller um die Ecke ersetzt.
Das heißt aber nicht, dass PVC-Fenster etwas schlechtes ist, halt nur nicht der richtige Stil für ein Fachwerkhaus - so hier die überwiegende Meinung. Ich hoffe, du kommst mit meinen klaren Worten zurecht. Viel Erfolg bei deinen weiteren Baumaßnahmen.



Ist halt eine Geschmackfrage



Holz ist sicherlich für manchen passender wie schon von meinem Vorredner beschrieben. Aber auch arbeitsintensiver. Alle paar Jahre streichen. Ich habe kaum Lust die Fenster bei mir im Haus zu putzen.
Bei mir sind es Kunststofffenster. Von Weru. Der Fensterrahmen ist aus grünem Kunststoff, in der gleichen Farbe wie das Fachwerk. Die Flügel sind in weiß, damit erreiche ich das ich wieder die Orginal Aufteilung habe und ein schlankes Profil, auch bei großen Scheiben. Die Sprossen sind zum Teil Fensterteilend und zum Teil, wie bei Holzfenstern heute auch, in der Scheibe liegend. Dadurch kanst du mit der Sprossenbreite varieren .
Gruß Jürgen



Würdet Ihr mir davon abraten? - JA !



Neben der Geschmacksfrage und eventuellen monetären Gründen gibt es schon noch ein paar Einwände gegen Kunststofffenster.

Z.B. schreibst Du ja von einem Fachwerkhaus. Wenn Du die relativ schwach isolierenden 70er Fenster gegen neue, dichte Kusntstofffenster austauschst, dann verlagerst Du den Kondensatausfall in die Wand. Vor dem Fensteraustausch müsstest Du erst mal die Wand auf das Niveau der zukünftigen Fenster bringen.

Mehr Gründe findest Du unter: http://www.proholzfenster.de/fileadmin/argumente2009/elkat/index.php

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Hallo Frank
Das mit dem Kondensatausfall sollte aber für moderne Holzfenster genauso gelten.
Egal welche Fenster sollte man es mit der Dämmung nicht übertreiben wenn man an den Wänden selbst nichts ändert oder sehe ich das falsch?
Gruß
Hartmut
Der nichts gegen Holzfenster hat :)



Fenster



Ich hab auch nix gegen Holzfenster. Ich will meine Zeit oder mein Geld nur nicht dafür ausgeben.

An sonsten sehe ich das ähnlich.
Das klingt für mich als wenn du die Fenster austauschen sollst, gegen neue mit schlechter Isolierung, damit dann das Wasser an ihnen kondensieren kann, und über die Holzrahmen auf die Fensterbank läuft, und ja nicht in die Wand. Na toll.
Dann sparst du zwar keine Heizkosten, hast aber schöne neue Fenster und einen neuen Vollzeit Job, mit dem Wischlappen von einem Fenster zu nächsten.

Gruß Jürgen



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sind interessant und werden wohl nie enden.
PVC-Fenster sind in der Regel luftdichter alsd Holzfenster, da die meisten PVC-Fenster zwei Dichtebenen haben. Das mit dem Kondensatausfall hat was. Früher wußte die Hausfrau auch ohne grundlegende Physikausbildung (manchmal hat man den Eindruck, manch Fragender hat auch nicht immer in der Schule aufgepasst), daß man Lüften muß wenn die Scheibe innen anläuft. Und Kastenfenster hatten eine Wasserrinne "Schweisswasserrinne" (mit Ablauf nach außen?). Da die Scheiben heute nicht mehr anlaufen - bei K-Werten von 1,0 usw.- kann es durchaus sein, daß an der Wand sich Kondensat bildet, zumal dort vielleicht der Schrsnk dasvor steht und die Luft nicht zirkuliert. Dadurch sinkt die Oberflächentemp. noch mehr ab. Oder neue Häuser, wo aus Kostengründen der Anschlag weggelassen wird. Dort ist die Wand effektiv 6 cm stark + Putz - da muß es ja Kondensat geben. So kommt es bei gleichzeit weniger Lüftung wegen dichter Fenster und Heizkostenrechnungsangst zwangsläufig zu Schimmel in vielen Wohnungen.
Und zum Streichen von Holzfenster - Wir haben unsere Fenster seit 15 Jahren drin und kein einziges Mal gestrichen. Nur 2x im Jahr tragen wir Autowachs (hier von Amway, weil ich von dem wußte) auf. Aber auh die unbehandelten Fenster in der Scheune sind i.o. Allerdings hat da die Holzart eine wichtige Rolle. Kieferfenster haben mit Farblassuren mehr Probleme als Meranti.
Meine Frau als putzende Hausfrau hasst aber die schwarzen Dichtungen, die bei den meisten PVC-Fenster verwendet werden. (Pechanteile). Aber da Jürgen ja ohnehin nicht putzt...

Und innenliegnde Sprossen sind nicht die Lösung, da gerade bei seitlichen Ansichten durch die Spiegelung keine mehr zu sehn ist. Dafür hat man aber eine Kältebrücke in der Scheibe, wo man das Kondensat wieder sieht.
Bei meinen Bauvorhaben habe ich im Bedarfsfall Sprossen auf die Scheibe Kleben lassen. Ist ebenso preiswert, weil die Scheibe nicht geteilt ist und die Srosse kann schmaler gehalten werden. Abgefallen ist mal eine vom PVC-Fenster nach 10 Jahren - wurde halt ersetzt.