Alte oder neue Fenster ??

28.07.2010



Hallo,

wir sind Fachwerk-Neulinge und haben einige Fragen, die eventuell für Profis "dumm" klingen. Ich hoffe, dass ihr uns trotzdem weiterhelfen könnt :-)

Unser Häuschen wird als Ferienhaus genutzt und nur Stück für Stück restauriert.
Seit wir das Haus besitzen, haben wir ein Bad eingebaut und Wasser gelegt. Bisher ist das Haus (Lehmbaufachwerk) noch in keiner Weise isoliert und wurde bisher auch nicht beheizt, ausser wenn wir anwesend waren.

Im letzten Winter war es so extrem kalt, dass wir einen Wasserschaden zu verzeichnen hatten.
Nun haben wir uns entschieden mit Strom zu heizen. Wir wissen, dass dies der teuerste Weg ist das Haus zu beheizen, hatten aber unsere Gründe für diese Wahl.
Wenn wir das Haus bewohnen, heizen wir mit Kamin und Gas. Die Stromheizung ist also nur in Betrieb um einen Frostschaden zu vermeiden.

Jetzt zu unserer Frage:
Das Haus war jetzt seit mindestens 10 Jahren unbeheizt und ist trocken und schimmelfrei. *fasziniert mich immer noch*

Wir haben noch die alten Holzfenster drin und fragen uns nun was passiert wenn wir heizen? Denn beim heizen sammelt sich ja immer Schwitzwasser an den alten Fenstern. Da wir aber nicht da sind und somit das Schwitzwasser nicht jeden Tag abwischen können, hat mein Mann nun Angst, dass diese Feuchtigkeit ein Problem werden könnte.
Also dachte er über neue Fenster nach.
Dann hat aber eine Architektin (flüchtige Bekannte) uns gesagt, dass man bei Erhaltung eines Lehmbaufachwerkhauses die alten Fenster Aufarbeiten sollte aber unbedingt erhalten, da sich dieses Schwitzwasser sonst nicht mehr an den Fenstern sondern irgendwo anders, z.Bsp. an den Wänden, absetzt und somit Schäden verursachen könnte.
Klingt zwar logisch für mich, aber trotzdem wissen wir jetzt gar nicht was wir machen sollen?

Was für Erfahrungen habt ihr?

Vielen Dank und Grüße
Erika





Wenn Sie die Wasser-Hausinstallation geschickt einrichten, können Sie bei Abreise mit wenig Aufwand die Leitungen entleeren und brauchen gar nicht zu heizen.
Die Leitungen sollten so verlegt werden, dass sie alle mit einem einzigen Entleerungshahn problemlos vollständig leerlaufen, also keine Säcke oder Gegensteigungen.
Bei Siphons kann man sich mit Salzwasser helfen.
Kein Boiler (hohe Bereitstellungsverluste!), sondern einen Durchlauferhitzer einbauen.

Wenn die Fenster besser dämmen als die Wände, wird der Taupunkt eben an der Wand zuerst unterschritten und das Wasser kondensiert dort, wo es mehr Schaden anrichtet als innen an den Fensterscheiben.
Also entweder richtig und alles dämmen oder gar nicht und dann auch die alten Fenster lassen.
Bei intensiver Nutzung (-> viel Feuchtigkeitseintrag) sind immer auch die Aussenwände kritisch, wegen Schimmelbefall. Nach Möglichkeit keine Möbel an Aussenwände stellen, schon gar nicht in die Ecken.
Die Feuchtigkeit wird durch die Bewohner und deren Aktivitäten (atmen, kochen, duschen usw.) eingetragen, nicht durch das Heizen.