schmalste Stegausführung für neue zweiflüglige Holzfenster gesucht




Hallo
Ich konnte mich im Vorfeld mit der unteren Denkmalschutzbehörde soweit einigen, dass die Art und Form der auszutauschenden Fenster feststeht.
Es werden Eichenholzfenster mit Zweifachverglasung, drei horizontal aufgesetzte Wiener Sprossen mit Alusteg im Glaszwischenraum sowie ein Wetterschutzschenkel als unterer Fensterflügelabschluß verbaut. Der Holzrahmen wird transparent (mit minimalen Pikmentzusätzen) lasiert.

Nun zum Kernproblem des Themas:
Der Steg als vertikale Teilung soll so schmal wie irgendwie möglich sein.
In div. Anfragen bei Schreinern konnten diese nur auf Standardrahmenprofile verweisen, die eine Gesamtbreite von ca.116mm haben.
Mir (wegen verengtem Lichtdurchgang) und dem Denkmalschutzamt (wegen starker Abweichung zum original) ist das aber zu breit.
Angeblich geht weniger nicht, da sonst die Tragfähigkeit der Rahmen aufgrund der Zweifachverglasung zu arg in Mitleidenschaft gezogen wird.
Die Rohbaumasse betragen (ca.) 885mm Breite und 1500mm Höhe.

Kann mir da jemand nen Tipp oder vielleicht auch mal ne Skizze, in der eine Stegbreite unter 115mm erreicht wird zukommen lassen? Adressen von Herstellern würden mir auch sehr hilfreich sein, da ich aus Kostengründen gerne die Fenster ausschreiben möchte.
Ich hatte bereits ein paar Detailschnitte von Rahmen gezeichnet, die aber nicht unbedingt praktischer Richtlienen entsprechen und kaum baubar sind.
Als letzte Version habe ich eine Ausführung wie im Bild dem Amt vorgelegt. Dies ist sozusagen ein Ergebnis aus mehreren Vorlagen von Standardrahmen. Ob das herzustellen geht weis ich nicht und bin gespannt auf ein paar Antworten.
Viele Grüße



Bei einer Fenstergröße von 3 x 5 Fuss muss ein historisch getreues Fenster -



Hallo Herr Dieckmann


- einen Kämpfer und 2 Oberlichtflügel - wenigstens aber
einen Oberlichtkippflügel mit einer senkrechten Sprosse haben ! - Das Fenster auf dem Foto hat eine Außenbekleidung - Nur bei Einbau im Fachwerk nötig.
- Grüße aus Nordsachsen, Andreas Milling.



Fenster



Meister Milling



gibts die Beschriftung gratis dazu?

*sfg*



Andreas



NEIN ! --



-- kostet EXTRA !





Hallo Herr Milling
Danke für die Bilder! Sieht alles sehr schön und praktisch aus.
Ich habe auf der Südseite des Hauses ein noch original erhaltenes Fenster gefunden und fotografiert. Diese Art ist auch bei fast allen Häuser im Dorf wiederzufinden. Hatte mich auch erst gewundert, aber die Pfälzer hatten da anscheinend anders gedacht =)
Natürlich nur bei denen, die den originalen Typus beibehalten haben.
Da das Gebiet erst seit 2007 unter Denkmalschutz steht, ist davor bei einigen Häusern einiges an optischer Vergewaltigung passiert. Der Vorgänger von meinem Hof, hat z.B. sehr elegante Kunstofffenster ohne schnik und schnak eingebaut. Aber das soll nun ja wieder rückgängig gemacht werden.
Viele Grüße



Direkt in Ihrer Nähe ---



-- in Insheim, können Sie sich unsere Verbundfenster
anschauen und " befühlen ".
Falls Sie möchten, stelle ich gerne den entsprechenden
Kontakt her. - Mit schönen Grüßen aus Nordsachsen, A. Milling



Stegbreite 110 mm...



...Holzart Eiche, lasiert, nach außen öffnend. Isoverglasung mit schwarzen Alustegen! Bei den beiden Fenstern Abmaße von ca. 880 mm x 1400 mm.

Die Stabilität wurde durch entsprechende "Tiefe" erreicht. Die Fenster sind also relativ "dick", aber auch schön, wie ich finde, und seit 6 Jahren keine Probleme.

Aber halt dich an den Milling. der macht das schon ,-)

@Andreas: "Muß" ein historisch getreues Fenster mit den Abmaßen wirklich diese Dinge aufweisen? Regionale Gegebenheiten könnten da durchaus eine Rolle spielen. Je nach Region, auch sehr kleinräumig, wurden doch durchaus andere Fenstertypen verwendet. Oder?

Grüße
Martin



Nun, @ Martin, --



-- 1500 mm Fensterhöhe sind schon gewaltig für ein
2-flügliges Fenster ohne Oberlichtflügel. Für meinen Teil halte ich es aus Erfahrung heraus für unwahrscheinlich,
daß zu der Entstehungszeit des besagten Winzerhofes ( 1822 )
Fenster ohne Oberlichtflügel hergestellt wurden und konnten. Schon alleine die Formate der Glasscheiben waren
bei der Herstellung des Glases sehr begrenzt - weil mundgeblasen. - und sehr teuer ( umso größer )-
Inzwischen hat Pfalzgraf ein Foto von dem ältesten noch erhaltenen Fenster eingestellt.- Dieses Fenster ist aber garantiert "erst" 110 Jahre alt. Weil : Espagnolettenverschlüsse und eingekittete Fensterscheiben
gab es 1822 noch nicht. Seinerzeit wurden die Fensterflügel
durch einfache Vorreiber verschlossen. Weiterhin waren die Flügeleckverbindungen auch nicht verleimt sondern nur zusammengesteckt und mit einem Holznagel gesichert.
Die Scheiben wurden beim Zusammenbau der Flügel in die genuteten Flügelhözer mit einer Stopfdichtung aus Binsengras oder Strohhalmen abgedichtet. - Danke für Deine
Empfehlung und beste Grüße aus Nordsachsen, - Andreas



Spezialist für schmale Profilbreiten für Denkmalschutzfenster



Hallo
unsere Tischlerei ist genau auf solche Fenster spezialisiert.
Unsere Stulpbreite (also Steg in der Mitte) misst nur 94mm!!!
die Kämpferhöhe beträgt nur 125mm!! Unsere Fenster sind zudem mit ce-Kennzeichen geprüft
Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot.
Sie können auch direkt auf unserer Internetseite www.tischlerei-zimmer.de weitere Informationen zu diesem Fenster (IV58Plus) einholen und uns direkt kontaktieren. Wir arbeiten bundesweit. Eine Schnittzeichnung können Sie bei uns direkt anfordern.
Viele Grüße
Tischlermeister Maik Zimmer



@ Maik Zimmer



Das klingt doch sehr spannend. Sind Sie diese Woche (außer Mo) 'mal nach 17 Uhr in Ihrer Werkstatt anzutreffen?

Grüße aus Dresden

Thomas



Denkmalschutzfenster



Hallo, wir sind täglich von 6.30 - 17.30.Uhr anzutreffen. Wir haben jede Menge Beispielfenster in unserer Ausstellung.
Viele Grüße Maik Zimmer