schwitzwasser

29.12.2005



Hallo,
vor 12 Jahren sind wir in eine Neubauwohung gezogen, die mit Isolierglasfenstern ausgestattet ist. Obwohl die Wohnung
längst ausgetrocknet ist, haben wir bei Minustemperaturen
immer noch sehr viel Schwitzwasser an den Fenstern. Egal ob
Nord oder Westseite. Nur an der Südseite ist es besser. Kann das an den Fenstern liegen?





Hallo,
haben Sie vollflächig am ganzen Fenster Wassertropfen, am Rahmen oder am Glas? Oder etwa nur am Glasrand?
Hierfür gibt es eine einfache Erklärung. Bei Isolierglasscheiben sind die Abstandshalter der beiden Scheiben meist aus Aluminium hergestellt. Dies stellt am Fenster eine Wärmebrücke dar und bei ausreichendem Temperaturunterschied kondensiert genau hier die Feuchtigkeit der Raumluft. Moderne Abstandshalter sind aus Kunststoffen um die WB ausreichend zu minimieren, ganzlich wegzaubern kann man diese trotzdem nicht.
Der Unterschied Nord zu Süd ergibt sich aus dem unterschiedlichen Sonneneintrag, d.h. Die Fenster im Süden sind durch die Sonneneinstrahlung einfach wärmer.

Zusätzlich werden auch Fenster älter bzw. die Scheiben. Diese sind u.a. mit einem Gas gefüllt welches irgendwann
über Undichtigkeiten im Randverbund austritt. Man rechnet m.W. mit einer Lebensdauer von ca. 20 Jahren.

Grüße
R.J.



Es ist einfach mal zu feucht bei Ihnen!



Voraussetzung für den Anfall von Kondenswasser sind einerseits ein möglichst hoher Temperaturunterschied und anderseits muß eben auch die Luftfeuchtigkeit möglichst nahe am Sättigungspunkt liegen!

Der Stand der Technik schreibt Luftdichtheit vor, die Verwendung von Luftheizungen ist nur bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit zu ertragen!

So kommt es dann an Stellen an denen die Temperatur ein wenig niedriger ist zu Kondenswasseranfall. Diese Stellen sind nicht nur die Fenster, sondern auch der Laibungs- und Sturzbereich der Fenster und auch die Zimmerecken vornehmlich an den Außenwänden.
Überall dort, wo viel kühle Außenfläche mit wenig warmer Luft in Berührung kommt.
An den Fenstern können Sie das Wasser wegwischen. In den Zimmerecken reichert sich das Wasser in den Wänden an, die dann noch besser die Wärme nach außen leiten, also noch kälter werden und mit etwas Glück auch Schimmel ansetzen!

Wie kann man Abhilfe schaffen?

1. Sorgen Sie für Luftwechsel
Schließen sie Ihre Fenster nicht ganz oder schneiden Sie ein Stück von den Fenstergummis weg! Nicht viel, außen oben 5 cm und innen unten 5 cm. Auch nicht alle Fenster! Ziehen sollte es auch nicht!
Der Feuchtigkeit werden Sie so schon Herr!
Soll es dann noch angenehm werden, können Sie noch mehr tun!

2. Strahlungswärmeklima schaffen!
Gehört Ihnen die Wohnung ist das kein Problem, dann installieren Sie raumweise Heizleisten statt der bisherigen Radiatoren! Gehört die Wohnung Ihnen nicht, versuchen Sie mit Ihrem Vermieter zu reden!
Ist dem seine eigene Bausubstanz egal, können Sie trotzdem Abhilfe schaffen. Wir bieten kleine direkt elektrisch beheizte Einheiten (zu neudeutsch "units") an.
Mit denen können sie an besonders gefährdeten Stellen bzw. im Wohlfühlbereich Ihrer Wohnung punktuell Abhilfe schaffen!


Mit den besten Grüßen von der Ostsee

Der Ingo

Foto:
200 Jahre alt, noch nie mit Edelgas gefüllt, nicht dicht und trotzdem nie beschlagen!
Beide Maßnahmen, Absenkung der Luftfeuchte durch offene Bauweise und Strahlungswärme durch radiatherm-Heizleisten (zu sehen unter dem Fenster) führen dazu, daß an diesem wie auch an allen anderen Fenstern im Haus nie Kondeswasser steht!