Fensterfarbe

21.07.2010



Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei die Farbe der Holz-Fenster auszusuchen. Hier hatte ich mir die Farbe grau ausgesucht.

Frage: Warum sehe ich überall fast nur weiße Fenster in FWH und nicht unbedingt farbige Fenster?

Neben der Fensterfarbe sind auch die Fensterlaibungen nicht zu vergessen. Nun die 2. Frage: Ist es sinnvoll die Fenster dunkler als die Laibungen zu machen. Man sieht ja überlall weiße (helle) Fenster und farbige (dunklere Laibungen)? Was wäre denn wenn ich es umgekehrt machen würde (helle Laibungen und dunklere Fenster)?

Welcher Effekt habe ich dann erreicht? Ich weiß manches ist Geschmacksache, aber auch so etwas will durchdacht sein.
Meine Idee war auch graue Fenster und weiße Laibungen zu machen. Das wurde mir nicht unbedingt geraten.

Welchen Tipp geben mir die Fachleute des Forums?

Danke für die Antworten

Beste Grüße
Markus



Fenster und Leinöl



Hallo

Bei den Farben würde ich bei den Klassikern bleiben:
entweder - Holz natur
oder - weiß
evtl. - grau

Bei den Anstrichsystemen würd ich Leinölfarben nehmen.

www.leinölpro.de

FK





Hallo,

bei der Farbgebung der Laibung sollten Sie darauf achten, das diese wenn zu dunkel auch erheblich an einfallendem Licht schlucken können.


Grüße aus Schönebeck



Moin Markus,



je heller die Farbe desto mehr Licht wird reflektiert = der Lack heizt sich im Sommer nicht so auf und ist weniger Spannungen ausgesetzt = der Anstrich hält länger.

Was die Gestaltung angeht, würde ich mich mal in deiner Umgebung umgucken und falls dir das nicht gefällt, mich wenigstens daran "anlehnen".

Mit nem Foto könnte man mehr sagen...

Gruss, Boris



Klassiker?



Holz natur war im Fensterbereich nie ein Klassiker. Das ist mehr so eine spinnerte Neuzeitidee aus der Schule des "Hin zum Allerursprünglichsten".

Weiß hat die beschriebenen technischen Vorteile, traditionell finden sich aber auch andere Befunde, neben weiß und grau auch braun, grün... Das ist aber lediglich eine gestalterische Frage, wichtiger ist aber das Material. Im Außenbereich würde ich eine schichtbildende Ölfarbe oder Lasur den pigmentierten Ölen von Leinölpro vorziehen.

Grüße

Thomas



These



bitte belegen:

Holz natur war im Fensterbereich nie ein Klassiker

Danke

FK



Ds ist keine These,



sondern die Wiedergabe dessen, was jeder Denkmalpfleger vor Ort beobachten kann.

Es ist schon erstaunlich, daß hier der traditionell übliche Schutz von Außenfenstern und -türen mit Ölfarben begründet werden soll. Alte Rezeptbücher (einige davon auch in meinem Besitz) widmen sich dem Thema umfangreich. Daß der Schutz mit schichtbildenden, halbwegs dampfoffenen Farben die Lebensdauer bewitterter Bauteile verlängert, sollte unstrittig sein.

Vielmehr würde mich interessieren, wo belegt ist, daß Außenfenster NICHT behandelt wurden. Auch wenn ein Anstrich vollständig abgewittert scheint, lassen sich Pigmente noch gut nachweisen.

Grüße

Thomas



Wenn es für Sie "unstrittig" ist



… wird es doch für Sie ein leichtes sein, diese Ihre These zu belegen.

Sie schrieben von "nie"!
Also hätte ich's gerne lückenlos bis zum ersten nachgewiesenen Holzfenster.

Herzlichen Dank

FK

P.S.
Mich interessieren historische Fakten!



Da Sie...



...der deutschen Sprache hinreichend fähig sind, Herr Kurz, nutzen Sie bitte Ihre Fähigkeiten. Ich habe nicht geschrieben, daß nie ein Fenster unbehandelt blieb. Das wäre nicht beweisbar, und sicherlich gab es auch schon 'mal im einfachsten Segment ein paar zusammengepfuschte Latten mit einer Schweinsblase dazwischen, die nicht behandelt wurden. Das war dann auch viel eher im Ofen.

Ich schrieb, daß es nie ein Klassiker war, bewitterte Bauelemente unbehandelt zu lassen. Das heißt, daß in Größenordnungen Fenster oder Türen nicht behandelt worden wären. Kein Restaurator würde Ihre Behauptung unterschreiben, und wenn Sie hier mit ungewöhnlichen, wenn nicht gar obskuren Thesen ankommen, sollten Sie den Nachweis führen, daß zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Region viele Fenster (bzw. Türen) im bewitterten Bereich NICHT mit Anstrichen geschützt wurden. Das sollte mich, besonders unter mitteleuropäischen Bedingungen, schon etwas überraschen.

Sehr gespannt

Thomas





Mir scheint, hier wird wieder mal absichtlich an den Inhalten anderer vorbeigeredet.

Mir fallen auf Anhieb so einige Kirchen- und Domtüren ein deren aufgetragene Farbe (Holz Natur) nur den Sinn hat das Holz zu schützen und nicht die Optik zu ändern.

Grüße aus Schönebeck



Wer redet sich raus?



oder um Kopf und Kragen?

Sie schreiben: "Ich schrieb, daß es nie ein Klassiker war, bewitterte Bauelemente unbehandelt zu lassen."

Was ist für Sie: "Bauelement"?

Wohl auch: eine Schindel? ein Verschalungsbrett? Fachwerkbalken? Blockbohlen? Stämme + Balken?

Aber das ist dann auch wieder nicht das was Sie meinten, gell?

Mich freut Ihre "Ausschliesslichkeit" mit dem NIE oder dem "unstrittig".

Bleiben Sie locker und gehen in die Alpen und finden evtl. dort Bauelemente, die schon seit Jahrhunderten ohne mit: ich zitiere: "schichtbildenden, halbwegs dampfoffenen Farben" behandelt worden sind.

in diesem Sinne oder Un-Sinne

FK



Herr Kurz,



es ging hier um Fenster (sinngemäß auch um Türen). In diesem Sinne habe ich "Bauelemente" gemeint. Damit Sie nicht verwirrt werden, könnte ich zukünftig die Abkürzung "BewFuT" für bewitterte Fenster und Türen benutzen, recht so?

Ihre Eingangs"these" war die Behauptung :

"Bei den Farben würde ich bei den Klassikern bleiben:
entweder - Holz natur..."

Sie bleiben, trotz Ihrer scheinbar unglaublichen Erfahrung, jeglichen Beweis schuldig, daß sowas im nennenswerten Umfang vorkam. Ich widersprach ganz einfach Ihrer Behauptung "Natur" wäre im Fensterbereich "klassisch" (d.h. verbreitet) gewesen, und würde mich nach wie vor über einen Beweis Ihrer Behauptung freuen. Sie sind ja ein wenig näher an den Alpen dran. Selbst wenn Sie jetzt eine Almhütte anbringen, wo nicht nur jetzt nichts auf den Fenstern ist, sondern auch lt. Befund nie was war, bliebe zu klären:

Hatten die da trotz bessenen Wissens einfach nix (mancher hat das Öl lieber zum Braten genommen). Wie lange hält das dann? Hält unbehandeltes Holz (hier denke ich eher an eine Verbretterung als an Fenster) im höheren Alpenraum vielleicht einfach deshalb länger, weil da ein anderes Klima als im Taunus oder vor Kurzens Haustür herrscht?

Sie sind hier als erster mit einer Behauptung aufgetreten, als bringen Sie doch ganz einfach den Nachweis.

@ Oliver Struve

Eine in den 60ern mit Bootslack vollgepinselte Kirchentür passt hier ebensowenig 'rein wie eine später überarbeitete, nun holzsichtige Tür. Ziemlich oft war die z.B. 200 Jahre früher ochsenblutfarbig.

Ach ja, "aufgetragene Farbe" oder "Holz Natur". Beides gleichzeitig geht nicht.

Grüße

Thomas





>>""aufgetragene Farbe" oder "Holz Natur". Beides gleichzeitig geht nicht."<<

genau das meinte ich lieber Herr Böhme.
Sie reden um des reden willens an den Inhalten vorbei.

Grüße an die Lehrerschaft


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Eine Farbe,



lieber Herr Struve, hat halt Pigmente. Da ist dann der "Farb" ton "Natur" nicht mehr drin. Das hat einfach was mit begrifflicher Klarheit zu tun.

Bunte Grüße

Thomas





Da gebe ich doch mal bunte (auch natürliche) Grüße zurück.

PS.
War der Urlaub nicht so gut??

[pubimg 22545]



Pigmentlos behandelte , maßhaltige Bauelemente werden sehr schnell schlimme Pflegefälle



- Weissmacherei -- - Weissmacherei --
--- Die beste Fensterfarbe ist weiß --- und zwar Deckend weiß ! -- Reflektierend nach außen ( die liebe Sonne kann dadurch dem Holz fast keinen Schaden zufügen )--- Reflektierend auch im Innenraum - Helle Wände reflektieren das Sonnenlicht zurück auf die Innenseiten der weißen Fenster -- und so weiter ! ---



Komische Frage!



Natürlich gab's Spaß, Spannung und wirklich fetzige Sachen am Stück, und 14 Tage Sonne. Wozu fahre ich sonst in den Urlaub?

Grüße

Thomas





Hätte ja sein können,

ich hätte mir in den letzten Wochen allerdings auch gut vorstellen können der Sonne zu entkommen.


Der Meister Milling hat natürlich recht, man kann aber auch Pigmente wählen die die Holzoptik nicht wesentlich verändern und trotzdem die UV Strahlen ganz gut reflektieren.
Und das ist keine neue Erfindung.


Grüße aus Schönebeck