3-Fach verglaste Fenster bei ungedämmtem Haus sinnvoll???

01.08.2010


Im Verlauf der Renovierung möchte ich alle Fenster austauschen.
Da der Aufpreis für eine 3-Fach Verglasung mit U-Wert 0,7 Gegenüber 2 Fach Verglasung mit U-Wert 1,1, Verhältnismäßig gering ist, denke ich über 3-Fach Verglasung als Ersatz nach.

Nun habe ich gehört das die Fenster immer der kälteste Teil einer Wand sein sollten da es sonst Probleme mit Schimmel geben kann.

Stimmt das?

U-Wert der Wand wird irgendwo bei 2,5 liegen (Sandsteinmauer 55cm). Da ist der Unterschied zu 0,7 schon sehr deutlich.

Muss man dann eigentlich noch bei den neuen Fenstern die Heizkörper unter den Fenstern anordnen?
Der Sinn dabei war ja das der am Fenster abkühlenden Luft der warme Luftstrom der Heizung entgegenwirkt, das würde ja bei den gut isolierenden neuen Fenstern entfallen (egal ob 2-Fach oder 3-Fach Glas).



nein



... es ist nicht sinnvoll, die Fenster auszutauschen, wenn an den Wänden nichts gemacht wird. Gerade Sandstein wird und bleibt schnell feucht (natürlich sollte nach einer Sanierung eher die Dreifachverglasung drin sein..). Heizkörper gehören grundsätzlich nicht unter die Fenster. Und wenn schon saniert wird, sollten Sie über eine Wandflächenheizung nachdenken.





...stimmt alles. Nur wissen wir ja nicht, wie Ihre alten Fenster aussehen. Die Alternative zu einem Kartoffelsack will ja niemand in der Wand hängen haben.

Erst die Wände dann die Fenster bleibt aber gültig.

Grüße



Moin,



3-Fach-Verglasung macht ausserdem deutlich "grauer", hinzu kommt, dass die Glasfläche durch die breiteren Rahmen ohnehin abnimmt. Vorher unbedingt mal durch beide Gläser gucken und vergleichen.

Ich halte allerdings den sauberen Anschluss an der Wand für entscheidender.

Näheres findest du auch hier:

http://www.khries.de/index.php?option=com_content&view=article&id=65&Itemid=73

Gruss, Boris



Sandsteinmauer und 3-fach-verglaste Fenster....



... dann bleibt da mit Sicherheit mehr Feuchte in der Mauer hängen.

Wenn die Heizung eh neu geplant wird, dann würde ich auf viel Strahlungswärme im Sockelbereich an der Außenmauer achten.

Gibt es außer den technischen Bedenken noch Sinn für Optik und verhältnismäßigen Materialeinsatz? - Hoffe doch, dass es wenigstens keine Kunststofffenster sind.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



3-fach Verglasung auf jeden Fall



Ich würde nichts anderes wie eine 3-fach Verglasung einsetzen, egal ob bei Neu oder Umbau, die Frage ist doch hier nicht der Schimmel, sondern der Wärmeverlust mit 2-fach Verglasung! Nach der EnEv wird 2012 sowieso das 3-fach Glas zum Standard. Wir haben selbst auch unsere Fenster getauscht und keine Außendämmung angebracht und der Unterschied ist EXTREM! Man benötigt viel weniger Heizkosten!
Und zu dem Kommentar, bei 3-fach Verglasung sind die Rahmen breiter..das stimmt nicht, es gibt Hersteller welche sehr viel Wert auf schmale Ansichten nehmen wie z.b. www.finstral.de dies sind keine "billigen" kunststofffenster sondern sehr hochwertige, die haben auch viele Vorteile gegenüber z.b. Weru oder Schüco, die kann man garnicht miteinander vergleichen, wirklich klasse diese Fenster!
Und bei einer 3-fach Verglasung werden natürlich die Gläser schwerer, aber es gibt doch das ift Rosenheim, hier müssen alle Fenster geprüft werden und hier wird auch die Belastbarkeit der Beschläge geprüft!

Eindeutig: nur noch 3-fach Verglasung bei Umbau oder Neubau einsetzen, nicht ohne Stahl, immer nur MIT Stahl, wegen der Stabilität, aber man spart eindeutig mehr heizkosten, die Wärme haut nicht nach außen ab, die kälte kommt nicht nach innen rein!



Schimmel bei 3-fach Glas QUATSCH



Zudem bezüglich Schlimmel..man muss natürlich immer GUT Lüften bei 3-fach Verglasung, aber wenn bis jetzt kein Schimmel da ist, dann kommt auch keiner!

Und die Montage nach RAL ist auch sehr wichtig, nicht mehr mit normalem PU-Schaum, dieser ist nicht dicht genug!

Man sollte sich mal von einem Energieberater oder Architekten beraten lassen! Hier gibt es zwar auch verschiedene Meinungen aber die meisten stimmen für 3-fach Glas!



Da...



...ist ein Argument drin, das sich für bestimmte Anwedungen als Ausschlußkriterium entpuppt:

"....Und die Montage nach RAL ist auch sehr wichtig, nicht mehr mit normalem PU-Schaum, dieser ist nicht dicht genug!
..."
Wenn der Pu-Schaum für ein FW-Haus (FACHWERK.de) schon ungeeignet ist, was ist dann die noch dichtere Alternative?

Hattest Du vorher 2-fach verglaste Fenster mit U=1,1 drin, so dass Du den Vergleich bzgl. der Heizkosten auch anhand von Zahlen belegen kannst? wirtschaftlich sinnvoll wird es doch nur, wenn die Mehrkosten der 3-fach Verglasung über die ausschließlich darüber eingesparten Heizkosten in einem angem. Zeitraum wieder reinkommen.

Wenn in einem Hoch wärmedämmenden Bauteil STAHL verbaut werden muss (ich meine nicht die Beschläge) ist das schon ein bisschen paradox, oder?

"...aber wenn bis jetzt kein Schimmel da ist, dann kommt auch keiner!.." --> Das wage ich zu bezweifeln.

Wenn ich aufgrund der 3-fach Verglasung mehr Lüften muss, Lüfte ich dann nicht auch Heizenergie nach draußen?

Gruß
Michael



0,7 U-wert mit Dreifachverglasung im ungedämmten Haus



"... man muss natürlich immer GUT LÜFTEN bei 3-fach Verglasung..."

Hallo Nadine,

Lieber eine 2-fach-Verglasung oder eine Altverglasung und regelmäßig stoßlüften, als eine 3-fach-Verglasung und "immer GUT LÜFTEN".

Das Verhältnis zwischen Wand und Fenster halte ich in dem genannten Fall für nicht sinnvoll. Selbst die 2-fach-Fenster mit 1.1.-er Verglasung würde ich noch hinterfragen:

Frage an Schubdüse:
Bei 55er Sandsteinmauern - was für ein Haus hast Du da und wie sind die alten Fenster jetzt beschaffen?

Wenn Du solche neuen Fenster einbauen willst, dann braucht es ein Gesamtkonzept für die komplette Außenhülle.

Du schreibst über einen "Im Verlauf der Renovierung" - der richtige Verlauf wäre, dass Du Dich erst um die Wände kümmerst und dann um die Fenster.

Was die Heizung angeht würde ich konsequent die Außenmauern mit Wärme versorgen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Zuerst die Fenster



Wenn die Fenster zuerst eingesetzt werden und diese fachgerecht an die Außenkante gesetzt werden. So kann man später das eventuelle WDVS bis auf den Fensterrahmen anbringen.
das spart zum einen das bearbeiten der Fensterlaibungen und die Laibungen werden nicht so tief




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