Altsächsiches Haus - Details - Fenster

26.07.2004



Das was nun erledigt werden muss sind die Fenster, sowie eine Eingangstür zur Strassenseite. Es müssen keine Flügelfenster sein.
Material der Rahmen: Fichtenholz.
Lakierung des Holzes mit Leinöl. Dadurch bleibt die natürliche Oberfläche erhalten.

Ich denke an verspiegelte Glasscheiben (Brauntönung von innen), dadurch gibt es Sichtschutz von aussen und die Wärmestrahlung der Sonne wird etwas herausgefiltert. Desweiteren erhält das Gebäude dadurch eine nette Mischung alt/modern.

Über das Design der Fenster/Tür diskutieren wir hier noch. Angedacht ist eine Teilung des Fensters durch ein Mittelkreuz mit einem Holzrahmen.

Jetzt aber die Frage: Wie befestigt man die Fenster in der Mauer? Zement möchte ich nicht verwenden. Also Lehm. Wie sieht es aus mit den Konstruktionsdetails? Erst einen schmalen Rahmen mittig im Mauerwerk mit Lehm festmörteln, und darauf dann das eigentliche Fenster schrauben?
Machen die Fugen zwischen Mauer (Lehm) und Holzrahmen Probleme, bzgl. eindringender Nässe (Regen)?
Oder sollte der Holzrahmen die Mauer aussen überlappen oder bündig mit dieser abschliessen...?

Wenn man die alten Fenster raushaut erwartet einem vermutlich ein Mauerwerk wie die zerstörte Gebäudeecke auf dem Foto.

Die Wandstärke der Aussenmauer ist ca. 50cm.

Viele Grüsse aus Siebenbürgen
Wolf



Zerstörte Gebäudeecke - Detail





Fenster und Tür - Detail



die linke Seite des Gebäudes



Das Gesicht des Hauses



....besteht aus der Fassade und den Fenstern. Und zwar genauso, wie sie im ursprünglichen Entwurf vorhanden waren.
Alles andere wäre eine schwere Verunstaltung. Wieso wollen Sie die Fenster eigentlich austauschen ? Ich habe sehr den Eindruck, weil sie alt sind und nicht dem entsprechen, was man sich gemeinhin (und in den aufstrebenden Ländern Osturopas insbesondere) unter modernen Baumaterialien vorstellt. Diese Fenster sind aber schön und ausgesprochen gut gestaltet, sie machen außerdem einen handwerklich ordentlichen Eindruck, auch was den Anschluß ans Mauerwerk angeht.
Mein Vorschlag deshalb:
Sie sparen viel Geld für sinnvollere Arbeiten, arbeiten die alten Fenster auf (Neuanstrich, Verkitten der Verglasung) und können, wenn es denn sein muß und die Fenster zugig sein sollten, innen ein einfach verglastes billiges Fenster davorsetzen. Sie haben dann praktisch ein Kastenfenster mit unübertreffbaren Wärme- und Schallschutzeigenschaften, begünstigt durch die große Wandstärke von 50 cm..
Die Colortönung an Fenstern ist etwas grauenhaftes, das macht man nur noch für Bürogebäude in der Wüste, weil andernfalls die Klimaanlage den Geist aufgeben würde.
In Siebenbügen gibt es meines Wissens aber Bäume, und der Fensteranteil ist auch noch akzeptabel.
Also: Hände weg von modernistischem Schnickschnack. Im Zweifel zerstört man damit nur ein altes Haus.



@Dietmar



Wir haben natürlich überlegt die alten Fenster und die Tür drinzulassen. Schon um Kosten zu sparen. Ich bin aber zu wenig Fachmann um beurteilen zu können was man da machen muss...

Die alte Lackierung muss ab. Eine Heissluftpistole findet sich hier aber nicht. Und mit Chemie... ich weiss nicht.

Teilweise ist doch manches kaputt und verzogen es müsste geschliffen und ausgebessert werden. Die Türen und Fenster klemmen. Die kleinen Fenster sind Kastenfenster.

Ich mache am besten mal ein paar Detailaufnahmen von den Fenstern und der Tür.

Danke für die Anregung!



Schäden im Detail



Das sind nur einige Impressionen die ich hier jetzt in einer Serie dranhänge. So wie auf diesen Bildern sieht es überall aus.
Das Holz ist teilweise schon ziemlich marode. Ich denke eine Reparatur/Restauration ist aufwendiger als alles neu zu machen.
Ein kompletter Satz von vier neuen Fenstern und einer neuen Tür, doppelverglast, würde etwa 500-600 Euro kosten. Billiger käme auch eine Reparatur nicht, wahrscheinlich eher im Gegenteil.
Es bleibt also bei der ursprünglichen Fragestellung: Wie packt man den Fensteraustausch am sinnvollsten an und wie sieht die Fensterkonstruktion aus wenn man von einer Montage auf Lehm ausgeht?































alteTüren und Fenster aufarbeiten! Immer wieder!



Tach und guten,

die Arbeit, alte Fenster aufzuarbeiten,ist kein Kostenfaktor, wenn man es selber in Angriff nimmt! Die Zeit, bis ein Fenster oder eine Tür wieder im neuen Glanz erstrahlt, ist das eigendliche Manko! Hab unsere Fenster(Großes berliner Fenster) in Sisyphusarbeit wieder völlig aufgearbeitet! War ne Menge Zeit nötig, Wetterschenkel, Kämpfer und Nacken aufzuarbeiten bzw. zu ersetzen! Mit ner ,,Heissluftpistole" und Schleifpapier ist es nicht getan, Oberfräse, Hobel, Stemmeisen und vieles andere braucht man schon!Bin ja in der glücklichen Lage, eine Werkstatt mit allem drum und dran zur Verfügung zu haben, nicht nur für Abbund und Treppenbau! Handwerkliches Verständis(a bissl minimum) und Wissen wie Aufbau und Konstruktion der Fenster und Türen wären auch schon von Vorteil, um Sie im neuem Glanz erstrahlen zu lassen! Hab auch schon diversen Bauherren zu alten Fenstern verholfen! Über Historische Baustoffe bezogen, aufgearbeitet und freufreu bei der Bauherrenschaft!In deiner Region wird es natürlich ein bissl schwierig, sie bei alternativen Baustoffhändlern zu finden! Mal umschauen und umhören!
Gute Handwerker in deiner Region wird's ja auch noch geben! Oder?

schöne Grüsse vom
Zimmergesell Michael