Dachfenster

24.02.2005



Hallo,

erst mal besten Dank für die freundliche Aufnahme bei Fachwerk.de.
Wir werden im nächsten Monat zwei Etagen eines um ca 1582 gebauten Fachwerkshaus übernehmen und wollen die oberste Etage (Dachgesch.) ausbauen. Unser Vorgänger hat diese etwas zu "schwäbisch" gerichtet (ohne Dachfenster, einfach Gipskatonplatten an die Sparren, usw). Kann mir jemand eine Empfehlung geben was ich beim Ausbau des Dachgesch. und dem Einbau von 2 Dachfenstern beachten muß (rechtl. sowie bautechnisch)? Ich bin über jeden Tip dankbar!

MfG aus Bad Wimpfen
Oliver Krüger



Denkmal - Dachfenster



Hallo
Ich glaube die vom Denkmalamt werden da was dagegen haben!
Ich würde da mal nachfragen! Und Ausserdem würde ich keine Dachfenster einbauen, sondern eher Gauben! Die muß man auch absprechen!

FK aus Nürnberg



war



das dg bereits wohnraum? wenn nicht, brauchen sie eine Baugenehmigung wegen nutzungsänderung. im rahmen diese genehmigungsverfahrens werden die denkmalbehörden beigezogen - bei einem so alten haus sehe ich das ebenfalls kritisch.
falls das dg bereits als Wohnraum genutzt wurde - erkundigen sie sich, ob der vorbesitzer eine baugenehmigung besaß (genauso klingt ihre beschreibung nämlich nicht)- unwissenheit schützt vor strafe nicht.
suchen sie sich einen bauplanungsrechtlich erfahrenen architekten in ihrer region.



Rechtsfragen



Sehr geehrter Herr Krüger,

auch die Nutzungsänderung könnte genehmigungsfrei sein nach § 50 Abs. 2 BauO BW oder lediglich dem Kenntnisgabeverfahren unterliegen. Denkmalrecht ist in jedem Falle zu beachten.

Ich teile die Ansicht von Herrn Kurz, dass Dachgauben eher Aussicht auf Zustimmung des Denkmalamts haben als Dachfenster. Rechtzeitige Abstimmung schützt vor Überraschungen.

Viel Erfolg und Spass mit bzw. im Dachgeschoss!

Dr. Bernd H. Uhlenhut