Feldsteinfundament sanieren

04.08.2020 Baxe


Feldsteinfundament sanieren

Hallo!
Ich habe seit 15 Jahren ein 200 Jahre altes Bauernhaus, Mauern stehen auf Feldsteinen, darauf gemauert. Jetzt wird saniert. Die Wände sind trocken, vermutlich weil der gesamte Untergrund aus Zuckersand (Brandenburg/Prignitz) besteht und bis jetzt noch nicht einmal eine Dachrinne am Haus war. Wie und womit verfestige ich das kariöse Fundament. Normalen Mörtel nehmen, sandtrocken, stopfen und Zwickelsteine einbauen? Welchen Mörtel sollte ich da nehmen, Luftkalkmörtel, oder etwas anderes? Oder klatsche ich das einfach mit maurerfeuchtem Baumarkt-Maurermörtel zu?
Oder muss ich das Fundament tiefer ausgraben, dann rutschen aber die Feldsteine weg, selbst wenn ich das nur stückchenweise täte.
Wie gehe ich weiter vor, wenn alles wieder verfugt ist, schütte ich den Sand einfach wieder an bis unter die Ziegelsteine? Oder kommt vor die Fundamentfeldsteine dann noch etwas? Soll ich den Graben locker mit Feldsteinen auffüllen? Oder besteht dann die Gefahr, dass das Regenwasser eher an die Wand hochspritzt. Vorher war alles wie gesagt in Sand eingebettet, der das Regenwasser gut ablaufen ließ.
Für Rat wäre ich sehr dankbar!
Baxe



Feldsteinfundament.



hast Du das mal versucht auf 50 cm Länge etwas tiefer zu graben oder ist das nur eine Befürchtung von Dir, dass die Feldsteine wegrutschen?



Feldsteinfundament sanieren



Danke erstmal für die Antwort! Ja, die Steine sind nicht so groß, wenn ich tiefer grabe, rutscht immer wieder mal einer raus, darum war ich da erstmal vorsichtig:



Feldsteinfundament sanieren



Den überstehenden alten Putz müsste ich wahscheinlich auch bis zum Beginn des Mauerwerks abschlagen, nicht wahr?



Betonsockel gießen



das läßt sich natürlich aus der Ferne schlecht einschätzen, wenn immer mal ein Stein rausfällt, das ist auch eine subjektive Einschätzung. Ich würde versuchen vorsichtig etwas abzugraben, einschalen und einen 25 cm breiten Sockel zu gießen u.U. mit Bewehrungskäfig. Würde aber vorher mit einem Fachmann drüber schauen. Andererseits, wenn die Feldsteine bis dato im losen Prignitzsand gehalten haben, sollte das vorsichtige Abgraben auch funktionieren.



Den Sockel nicht verputzen!



Schau mal bei YT unter "Sanierung eines alten Lehmhauses" von Lightaspect. Unterfangen, wenn Du meinst das ist unbedingt nötig, ok (aber warum?). Danach aber den Feldsteinsockel NICHT verputzen. Der unverputze Sockel war damals extra so gefertigt. Ich denke nicht, dass der Putz dort unten verloren gegangen ist oder abgebrochen. Es war der Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit!

Bitte NICHT verputzen!



Ralfs Argumente



sind berechtigt. Ich hatte den Betonsockel auch nicht bis über das Feldsteinfundament oder gar den Putz gedacht. So ist das mit den Schadensbeschreibungen, ich hatte hier rausfallende und sich lösende ( Kariöse) Steine herausgelesen.



Feldsteinfundament sanieren



Ganz herzlcihen Dank an Pope und Ralph! Klar, Feldsteine nicht verputzen. Ich werde vorsichtig und abschnittsweise noch etwas ausgraben.
Welche Art von Mörtel wäre denn für das Ausfugen zwischen den losen Feldsetinen geeignet? Sandtrocken und festklopfen oder geht auch eher feucht und mit der Kelle einwerfen?