Bad im DG des Fachwerkhauses

08.06.2007



Hallo, wir sind dabei, im DG unseres Fachwerkhauses ein Bad einzubauen. Als Dämmung hat der Vorbesitzer isofloc unter den Dielen eingebracht. Nun werden dort Wasser und Abwasser verlegt. Ich denke, isofloc ist im Falle eines Falles (Wasserschaden) eines der schlechtesten Dämmstoffe. Was können wir statt dessen zwischen den Balken einbringen (muß als Trittschutz Sinn machen, nicht mehr - wie bisher - als Wärmeschutz). Danke für Eure Tipps. Außerdem: Als Bodenbelag wollen wir wieder Dielen verlegen. Welches Holz ist für das Bad geeignet bzw. ungeeignet. Und zum Schluß: Soll man unter den Dielen bzw. als "Wanne" Folie verkleben? Mein Verstand sagt mir: Wenn irgendwo Wasser austritt möchte ich das so schnell wie möglich im Geschoß darunter sehen, also keine Folie. Die herkömmlichen Handwerker empfehlen Folie ??? Gruß aus dem Oberbergischen Land.



Als Dämmstoff



wäre Liaver (Blähglas) geeignet, es bindet kein Wasser.

Geeignet sind besonders Douglasie und Eiche wegen des trägen Feuchtewechsels. Die Flächen sollten nur geölt werden, also auch kein Ölwachs / Wachs.

Buche, Birke, Obsthölzer sind ungeeignet.

Ihr Gefühl hat Sie nicht getrogen: Keine Folie

Gutes Gelingen

wünscht

Thomas



Eigentlich



ist schon alles gesagt.

Als kleine Ergänzug noch. Ich bin mit der Seekiefer bei mir im Bad auch sehr zufrieden.

Grüße Gerd



Eine stark harzhaltige Kiefer



wie Seekiefer, Pitchpine oder die heimische Schwarzkiefer würde ich ebenfalls empfehlen.

Thomas





Guten Tag,
es stellt sich die Frage, ob Sie die Deckenfelder wirklich mit einer Dämmung ausfüllen müssen. Trittschall müssen Sie im Bad nicht unbedingt haben, sie werden dort bestimmt keinen Stepptanz veranstalten und so oft wird das Bad auch nicht belegt sein. Den bekommen Sie außerdem nicht mit Zellulose oder Blähglas hin.
Den Luftschall bekommt man nur über Masse in den Griff. Bliebe dann nur noch eine Wärmedämmung.
Wenn Sie im Oberbergischen wohnen, haben Sie dann nicht eine "Kölner Decke"? Sehr hoch sind die Deckenfelder dann ohnehin nicht.
Bei mir zu Hause habe ich die Deckenfelder im Badbereich entfernt. Das hat sich in einem Fall schon bezahlt gemacht. Heiligabend 2005 habe ich im Bad (2.OG) eine ordentliche Überschwemmung verursacht. Das Wasser lief in Strömen die Treppe hinab in unsere Küche (1.OG). Da auch einiges Wasser in der Decke war, habe ich Bohrungen in der Decke gemacht, so daß das Wasser kontrolliert ablaufen konnte. Das hat funktioniert. Die Decke ist heil geblieben, nach 3 Monaten habe ich die Löcher wieder geschlossen. Ich möchte mir jetzt nicht ausmalen was passiert wäre, wenn die Deckenfelder mit Lehm oder sonstigem ausgefüllt wären. Meine Frau hat mich seinerzeit etwas komisch angesehen, Sie hat es aber recht schnell vergessen.
Mit freundlichen Grüßen

Bernd Kibies

P.S.: Die Ausführung sollte allerdings auch auf Ihr Nutzungsverhalten abgestimmt sein. Weniger Spaß mit der Konstruktion werden Sie haben, falls Sie Kinder haben und diese das Bad regelmäßig fluten.



Die Blähglasfüllung



habe ich vorgeschlagen, um den Hohlraum (Resonanzkörper) zu füllen. Sollte das nicht ein wenig Schallvermeidung bringen? Gerade die Dielung wird sonst wohl etwas hohl im Tritt klingen.

Grüße

Thomas



Deckenfelder im Bad verfüllen oder nicht?



Danke an alle, die bisher geantwortet haben! Ich habe auch schon daran gedacht, die Felder "leer" zu lassen, aber auch Bedenken wegen evtl. "Resonanz". Die Felder sind ca. 13 cm tief (tragende Balken wurden aufgedoppelt, da der Boden bisher wärmegedämmte Decke war). Wer hat Erfahrung mit "leeren" Feldern. Dann hätte ich von oben: Neue Massivholzdielen auf alter Fichtedielung verschraubt, ca. 13 cm Luft, Blindschalung (heisst das so??), auf der vorher das Isofloc lag, 2,4 cm Luft, Gipskarton. Grüße aus Reichshof!
P.S. An Herrn Kibies: Was wäre bei Ihrem Wasserschaden geschehen, wenn Sie die Deckenfelder mit Isofloc ausgefüllt hätten - mal rein theoretisch (mein Dielenhändler meint, ich solle das Isofloc ruhig drin lassen)!?



Das Isofloc



saugt sich wie Mineralwolle voll und wird das Wasser nur zögernd abgeben, Schäden am Holz sind zu erwarten.

Thomas