Fehlbodenschüttung durch Holzwolle ersetzen(?)

08.06.2014 Kamran



Wir sanieren gerade unser kleines Haus, Baujahr 1950, von Grund auf. Habe gerade die Dielen im Erdgeschoss (Fehlboden) entfernt, um einen Parkettboden zu legen. Meine Überlegung ist, die Schüttung zu entfernen und durch Holzwolle als Wärmedämmung gegen den Keller zu ersetzen. Meine Frage ist, was dabei zu beachten wäre.



Masse



Die Schüttung erhöht das Flächengewicht der Decke, und reduziert damit Schwingungen beim Begehen.

Alternative: Schüttung mit Blähton (dämmt auch ein wenig), Dämmung unter dem Fehlboden zwischen den Balken.

Wie feucht ist der Keller ?



Fehlbodenschüttung durch Holzwolle ersetzen(?)



Hallo Masse,

danke für Dein Kommentar. Der Keller ist ziemlich feucht. Allerdings sind sowohl die Schüttung als auch die Balken 'furztrocken': Die Balken sind richtig ausgetroknet, so dass sie beim blossen Darauftreten auf die Kanten absplittern.

Die Bodenschwingung sollte kein Problem sein, da die Kellerdecke aus Beton ist und die Kellerräume maximal 5x4 m groß sind und somit genügend Wände die Decke stützen. Wenn es somit kein Problem ist, Holzwolle (oder was auch immer das beste für Wärmedämmung ist) zu verwenden, würde ich das Vorhaben so ausführen. Muss ich dann irgendeine Dampfbremse/-sperre verwenden? was/wie?

Danke und Gruß,
Kamran



Klima im Keller ?



Ob es eine Dampfbremse braucht, hängt vor allem von der Mindesttemperatur im Keller ab. Die Kellerdecke wird die Temperatur des Kellers annehmen, feucht-warme Luft vom Erdgeschoss kann daran kondensieren wenn es kalt genug ist.

Die Beispielaufbauten von Pavatex sind für Kellerdecken sehr freigiebig mit Dampfsperren, was mir eher fragwürdig erscheint. Mit einer Dampfsperre oberhalb der Dämmung ist keine Rücktrocknung möglich wenn doch einmal Wasser in den Aufbau kommt. Wenn man der kapillaren Leitfähigkeit von flexibler Holzfaserdämmung vertraut, könnte es ohne gehen. Sonst eben mit Dampfbremse (nicht Dampfsperre).



Holzspäne....



sind schon aus Brandschutzgründen abzulehnen. Pilze, Insekten und Mäuse sind ebenfalls sehr erfeut über das Angebot, ein Biotop zu schaffen.

Ferner ist es schon vorteilhaft, wenn der Balkenboden etwas Träger schwingt.

An dieser Stelle würde ich nicht übermäßig kreativ sein und bewährten Aufbauten vertrauen.

Grüße

Thomas



Holzspäne können auch funktionieren...



... wenn sie mit dem richtigen Bindemittel versetzt sind. In unserem Haus gab es zwischen einem Zimmer und dem Dachboden eine zement- oder kalkgebundene Dämmung aus Hobelspänen. Es gab einige Holzlatten zwischen den Holzbalken, ansonsten war das Zeug freitragend. Darüber ein sehr dünner, trotzdem rissfreier Zementestrich. Das Bild zeigt diese Schicht von unten.

Man beachte dass im Fall von Kamran die Kellerdecke aus Beton ist, darüber die Balkenlage. Vielleicht sind die Balken in Wirklichkeit Lagerhölzer für die Dielen ? Ausmessen !



Das hat ja dann...



...möglicherweise jemand gemacht, der wusste, was er tat. Von derartigen Exprimenten rate ich dennoch ab. Wenn's schiefgeht, können die Folgen verheerend sein.

Grüße

Thomas



Bin nun unsicher, ob ich es / was ich tun soll



Erst einmal vielen Dank für die Kommentare. Dann vielleicht die Frage anders gestellt; dazu noch einmal eine weitere Beschreibing:
1. Auf dem Betonboden liegen Balken (ca. 8x8 cm), lose in einem Abstand von ca. 50 cm.
2. Zwischen den Balken ist eine Schüttung aus Schutt und Ofenschlacke (schwarze Brocken; Peissenberg war ein Bergbauerdorf).
3. Die Bodendielen (22mm Fichte) waren einfach aber sehr fachgerecht (Nägel in die Nut geschlagen) verlegt.
4. Alles sehr trocken; Die Dielen sehen nach 64 Jahren von unten noch wie neu aus.

Frage 1: Bringt ein anderes Material was bez. Wärmedämmung?
Frage 2: Was für Dämmmaterial?
Frage 3: Mit Dampfsperre? Markenempfehlung?
Frage 4: Was für ein Aufbau?

Vielen Dank und schöne Grüße,
Kamran