Eiche-Massiv-Dielen Nut/Feder beschädigt

05.08.2011


Hallo,

wir möchten raumlange Massivholz-Eichedielen mit Nut und Feder (bis zu 6 Metern Länge) in unserem Dachgeschoss durch verschrauben auf Konterlatte selbst verlegen. Die Ware ist per Kran angeliefert worden. Dabei sind durch die Tragegurte die Nuten und Federn an vielen Dielenbrettern zerstört worden. Unabhängig von der Haftungsfrage (theoretisch haftet der Lieferant) würde mich interessieren, ob jemand eine Idee hat, wie man die Dielen vor Ort wieder in einen verlegefähigen Zustand bringen könnte. Ich selbst habe mir überlegt, die Kanten mit der Kreissäge und Führungsschiene um die Breite der Nuten bzw. Federn zu kürzen und dann mit der Oberfräse ...

Das ist natürlich etwas diffizil.

Der Hersteller der Dielen (Fa. Gunreben), hat mich mit dem Hinweis auf einen Meisterbetrieb abserviert.

Darauf bin ich natürlich auch selbst schon gekommen aber wenn möglich, möchte ich es selbst versuchen.

Vielen Dank, für Eure Vorschläge bzw. Empfehlungen.



Der Lieferschein



Auf dem müsste stehen, dass viele Bretter bei Be- oder Entladung beschädigt waren.
Sonst schaut es bei den Regressforderungen schlecht aus.
Wenn mal ein Stückchen von der unteren Nutwange fehlt ist das nicht so schlimm; wenn aber wie geschildert EILE und grosse Schäden da sind - Ersatz fordern.

FK



Zur



Lieferung gehört ein Lieferschein, entweder wie FK schreibt, dort nortieren oder Annahme verweigern.
Bis zur Bezahlung bleibt Ware meist Eigentum des Hänlders !! Also Hände weg! Mal Überlegen, wieviel der Bretter sich durch Zuschnitt am Rand ohne Nut/Feder Verarbeiten lassen. Da könnte man sich über Preisnachlass einigen. Ansonsten Ersatzlieferung fordern. Fotos machen im verpackten/gebündelten Zustand. Eventuell einen oder mehrer zeugen suchen, dass Ware so beschädigt angeliefert wurde.



Wie schon



gesagt am besten auf dem Lieferschein vermerken.

Wenn nicht schriftlich den Mangel aufzeigen.

Normlerweise ist das bei Dielen dieser Länge nicht so schlimm wenn die Feder nicht durchläuft.

Grüße aus Koblenz



Moin Fero,



hättest du ein paar Fotos?

Solange die sichtbare Deckschicht nicht beschädigt ist, sehe ich eigentlich kein Problem, die Feder ein Stück rauszunehmen, selbst Schrauben geht da immer noch.

Quetschungen am oberen Teil der Nut sind da schon hässlicher, können ja aber evtl. an den Rand verbannt werden, wenns nicht zu viele sind.

Das ist am End' schneller und umkomplizierter, als sich ewig mit denen rumzuärgern, wer was zahlt und nachliefert.

Gruss, Boris





Guten Morgen,

und vielen Dank an alle für die Antworten.

Also, die Annahme ist bereits gelaufen, der Mangel angezeigt und ein (angemessener) Einbehalt wurde ebenfalls vorgenommen.

Mir geht es aber eher um eine praktische Lösung wie sie Boris bereits angedeutet hat.

Deshalb überlege ich auch, ob ich nicht die Dielen noch "retten" kann.

Fotos sind jetzt anbei. Es sind eben teilweise die Nuten (vor allem die Unter- aber auch die Oberseiten) und teilweise die Federn abgedrückt. Und zwar meist da, wo die Gurte vom Kran waren. Die beschädigte Stelle ist dann zwischen 30 - 100 cm lang.

Die Dielen werden auf Latten, 30x50 mm, verschraubt, die mit einen Achsabstand von ca. 56 cm auf einer nivillierten OSB-Lage verschraubt werden. In den Zwischenräumen liegt die Fussbodenheizung. Eine gute Befestigung der Dielen auf der Unterkonstruktion ist also sinnvoll bzw. notwendig.

Was also wäre nach Eurer Ansicht die praktikabelste Lösung zur Verwendung der Dielen? Soll ich es mit abschneiden und Fräsen versuchen oder ratet ihr mir davon ab? Soll ich an den beschädigten Stellen von oben verschrauben? Kann man beide Montagearten kombinieren? Wenn ich von oben verschraube, kann mir jemand einen Lieferanten für Absenker und Abdeckplättchen in Eiche nennen?

Grüsse, Fero.



Moin Fero,



Mein Vorschlag:

Du legst die kaputten alle nebeneinander und machst ein paar Fotos um den Schaden zu dokumentieren und schickst die deinem Lieferanten per mail.

Jeweils eine kaputte Diele kannst du im Zweifelsfall an den beiden Wandseiten verwenden, da du sie eh' zuschneiden musst (nachmessen!).

Dielen mit kleineren Oberflächenmacken kannst du jeweils als zweite /vorletzte verwenden und evtl. ausspachteln, da stehen meisstens Möbel drauf, bzw. sieht nachher keiner.

Falls du wg. Kamin oder sonstigen Raumvorsprüngen ein paar kürzen musst, schau halt, ob nicht da auch noch eine passt.

Den Rest lässt du dir nachliefern und gut is', schliesslich sollten die wissen, wie man Dielen mit nem Kran ablädt!

Wenn du da Entgegenkommen signalisierst, sollte man sich doch einigen können, oder?

Dann kannst du wenigstens loslegen.

Gruss, Boris