außenfassade plastik, hinterlüftet, so gekauft

16.12.2003



die Nord- und Westseite des Hauses ist ca.1993 so
"gedämmt" worden, es besteht Bestandsschutz. Worauf muß ich achten, damit keine Feuchteschäden entstehen? Ich heize im Untergeschoß mit einem
Grundkachelofen, im Obergeschoß mit Heißluft.
Das Haus steht auf Sandstein(1m dick), hat einen
Hochkeller, darüber Fachwerk mit teilweise Lehmflechtwerk, zweigeschossig plus Dach. Ich Strebe an, die "verschlechtbesserungen" im Laufe
der Zeit so umzuwandeln, daß dieses alte Haus wieder atmen kann. Nun meine Frage: Womit fange ich an ?



Außenfassade



Guten Abend Frau Möller, einerseits klingt furchtbar, was Sie von der Fassade schreiben, andererseits erinnert mich die Beschreibung Ihres Hauses an ein anderes, ganz hochkarätiges Baudenkmal. Können Sie mal ein Foto einstellen ? Ich mag so ungern etwas zu Fassaden sagen, die ich noch nie gesehen habe. Sonst können Sie es mir auch mailen oder mit der Schneckenpost zusenden.
Ich tät mich freun.



antwort an herrn beckmann



geht leider nicht, verfüge nicht über die notwendige Technik. Ich versuchs mal mit ner
Beschreibung: in den guten ´80 und ´90 gabs (gibts noch ??) so "tolle" Plastikverkleidungen, die so aussehen, wie gelber Klinker. An meinem
Haus ist die Sorte, die keine Innenseite mit Schaum oder anderem Trägermaterial hat. Die Unter-
konstruktion ist Lattung, Konterlattung, Steinwolle und da drauf dann die Pseudoklinker.
Von den Proportionen her wurde nichts verändert
(Baukörper). Zur Hinterlüftung des Obergeschosses
wurde am Überstand ein Gitter installiert. Das kann man von unten her sehen.
Herzlichen Dank für die Reaktion. Dieses Forum
ist wirklich toll, so viele Informationen auf
einen Fleck !!! - unbezahlbar für so interessierte
Laien wie mich -



Plaste



Ich habe versucht Ihnen auf dieses Forum vor ein Paar Tagen zu antworten, aber irgendwie ist es nicht durchgekommen. Ich kann mich nicht vorstellen dass dieses Plastik auch unter Bestandsschutz steht.
Manche Denkmalschützer sind jedoch froh so etwas zu finden, das Fachwerk dahinter müsste, wenn gut durchlüftet, intakt sein. Immerhin besser als einen dicken fetten porendichter Farbanstrich. Die Westseite des Hauses sollten Sie wieder behangen, früher war es bestimmt auch so. Im Harz hat man dazu mit offenporige Farbe gestrichene oder lasierte Holzverschalungen verwendet. Im flachen Land Ziegel, im Westharz auch Schiefer.
Die Nordseite Ihres Hauses müsste von Innen mit einer leichte aber massive Schale als Wärmespeicher versehen werden. Hier müssen jedoch Bauphysikalische Werte unbedingt eingehalten werden.
Der Ablauf für Ihr Vorhaben könnte folgendermaße aussehen: Erst die Aussenschalung aus Plastik lassen (sie schützt) und sich die notwendige Dinge im Inneren widmen. Ein Bestandsplan mit Markierung von Schadstellen wäre wichtig, eine Liste der Massnahmen und daneben eine Kostenschätzung nach Bauteil, mit Eintragung der Selbsthilfe oder nicht. Um so detailliert Sie arbeiten, um so gering die Fehlerquote. Für ein Fachwerkhaus in Langenstein habe ich diese Methode zusammen mit den Bauherren entwickelt und verwendet.
Wir haben eine Aussenstelle des Vereins IGB in WR vor einigen Jahren gegründet. Wir treffen uns in der Gutsmühle in Minsleben jeden ersten Dienstag im Monat ab 19,00 Uhr. Über die B6n sind Sie schnell da. Wir beraten, wir haben eine Art Materialbörse, wir haben Handwerker die beraten, auch aus dem Denkmalschutz haben wir jemand in unsere Gruppe, wir organisieren Lehmbauseminare, wir haben Bauherren, die über ihre Erfahrungen berichten, etc.
Dies für's Erste.
m.f.g