Fassadenart?

03.07.2014 Aukfrauk



Hallo an alle,

ich habe ein Haus, Baujahr 1927, wir sind aktuell dabei dieses zu renovieren.
Da wir die Sommerzeit und das gute Wetter ausnutzen möchten, haben wir uns vorgenommen und mal an die Fassade zu machen. Da diese nicht sehr hoch ist und der obere Teil mit Holz verkleidet ist, möchten wir es selbst machen.

Wir haben einen Malerbetrieb bereits zur Rate gezogen. Diese meinten, wir sollen erstmal die Fassade reinigen ( vorsichtig Dampfstrahlen), etwaige Beschädigungen reparieren und dann einen Fassadenschutz anbringen. Empfohlen hatte er uns einen Schutz, der oft bei Fachwerkhäusern benutzt wird und diese wieder, ohne Farbänderung, auffrischt und schützt. Da unsere Fassade allerdings schon einige Risse, Bohrlöcher von den Vorbesitzern usw. aufweist, meinte er, dass wenn wir diese flicken und diesen Schutz anbringen, wird man die Farbabweichungen immer sehen und das ganze wird immer irgendwie " unsauber" aussehen.

Daher riet er uns, entsprechend eine Grundierung aufzubringen und dann die Fassade zu streichen.
Dies haben wir nun vor.

Bei dem Gespräch fiel uns natürlich nicht ein, ihn mal zu Fragen was wir eigentlich für eine Steinart haben.

Google spuckt hierzu leider nichts aus.
Könnte es Sandstein sein? --> Bild anbei ( ich hoffe es ist erkennbar)

Über eine Antwort und evtl. Ideen was wir bei unserem Projekt beachten / verändern ( Art der Grundierung, Farbe usw) sollten, freue ich mich sehr.

Vielen Dank.

Aukfrauk



Nachtrag



Hier noch das Bild



noch eins



und noch eins



sieht nach Sanddstein aus



Ein gelblicher Sandstein kommt rund um Stuttgart häufig vor. Daher denke ich, es wird Sandstein sein.

Warum wollt ihr denn diese schönen behauenen Steine streichen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein zufrieden stellendes Ergebnis gibt. Du siehst die Spuren von der Bearbeitung, das ist charakteristisch für diese Steine. Denkst du das gefällt dir, wenn es in gleicher Struktur dann weiß dasteht? Das wäre dann wie unverputze weiss gestrichene Ziegelwände die man gerne Mal in Turnhallenfluren oder so hat.

Die Steinexperten hier im Forum könne evtl. noch etwas dazu sagen ob es Bauphysikalisch problematisch sein kann einen weichen Sandstein mit einer Wasserundurchlässigen Schicht zu versiegeln. Was passiert wenn die Farbe Risse hat, Feuchte eindringt etc.?

Bei uns hier nordwestlich von Stgt stehen viele Häuser mit unbehandelten Fassaden und Sockeln aus Sandstein schon seid mehreren hundert Jahren. Wäre denn säubern und lassen wie es ist keine Option?

Viele Grüße

derMicha



Lieben Dank erstmal für die Antwort.



Unser Hauptproblem ist eigentlich, dass die Vorbesitzer mit dem Haus nicht sehr pfleglich umgegangen sind. Überall findet man große Löcher wo irgendwann einmal Haken befestigt waren, an vielen Stellen stecken noch Haken, Schrauben etc. im Gestein.
Zum einen ist es so, würden wir diese Löcher reparieren / füllen, würde das Haus vermutlich aussehen wie ein Flickenteppich aufgrund der Farbabweichungen.

Das wäre aber noch gar nicht mal das schlimmste. An einer Stelle des Hauses stand vor einiger Zeit ein kleines Backhäuschen. Dieses haben die damaligen Bewohner selten genutzt, entsprechend war es, als wir das Haus bekommen haben, Einsturzgefärdet und wir mussten es abreisen. Nur ist es so, dass diese Personen das Backhäuschen innen ( also auch an der angrenzenden Hauswand) erst hellblau und später weiß gestrichen haben.
Diese Farbe bekommen wir überhaupt nicht mehr weg ...

Weiß möchten wir das Haus natürlich nicht streichen da es auch unserer Meinung nach nicht zum Haus passen würde. Wir dachten an eine Farbe die der aktuellen sehr ähnlich ist um so wenig wie möglich zu verändern und den ursprünglichen Charme des Hauses beigzubehalten.

Für alternativ Lösungen / Anregungen sind wir aber natürlich immer offen ... bisher wurde ja noch nichts gemacht ;)

Viele Grüße ...