Verblendung eines älteren Bauernhauses

01.01.2006



Guten Tag,
ich beabsichtige, die Front eines älteren Bauernhauses mit
einer Polyester-Fiberglas-Fassade als vorgehängte, hinterlüftete Verkleidung zu verblenden. Das Mauerwerk besteht zum Teil aus Fachwerk und zum Teil as gebrannten Ziegeln. Der Putz wurde vor ca. 30 Jahren auf beide Materialien aufgetragen und löst sich jetzt von dem Fachwerkteil. Ich wollte bei dieser Gelegenheit die Front noch zusätzlich mit Steinwolle isolieren, was aufgrund der
Montageanleitung des Herstellers vorgesehen ist.
Ist eine Dampsperre notwendig. Wenn ja, wo bringe ich diese an?
Die Räume sind teilweise mit Lehm und normalem Putz versehen.
Vielen Dank.



Dampfsperre



Vorweg: eine Dampfsperre ist bei Außendämmung und vorgehängter Verkleidung nicht notwendig. Aber warum um Gottes Willen verwenden Sie Polydingsbums an Ihrem historischen Gebäude ? War der Verkäufer so überzeugend ? Ich würde Ihnen eine traditionelle und, wie ich glaube, auch regionaltyoische Holzschindelfassade vorschlagen. Die mit untypischen Materialien bearbeiteten Gebäude haben unter anderem auch einen geringeren Wiederverkaufswert. Außerdem wage ich zu bezweifeln, daß für so leicht brennbare Verkleidungen eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vorliegt. Haben Sie sich einmal gefragt, wie man eigentlich eine GFK-Fassade reinigt ? Schimmelpilze und Algen werden sich, wenn die Oberfläche erst einmal angerauht ist, an den Kohlenwasserstoffverbindungen richtig fettfressen (wenn man das von Algen und Pilzen mal so sagen darf). Und nach fünf Jahren, wenn die Fassade zwischen schwarz und grün schimmert, ist die Gewährleistung eh hin.

Denken Sie noch einmal darüber nach