verschiedener Farbton

06.09.2009



Hallo liebe Forums-Mitglieder!

Unser Haus (Stadt-Reihenhaus) wurde frisch verputzt, mit mineralischem eingefärbten Putz. Wir wollten diesen auch nicht mit Farbe überstreichen lassen (obwohl vom Hersteller empfohlen, wegen eventueller "Wolkenbildung"). Das wusste die bauausführende Firma...
Na ja, "Wolken" sind überhaupt keine entstanden. Allerdings haben wir das Problem, dass die obere Hälfte vom Haus entschieden dunkler ist. Das liegt wohl daran, dass die Firma damals zuerst die obere Etage (vorn und hinten) geputzt hat und nach dem Wochenende dann die untere, mit frischer Mischung.
Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob man das bemängeln kann. Wäre es nicht richtiger gewesen, die Frontseite der Hauses auf einmal zu putzen, damit dort ein einheitlicher Farbton entsteht? Und dann die Rückseite?
Früher wäre das wohl eine mangelhafte Arbeit gewesen.
Kann sich die Firma wirklich auf den nie geplanten Egalisationsanstrich herausreden?



Nach Ihren Aussagen...



...bräuchte man erst einmal noch ein paar weitere oder zusätzliche Informationen.
Handelt es sich um einen dünnen farbig eingestellten Edelputz, der auf einen bereits vorhandenen Grundputz nur noch aufgespachtelt wurde oder ist es ein durch gefärbter dicklagiger Putz?
Welcher Hersteller bzw. welches Produkt wurde eingestzt?
Wusste die Ausführungsfirma, dass Sie den Egalisierungsanstrich nicht einsetzen wollten?
Nach unserem heutigen Erkenntnisstand bei Verputzarbeiten an Fassaden, ist es eigentlich immer üblich, dass jeweils eine Seite komplett aufgezogen und fertiggestellt wird.
Vorranging Hauptsichtseiten!
Querstöße (Absätze in einer Fassadenebene!) sind eigentlich
generell untypisch und zeugen von wenig fachlicher Kompetenz.
Genau an diesen Stellen entsteht zusätzlich ein Trocknungsriss und der wiederum ist eine Schwachstelle was Bewitterundeinflüsse betrifft.

Trotzdem benötigen wir hier noch ein paar Infos von Ihnen, um noch genauer urteilen zu können.
Vielleicht auch mal ein paar Fotos dazu.

Grüße in den Tag,
Udo Mühle





Eigentlich wird bei verputzarbeiten Nass in Nass gearbeitet, d.h. das eine Giebelseite in einem wisch durchgeputzt wird, von oben nach unten, bei bedarf mit zwei oder drei Mann verteilt auf jeder Gerüstebene.
Fotos wären schön.



Nach Ihren Aussagen...



Sorry!
Aber es speicherte erst nicht.
Nun ja, da machen wir den einen eben ganz einfach wieder weg.

Grüße ins System



@ Sascha



Das sehe ich ja auch so!
Doch was hier zum Einsatz gekommen ist bzw. wie denn was verarbeitet wurde, ist ja noch etwas unklar.
Wir warten auf Info's.

Handwerklicher Gruß





Hallo,
danke schon mal für die Antworten. Hier die fehlenden Infos.
Es handelt sich um einen mineralischen eingefärbten Edelputz, Dünnschicht, Kornstärke 3. Dieser kam bereits gefärbt in Säcken (trocken). Darunter Grundputz und Universalgrundierung.
Ja! die Firma wusste das ganz genau, dass wir aus bestimmten Gründen keinen Folgeanstrich wollten! Es gab dazu schon vorher Diskussionen. Wir waren auch bereit "Wolkenbildungen" zu akzeptieren, dass finden wir sogar recht "natürlich".
Aber so was?
Am Haus befindet sich zwar ein farbig abgesetzter (Faschen-Farbton) Mittelstreifen, dort wurden die Putzarbeiten jeweils getrennt.
Es war auch nicht etwa Feierabend oder so, nein es wurde ja auf der Rückseite weitergeputzt. Also auch oberhalb des Streifens fertiggestellt.
Es wird nun gesagt, dass auf Farbabweichung keine Garantie übernommen werden muss, weil wir den Anstrich nicht wollten.
Auf dem Techn. Merkblatt steht nur, man solle zusammenhängende Flächen auf einmal putzen und anrühren.

Na ja, ich versuche mal Bilder zu machen. Kann aber ein bisschen dauern.

Freundliche Grüsse



Foto



So hier die Vorderansicht...
Im Original ist es deutlicher zu sehen.

Um die Eingangstür herum ist es auch dunkler.



Naja



so schlimm sieht es nicht aus, das der obere Bereich etwas dunkler ist, find ich sogar recht gut.
Ich habe es mir ehrlich gesagt schrecklicher vorgestellt.
Auf dem Bild ist schwach eine Wolkenbildung zu erkennen, oder mein Monitor ist dreckig :-)

Ich würd es so lassen.



Mangel oder nicht?



Also uns gefällt es nicht, es war ja auch nicht so gewollt.
Gewollt war eine einheitliche Farbe für dies kleine Haus. Von den Proportionen her wirkt es nicht gut, vor allem mit dem Nebenhaus zusammen.
Es ist im Original deutlicher zu sehen, und wir werden dauernd darauf angesprochen...
Und es wäre ja auch ordentlich möglich gewesen, oder?
Die Frage ist, kann man sich da heutzutage wirklich als Firma rausreden, weil wir keine Egalisationsfarbe wollten?
Ich bin ja nicht vom Fach, kenne deswegen die "Vorschriften" nicht.
Kann ich das Ergebnis nun bemängeln, weil die Hausseiten nicht auf einmal gemacht wurden?

Wolken sind keine zu sehen. Die hätten uns nicht gestört. Darauf wurden wir auch vorher hingewiesen.



Anwendungstechniker Hersteller Putz



Die beste Lösung für Sie ist hier eigentlich, sich den Anwendungstechniker des Putzherstellers kommen zu lassen und mit ihm die vor-Ort-Situation zu erörtern.
Erst dann den Verarbeiter hinzu holen!
Wenn Ihr Gefallen Sie hier stark verunsichert, dann ist dies der beste Weg.
Doch warum wollten Sie den Egalisierungsanstrich nicht haben?
Wird hier nun nicht zu umgehen sein!!

Grüße Udo