"Behandlung" - Außenholz am Haus

10.05.2008



Hallo miteinander,

Hundertmal gefragt, aber die passenden Anworten habe ich nicht gefunden. Deshalb noch mal von mir:
Erneuere momentan die Fassade und überarbeite dabei gleich die sichtbaren Außenhölzer. Der alte Dachkasten wurde mit ziemlich viel Chemie vor dem Verwittern geschützt. Müsste Fichte sein, deren Oberfläche ich nun wieder mechanisch weitestgehend entgiftet habe. Die nun wieder fast rohen Hölzer würde ich jetzt gern vor dem weiteren "Verfall" schützen.
Optisch wäre es schön, wenn ich den Schutz mit einer dunkelbraunen bis schwarzbraunen Farbgebung verbinden könnte.
Ergänzend habe ich noch drei kleinere Sichtbalken des Eichefachwerks, die momentan in Ehren ergraut sind. Kann ich diese ebenfalls mit anpassen? Mir ist klar, dass das nicht erforderlich ist.

Ich hatte hierbei aber weder an Ölstandfarbe noch an eine Lasur gedacht, sondern eher an pigmentiertes Öl.

Meine Vorstellung betreffs Dachkästen:
Grundschutz mit Borsalz
anschließend ein- oder mehrmaliger Auftrag von pigmentiertem Öl, Leinöl oder Leinölfirniss

Wer hat Erfahrungen? Bitte um kurze Hilfestellung.

Gruß,



Mein Tip



Mein Tip ist entweder farbige Standölfarben siehe Bild oder farbige Leinölfarben ,die Verarbeitung ist für jeden Lain recht einfach.Es sind in der Regel 3 Anstriche im Außenbereich nötig.Bei weiteren Fragen stehen wir zur Verfügung.

MfG Torsten Selle



Standölfarben



Auf diesen Bild sehen nochmals Anwendungsmöglichkeiten von Standölfarben.

MfG Torsten Selle





Danke für den Tip! Ich hatte diese Farben bereits bei Kreidezeit gefunden, sie kamen mir aber auf den Bildern etwas "durchgefärbter" vor als pigmentiertes Öl.
"Farbe" auf Holz verbindet sich bei mir immer mit dem Gedanken an Abblättern.
Da die Lage der Dachkästen naturgemäß ungünstig ist und ich nicht immer ein Gerüst stellen kann, würde ich gern etwas einsetzen, was wenigsten 5-10 Jahre hält bzw. höchstens mit einem Erneuerungsanstrich versehen werden muss. Alles was bei Pflegemaßnahmen wieder geschliffen oder gebürstet werden muss, würde ich gern vermeiden. Es soll natürlich trotzdem nicht das pure Gift sein, wie der jetzt entfernte Anstrich (Karbolineum).

Wie unterscheiden sich Standölfarben von herkömmlicher Ölfarbe oder von pigmentierten Ölen?



"Herkömmliche" Ölfarben...



...aus dem Baumarkt etc. sind keine Ölfarben im engeren Sinne, sondern Kunstharzfarben mit den Nachteilen, die sie beschrieben haben.

Farben und Lasuren aud Leinölbasis bleiben elastischer, und haften auch besser auf dem Holz.

Pigmentierte Öle bilden keine Schicht aus und schützen das Holz nur relativ gering. Sie werden z.B. in verdünnter Form als Terrassenöle verwandt.

Für Ihre Anwendung würde ich zu einer dunkel pigmentierten Öllasur von Natural greifen. Bläueschutz brauchen Sie wohl nicht mehr, die Reste des Karbolineums tun sicher noch ihre Pflicht. Die Lasur könnte aber noch mit einem hochelastischen Wettterschutz (ebenfalls "Natural" )überarbeitet werden. Es entsteht eine dünne transparente Schutzschicht, die alle paar Jahre wieder mit Wetterschutz überstrichen wird. Schleifen werden Sie nicht wieder müssen.

Detaillierte Produktinfo etc. gern bei Interesse per mail.

Grüße

Thomas



Leinölfarben



Auf dem Bild sehen Sie eine mit farbigen Leinöl gestrichene Holz-Tür.Leinölfarben werden auf Holz schon seit Jahrhunderten ebenso wie Kalkkfarben auf Putz verwendet.Unseres Leinöl besteht aus kaltgepressten bzw. gekochten Leinöl und echten Farbpigmenten diese werden homogen mit dem Leinöl verbunden.Die farbigen Leinölfarben besitzen eine hohe Deckkraft und sind dadurch sehr ergiebig.1Liter Farbe reicht bei rauher Oberfläche 8-14m² und bei glatter Oberfläche 12-20m².Bei Bedarf erhalten Sie jede Menge Infos zum Thema Leinölfarben.Wie z.b Verarbeitungshinweise eine große Farbauswahl usw.,Infos zu Standölfarben finden Sie auf www.Kreidezeit.de unter Produkte/Standölfarben.

MfG Torsten Selle



Hallo Torsten,



wie Du selbst weiter oben schreibst, brauchts im Außenbereich üblicherweise 3 Aufträge. Auf der Tür ist jetzt aber nur einer - das bietet keinen ausreichenden Wetterschutz.

Wenn Du hier eine (an sich deckende) Farbe so dünn ausstreichst (oder verdünnst), daß sie lasierend wird, ist nicht einmal eine vollwertige Schicht aufgebaut.

Das muß sehr schnell nachgearbeitet werden, oder Ansehen und Schutz leidet bald.

Grüße

Thomas



Leinölfarben



Hallo Thomas,

Die ist jetzte so wie sie sein soll,also der Wetterschutz ist jetzt gegebn.Das erste Bild entstand kurz nachdem ersten Anstrich,ich sage nocheinmal bei Leinölfarben sind 3 Anstriche Pflicht ,natürlich muß jeder Zwischhenanstrich ausreichent trocknen,bevohr der nächste folgt.

MfG Torsten





Danke für die Infos,
ich werde mit Sicherheit die Standölfarben oder Öllasuren einsetzen. Gehe mal davon aus, dass es zw. Kreidezeit und Natural keine großen Unterschiede gibt, lasse mich hier aber gern eines besseren belehren. Muss dann mal schauen, was ich wo bekomme. Kreidezeit ist mir bekannt, wer Natural im Raum Stuttgart vertreibt finde ich sicher noch.
Werde aber auf jeden Fall eine Vorbehandlung mit Borsalz streichen, da ich das Karbolineum wirklich größtenteils komplett abgeschliffen habe -jetzt ist mein Garten mit dem Schleifstaub "verseucht" :(

Habe ich an den Stellen Probleme zu erwarten, an denen noch etwas Karbolineum stehengeblieben ist (Materialverträglichkeit)?

Für die Gerüstplanung des Stuckateurs: Mit welchen Trockenzeiten muss ich zw. den Anstrichen rechnen?

Danke und Gruß,



Die Unterschiede sind insofern groß,



daß Kreidezeit keine Lasuren und Natural keine deckenden Farben hat. Man sollte erst 'mal festlegen, ob das Holz noch durchscheinen soll (dann Lasur), oder deckend behandelt werden soll (dann Standölfarbe).

@ Torsten

Jede Oberfläche im Außenbereich braucht eine Mindestschichtdicke. Nun scheint mir, daß die Tür nach 3 Aufträgen immer noch holzsichtig ist. Da Du ja keine Lasur verstrichen hast, sondern mit einer Ölfarbe gearbeitet hast (die schon nach dem ersten Auftrag nahezu deckend sein sollte), hast Du Sie ja irgendwie verdünnt. Damit ist mir nicht klar, wie die erforderlichen Mindestauftragsmengen zustande kommen sollen.

Eine Ölfarbe ist eine deckende Farbe, und als solche in der Rezeptur erprobt. Ich bezweifle, daß durch Verdünnen mit Citrusöl oder Terpentin; oder durch das Strecken mit Leinöl eine gleichwertige Lasur zustande kommt.

Öllasuren sind anders aufgebaut als verdünnte Ölfarben, wer denn lasieren will, sollte auf eine fertige Lasur, wie sie viele Naturfarbenhersteller anbieten, zurückgreifen.

Trockenzeiten der Lasuren: Üblicherweise etwas kürzer als Ölfarben, nach 24h kann üblicherweise der 2. Anstrich erfolgen.

Boraxemulsionen sind nur bedingt auswaschsicher. Da die Fläche aber nicht direkt bewittert wird, ist das wohl vernachlässigbar. Die Reste der Altanstriche sollten aber besser ab.

Grüße

Thomas



Ein Unterschied zwischen Standölfarben oder Öllasuren von



Natural ist der, dass bei der Natural-Holzlasur auch Naturharze mit beigemischt sind.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de