Streichen der Außenfassade mit Silikonharzfarbe

24.04.2002



Hallo, mein Maler hat mir gerade mein Fachwerkhaus folgendermaßen zu malen: Grundbeschichtung mit Silikonharzimprägnierung, Zwischen- und Schlussbeschichtung mit Silikonharzfarbe. Wollte nur fragen ob dies richtig oder falsch ist? Danke



Dampfdiffusionsoffenheit



Liebe Frau Schmid,
vor gut 2 Jahren haben wir die Gefache in unserer Westfassade (=Wetterseite) mit Silikonharzemulsionsfarbe gestrichen. Darunter lag ein alter Anstrich auf Kalk-Zement-Putz. Die Farbe wurde uns wegen ihrer Dampfdiffusionsoffenheit (d.h. sie ist dicht gegen etwa Schlagregen, "atmet" aber Feuchtigkeit, die z.B. immer etwas druch den Anschluss Gefach-Holzbalken eindringt, wieder ab) vom ZHD empfohlen. Grundiert haben wir nicht. Der Vorschlag ihres Malers hört sich aber für mich vernünftig an, auch wenn diese Farbe teurer ist als herkömmliche Fassadenfarbe - nichts ist schlimmer wie nasse Wände im Fachwerk. Also auf keinen Fall abdichten! Soweit unsere Erfahrung und Überzeugung...
Viele Grüße, Stefan Brühne



Schließe mich an ...



Wir haben im letzten Jahr die Fassade komplett sanieren lassen. Gestrichen wurde ebenfalls mit Silikonharzemulsionsfarbe. Die Vorteile hat Herr Brühne bereits beschrieben.



Sanierung von Fachwerkhäusern



Sehr geehrte Frau Schmied,
fachlich ist die Beschichtung mit Silikonharzfarbe richtig. Ob er für Ihr Haus bzw. für die Zukunft Ihres Hauses vernüftig ist, bestimmen auch andere Faktoren als der niedrige sd- Wert.
(z.B bauökologische Aspekte, Renovierbarkeit, Systemtreue, geplante Saniervorhaben).
Alternativen sind u.a, je nach Regenbelastung, Silikat- und Kalkkaseinbeschichtungen.
Mit freundlichem Gruß
M.Waning