sumpfkalkfarbe gefüllt

15.08.2010



Hallo,

kann man gefüllte Sumpfkalkfarbe auch an Wand und Decke sprühen?



Meines



Wissens nach sind Kalkfarben mit den üblichen Spritzgeräten nicht verarbeitbar. Ich möchte auch davon abraten, denn frischer Kalk ist sehr aggressiv und als Sprühnebel eingeatmet, sicher nicht bekömmlich. Die Schutzmassnahmen für den Ausführenden dürften den Selbstbauer allein Gerätetechnisch überfordern. Die beste Verarbeitungsmethode ist immer noch eine ordentliche Fassadenbürste und schön im Kreuzschlag auftragen. Nach ein wenig Übung schafft man dann durchaus ordentliche Flächenleistung.
MfG
dasMaurer



Moin,



ich habs mal mit ner einfachen, elektrischen Spritzpistole probiert, die Farbe sogar durch ein Tuch filtriert......so schnell habe ich glaub' ich noch keine Maschine hingerichtet.

Gruss, Boris

P.S. Mit ner Schmutzwasserpumpe könnte es klappen....;-)



So so, ---



--- Boris, der Vollstrecker ! Aha ! - und GRINS -
Sei schön gegruselt, - Andreas



@Andreas:



nu mal nich so bescheiden...du hast sowas doch bestimmt auch schonmal geschafft, oder?

:-), Boris

P.S. Wieviel gibt's eigentlich für Werkzeugmord?



Freilich @ Boris, ---



-- habe ich auch schon Werkzeuge gekillt ! - Nur habe ich echt flinke Beinchen und konnte bisher sehr schnell flüchten , um mich einer Bestrafung zu entziehen ! Ha !---
Nun das Srafmaß für Deine Verfehlungen : Du wirst an den
Armen, den Beinen und dem Beinchen gefesselt.
- Danach werden Dir die Fußsohlen mit einem scharfen Messer
aufgeschlitzt und Salz in die blutenden Wunden gestreut.
Dann darf Dir eine Ziege die salzigen Wunden auslecken ------
Klingt lustig -- ist aber leider zum TOTLACHEN - Alter
Schwedentrick .



Die Farbe...



...wird sehr dünn, und mehrmals, aufgetragen. Das ist eher was für Profis, ich rate ab, nimm Silikatfarbe.

Auch die Lösung von Mr. Bean funktioniert nicht.

Grüße

Thomas



Silikatfarben



stellen noch wesentlich höhere Anforderungen an das malermässige Können als Kalkfarben. Da sind mit Sicherheit erstmal etliche qm Übungsfläche erforderlich.
Eine Möglichkeit wären Kieselsolfarben, die gibt es verarbeitungsfertig. Allerdings sind das ziemlich teure Farben.
MfG
dasMaurer



Ich meinte...



...fertige Innensilikatfarben, wie Biosil von Keim. Das ist recht unproblematisch.

Grüße

Thomas





RICHTIG !



Und



das sind eben keine Silikatfarben, sondern Dispersionssilikatfarben. Man beachte die unterschiede. lediglich das Quarzil-System von Keim ist rein mineralisch, alles andere hat ca 5% Kunstharzanteil.
MfG
dasMaurer



Das ist...



...allgemein bekannt. Ebenso wie auch Steinpilze Pilze sind, ist Biosil eine Silikatfarbe. Keine Reinsilikatfarbe, sondern eine Dispersionssilikatfarbe.

Die Zugabe dispergierter Kunstharze ist ein Kompromiss, der die Farbe eben auch für Selberstreicher praktikabler macht. Sonst steht vermutlich dann in drei Wochen hier: "Meine Kalkfarbe ist gar nicht wischfest und "kreidet" ab. Was kann ich tun"

Grüße

Thomas



Ob



man die Zugabe von Kunstharzen als Kompromiss ansehen kann?
Immerhin werden die Farbeigenschaften grundlegend verändert. Damit stellen die Dispersionssilikatfarben eine eigenständige Farbgruppe dar. Und sollten dann auch als solche benannt werden. Die Bezeichnung Silikatfarbe ist hier irreführend. Damit will ich hier keine Bewertung vornehmen, sondern die Unterschiede zwischen den Farben klarmachen.
MfG
dasMaurer



Silikatfarben



Auch hier gibt es Unterschiede in den Beimischungen. (Hängt vom Hersteller ab)Das Acrylat macht die Farbe verarbeitungsfähig.
Je höher der Anteil an Mischacrylaten, desto höher der Dampfdiffusionswiderstand. Also am besten eine Silikatfarbe mit einem möglichst geringen Anteil an Reinacrylat verwenden. Dann bleibt diese auch zu 99 % diffusionsoffen und kann von einem handwerklich geschicktem Laien durchaus selbst verarbeitet werden.
Sumpfkalkfarbe braucht keine Zusätze. Jedoch ist die Deckfähigkeit geringer und es sind, je nach Untergrund mehr Aufträge nötig und es bleibt changierend.



Reinsilikatfarben im Innenbereich



Wer mit Reinsilikatfarben im Innenbereich arbeitet soll mal erklären , wohin er das Wasser zum Nachwaschen des Fluts/Ätzflüssigkeit ableitet !
Auch Dispersionssilikatfarben zählen zur Gruppe der Silikatfarben .



Also,



bei mir fällt kein Wasser beim Streichen an, bei meinem Malerfreund Kay auch nicht.

Scheinbar gibt es verschiedene Varianten, die Farbe auf die Wand zu bringen.

Ratlos

Thomas



Kalkfarbe spritzen



war meine Rettung. Ich habe in meiner Scheune ein kleines Abteil als Werkstatt das dunkel und verdreckt war. Mit einem 8 Liter Eimer von Haga Kalkfarbe habe ich versucht mit Roller und Pinsel die Wände zu streichen: keine Chance, riesige Unebenheiten in den Wänden. Das ging einfach über meine Kräfte. Da habe ich eine alte Unterbodenspritzpistole genommen, die 8 Liter mit 3 Liter Wasser verdünnt (war ohnehin sehr dick die Farbe) und nach einigen Spielereien an der Düse und dem Kompressor (weniger Druck) kam ein weisser Strahl. Nötig: Schutzbrille, Atemmaske. Jetzt ist alles OK.



@Walter:



Auf wieviel cm hast du die Düse denn aufgebohrt?

;-), Boris

P.S. hhab noch 2 Keller zu machen, is ja bis jetzt deeer Tipp!!!



nix gebohrt an der Düse



Hallo Boris,

hab nix gebohrt an der Düse sondern lediglich weiter rausgedreht. Es dauert ein paar Sekunden bis Farbe kommt. Ansonsten hat mich noch verblüfft dass die Farbe so gut gedeckt hat. Im Geschäft haben sie gesagt dass ich nicht enttäuscht sein soll wenn man nicht gleich etwas an der Wand sieht und dass die Farbe erst sichtbar wird bei Trocknung. Aber bei mir war das überhaupt nicht der Fall.

Grüsse,
Walter



Moin Walter,



danke für den Tipp, ich vermute mal dass du so satt Material aufgebracht hast, weswegen das auf Anhieb gut deckt.

Wat ne Arbeitserleichterung, probier' ich auch!

:-)),Boris



Hier gibt es einen Testbericht...



... zum Spritzen von Kalkfarben:
http://www.kreidezeit.de/Themenblaetter/Airless.pdf

@Thomas Böhme:
"Das ist eher was für Profis, ich rate ab, nimm Silikatfarbe."
Ich bin sicherlich kein Profi in Sachen Malen und Farben (bin nur Software Entwicklerin ;-) ), aber ich habe sowohl Biosil (also Dispersionssilikatfarbe), als auch Sumpfkalkfarbe (von Kreidezeit, nicht selbst angeruehrt) recht erfolgreich gestrichen. Aber ich gebe zu, dass Biosil einfacher zu Verarbeiten war.