Decke mit Kalkfarbe ausbessern, alte Farbe stellenw. lose

04.09.2003



Hallo,

in meinem Haus besteht die Zimmerdecke aus Stroh/Lehm und anschließendem Kalkputz.
Dieser ist mit Kalkfarbe gestrichen, teilweise mit sehr vielen Schichten.
Nun möchte ich die Decke ausbessern und neu streichen. Stellenweise blättert die Kalkfarbe ab, an anderen Stellen sitzen die Farbschichten bombenfest.
Wie kann ich eine Kraterlandschaft vermeiden?
Lose Farbe ab und mit Kalkputz ausgleichen?
Macht es Sinn, Haftgrundierung (Acrylatbasis) zu verwenden?

Grüße, Rainer



... sie war grade fertig, kam sie wieder runter ...



Hallo Rainer, wir haben soweit den losen Putz entfernt, schööön neu ausgespachtelt, 2 x mit Gisogrund gestrichen, dann einmal mit Streichputz gestrichen (damit man die Unebenheiten nicht ganz so doll sieht) und zum Schluss mit Alpina. Ich war grade halbwegs mit Alpina fertig, blieb das Zeugs an meiner Rolle hängen *heul*. Es hat sich alles bis auf die unterste Kalkschicht gelöst (also der "erste Kalkputz" blieb an der Decke). Der Gisogrund hat zwar demnach gut geholfen, aber nur für das, was ich drauf gestrichen hab, nicht für das, was alles drunter war... Wenn ich's noch mal zu machen hätte, würde ich wohl alles abschleifen... Wir hatten der Decke nämlich viel viel Zeit gewidmet (bis alles sauber verspachtelt und dann nochmal 2 mal abgeschliffen war), und dann sowas ... Grüße Annette



...oje...



...schade um die Arbeit!
Aber die bei mir 'festen' Farbschichten Kleben so arg am Putz, daß sie mechanisch nicht trennbar sind. Entweder es bleibt noch Farbe am Putz oder ich beschädige mit der Spachtel/Kelle den Putz...

Soll ichs einfach mal nass machen (Farbe streichen simulieren quasi) und gucken ob das Zeug dann runterkommt?

Grüße, Rainer



*hmmmm*



also bei uns war das feste eigentlich auch fest... mit Wasser simulieren wäre vielleicht eine Lösung, bin mir aber nicht sicher... Aber probieren könnt mer's mal. Grüße Annette





mit Drahtbürste lose teile entfernen , danach gut vornässen und dann die ganze sache einmal Kreuz und einmal quer mit kalkglätte spachteln, kann man auch auf null ausziehen und mit pigmenten einfärben ( alkalibeständige )
frohes schaffen der lehmputZÄHR



Drahtbürste...



... wird nicht ganz reichen.

Hallo,

die Dicke der alten Farbschichten beträgt 5-8mm. Also nix mit Bürste.
Heute abend weiche ich mal eine Ecke der Decke ein und Spachtel sie glatt. Bericht folgt.
Grüße, Rainer



Anfeuchten/Nässen...



...der alten Farbschichten hat leider gar nix gebracht.
Hab mir einen Bosch-Elektrospachtel gekauft und die alten Farbschichten bis auf den Putz abgetragen.
Stellenweise waren die untersten Farbschichten sehr fest mit dem Putz verbunden, die hab ich dann gelassen.

Grüße, Rainer





guten morgen, vieleicht habe ich mich ja falsch ausgedrückt. also wenn man auf einen Untergrund egal welcher art putzen, spacheln will: lose teile sind zu entfernen ! nicht die ganze kalkfarbe. wenn die oberfläche sandet oder aufgeblüht ist , dann muss diese lose schicht weg. dicklagige hohle spachtelung mit einem spachtel runterholen dünnlagiger kram ( 1mm ) mit drahtbürste. das danach folgende nässen dient als zeitverzögerung und verhindert ein aufbrennen ( verrecken ) der neuen spachtelung. ewig sandenen untergründe kann man entweder total entsorgen, oder mit einem silikattiefgrund ( Wasserglas )verfestigen . da muss man einfach das gefühl für haben.
wnn ihr jetzt also auf einen mix von kalkputz und kalkfarbe schaut, steht ihr vor dem selben problem( gerade bei abgeschlagenen schichten) . der Staub muss runter und dann könnt ihr auch mit einer kalkglätte drübergehen. wenn das Material euer wahl ein eingebautes wasserrückhaltevermögen hat, braucht ihr nicht vornässen. gibt es das nicht her, solltet ihr vornässen, damit ihr auch vernünftig spachtel könnt. sonst sieht es rustikal bis entgleist aus
der lehmputZÄHR