Welche Farbe für Überstrich von Xyladecor geeignet?

31.01.2011



Hallo Zusammen,

ich möchte dieses Jahr die Dachüberstände von meinem Haus streichen. Die Dachüberstände sind mit Paneelen verkleidet und wurden wohl in den letzten 30 Jahren 2-3 mal mit einem Holzschutzmittel in einem dunklen Braunton gestrichen, ich vermute Xyladecor, da es sich auch nicht um eine schichtbildende Farbe handelt.

Da ich das braun aber nicht mehr als zeitgemäß erachte, möchte ich gerne eine modernere und freundlichere Optik herbeiführen und habe an einen hellen Grauton gedacht, ähnlich der Osmo Landhausfarbe in kieselgrau, die ich auch sehr gerne verwenden würde. Ich habe allerdings noch keine Erfahrungen mit der Landhausfarbe und kann nicht abschätzen wie gut die Farbe den alten braunen Anstrich überdeckt. Vielleicht hat hier aus dem Forum ja jemand bereits Erfahrungen mit dieser Kombination machen können oder kann eine andere Farbe (vielleicht doch was schichtbildend und dadurch deckendes) empfehlen?

Höchst ungern möchte ich die Panelle komplett Abschleifen müssen, da es sich bei dem Dachüberstand rund ums Haus um eine ganz schön große Fläche handelt (ca. 35qm). Ein kompletter Austausch sollte auch vermieden werden.

Danke für Eure Hilfe!

Dominik



Hier



hilft nur probieren. Ob eine auf Natürölen basierende Farbe auf mit Kunstharzanstrichen behandelter Fläche haftet, kann nur durch einen Probeanstrich herausgefunden werden. Kann, muss aber nicht ;-)).
MfG
dasMaurer



Haften ok, und decken?



Ok, das leuchtet mir ein, dankeschön schonmal! Aber hat schonmal jemand die Osmo Landhausfarbe in kieselgrau verarbeitet und kann mir was zur Deckkraft sagen? Ggf. eine sehr gut deckende Alternative nennen, die für den geschützten Außenbereich geeignet wäre?



Schleifen !



Hallo Dominik,
wir haben bei uns zu Hause gerade den Fachwerkgiebel renoviert. Vorher war in den letzten 15 Jahren 1x mit Lasur und anschließend 1x Dickschichtlasur (seufz) gestrichen worden. Diese deckende Dickschichtlasur war von uns in der Hoffnung aufgebracht worden, dass es länger halten möge - erwies sich dann als arbeitsmäßiger Bumerang, da wir diese Schicht abschleifen mussten. Also Vorsicht bei deckenden Anstrichen. Wir haben einen kompletten Neuanstrich aufgebaut, da wir mit Osmo (Einmal Lasur + UV Schutzölanstrich) arbeiten wollten und dies definitiv auf den alten Farbschichten nicht halten konnte. Da wir dafür extra ein Gerüst stellen mussten (Arbeitshöhe lag bei 12,50 m ) wollten wir auch nicht das Risiko eingehen nach 1, 2 , 3 Jahren wieder dort oben herumturnen zu müssen. So schlimm war das Abschleifen dann im Endeffekt auch nicht - zumal uns stellenweise die alte Farbe bereits entgegenkam.....Ein !handlicher! Bandschleifer für die großen Flächen, Dreiecksschleifer für kleinere Ecken und ein Spachtel für die Vorarbeit an den losen Stellen dazu schlechtes Fernsehprogramm und gutes Wetter :) nicht zu Vergessen ein Mundschutz/Schutzbrille gegen die Farbpartikel
ein paar gute Freunde - ihr schafft das schon.
Die Landhausfarbe von Osmo habe ich bereits im Fensterbereich verwendet - aber ohne zumindest gründliches Anschleifen des Untergrundes ging da auch nichts ( übrigens habe ich auch mal mit dem Farbton Kieselgrau experimentiert - hat jetzt der Nachbar an seiner Garage und sieht gut aus...)
Viel erfolg
Anna





Anschleifen, abstauben,
2-3 mal Ventilack,fertig.
Oder anschleifen, abstauben,
1 mal Holzisoliergrund streichen,
1-2 Anstriche mit Wetterschutzfarbe,fertig.



Einmal in 15 Jahren streichen?



Das klappt nicht, Anna. Anstriche sollten gewartet werden, sonst Bandschleifer.

Grundsätzlich ist das Problem aller Lacke und Lasuren, daß sie eine Schicht AUF dem Holz bilden. Ist dann nur rohes, nicht imprägniertes Holz darunter und der Lack auch noch dampfdicht, ist nach dem Streichen immer auch vor dem (Schleifen und) Streichen.

Ohne Schleifen wir's also nicht gehen, bis in das rohe Holz. Ein guter Atemschutz ist unerlässlich, ferner Geräte mit Absaugung (nicht das fipsige Beutelchen, sondern ein guter Industriestaubsauger explosionsgeschützt) verwenden.

Danach würde ich zunächst bis zur Fasersättigung (keine Überstände) eine leinölbasierte Grundierung (Imprägnierung), ggf. mit Bläueschutz, einbringen. Danach käme eine echte Naturfarbe, statt OSMO, besser. Hersteller empfehlenswerter Öllasuren wären m.E. Natural, Naturhaus, Livos. Diese sollten regelmäßig überarbeitet werden, dann muß nicht wieder geschliffen werden.

Grüße

Thomas



Vielleicht doch lieber erneuern?



Hallo zusammen,

danke schonmal für die Antworten. Ich bin mittlerweile schon so weit, dass ich darüber nachdenke doch komplett zu erneuern. Bevor ich die braune Farbe/Lasur runtergeschliffen bekomme (kompliziert wird es ja erst in den Verbindungsfugen zwischen den Paneelen), reise ich die lieber ab und es kommen neue Paneele/Rauhspund als Fasebrett dran. Mit einem Elektronagler dürfte sich das Aufwandsmäßig auch in Grenzen halten. Als Holz dachte ich an farblos grundierten Rauhspund Fichte/Tanne und dann mit der Osmo Landhausfarbe streichen.

Das hätte auch gleich den Vorteil, dass die vermutlich mit PCP und/oder Lindan verseuchten Paneele entsorgt werden. :-)

Danke nochmal,
Dominik

PS: Wenn noch wer Tipps, günstige Bezugsquellen oder sonstige Hinweise hat, immer her damit!



Zunächst:



Rauhspund könnte leicht zu feucht sein. um die Fugenbildung zu verringern, besser zu einer HF von ca. 15% greifen. Nicht jeder Rauhspund ist so trocken.

Ich lege Dir nochmals die Naturfarben an's Herz. Die gibt es auch im gewünschten Farbton. Auf jeden Fall solltest Du auf alle wasserverdünnbaren Produkte verzichten.

Grüße

Thomas





Rauhspund sollte auf jeden Fall eine Holzfeuchte von unter 20% haben, richtig? 15% wären ideal?

Die Naturfarben schaue ich mir gerne nochmal genauer an, allerdings hat mich das Osmo-Produkt sehr überzeugt, weil ich bisher ausschließlich (und das ist echt selten) positive Erfahrungsberichte lesen konnte. Teilweise sogar über Jahre hinweg und das fehlt mir einfach bei vielen Produkten.

Alternative: Dickschichtlasur in hellem grau, hält vielleicht 5-10 Jahre und weil in dem Zeitraum eh irgendwann eine größere Fassadensanierung ansteht dann komplett erneuern?



Ups ´Missverständnis



Thomas
nicht einmal vor 15 Jahren streichen und dann eben
2 x , sondern innerhalb der 15 Jahre, hier nach 7 Jahren, einen 2. Anstrich mit dem Fehler der Dickschichtlasur.
Und das mit dem Warten eines Anstrichs ist so ne Sache - Arbeitshöhe 12,50 m - Leiter eher nicht, Abseilen ist auch nicht so mein Ding . Mal sehen wie lange jetzt die Kombination aus Osmo und Öl hält...
Das eine Absauganlage und echter Atemschutz besser gewesen wären ist mir schon klar - aber ich glaube dem Dominik ging es um einfache, pragmatische Lösungen mit wenig Aufwand .
Dominik. Von Dickschichtlasuren kann ich wirklich nur abraten - wir konnten leider erst nach 7/8 Jahren ab Auftrag der Farbe die Kräfte und Finanzen aufbringen um den Anstrich zu erneueren ( Doppelhaus - gehören immer 2 dazu ), abgeblättert hat der aber schon viel früher. An der Südseite bereits nach 3 - 4 Jahren. Also den Plan in 7 - 10 Jahren dann Alles neu machen zu wollen würdest Du damit wohl nicht halten können.
Grüße
Anna



Also im Bereich Fußböden...



findet sich in meinem Erfahrungsschatz nichts Positives zum Thema Osmo. Gab's auch hier im Forum schon Probleme. Es sind reichlich synthetische Stoffe drin, deshalb wird's wohl auch billiger sein, als Naturfarben.

Mit Überarbeiten einer Naturöllasur meine ich das gelegendliche Nachölen mit einem farblosen Standöl, solange die Lasur noch matt, aber intakt ist. Einfacher geht's nicht. Natural hat dafür einen speziellen, hochelastischen farblosen Wetterschutz, der sehr dauerhaft ist. Damit kann die Lasur über längere Zeiträume sogar ohne Überstreichen mit Lasur gehalten werden. Naturöllasuren sind immer mit Naturölen überarbeitbar.

Grüße

Thomas



@ Anna



Eine "einfache pragmatische Alternative", bei der man inkauf nimmt, Holzschutzmittel in Größenordnungen "reinzufressen" die heute vielleicht schon nicht mehr gestattet sind? Das ist Geiz am falschen Platz. Wer sich ein Schleifgerät ausleiht, bekommt ebenda für ein paar Knöppe auch einen geeigneten Staubsauger. Die Leihgebühr für den Sauger spielt sich über den geringeren Verbrauch von Schleifmitteln wieder rein, ein Nullsummenspiel sozusagen.

Grüße

Thomas



Osmo



Die ausschließlich positiven Berichte beziehen sich auch nur auf die von mir bevorzuge "Landhausfarbe". Die würde wohl keiner auf einem Fußboden aufbringen. Und zu den restlichen Osmoprodukten habe ich mich nicht informiert.

Ich denke es wird auf einen kompletten Austausch hinauslaufen. Manchmal ist Neumachen einfacher und billiger als mühsames Erhalten. Und an den alten Paneelen sehe ich nun wirklich nichts erhaltenswertes. :-)

Hat jemand zufällig günstige Bezugsquellen für Holz an der Hand? In der Gegend hier ist die Firma Jordan ansässig. Hat hier schon jemand Erfahrungen machen können? ich bisher nicht, auch preislich habe ich keine Ahnung wo die einzuordnen sind. Aus dem Baumarkt wollte ich das Holz jedenfalls möglichst nicht beziehen. Vielleicht nehme ich auch gleich fertig endbehandeltes Holz in der Wunschfarbe, soll es ja auch geben, aber wie liegt hier der Preis?

Grüße!



Diese Landhausfarbe...



...ist schichtbildend und somit deckend. Ich finde keine Volldeklaration der Inhaltsstoffe. Das ist bei diesem Anbieter so, und deshalb hege ich ein generellen Mißtrauen.

Somit weiß ich nicht, was ich da verpinseln täte. Weder hinsichtlich bedenklicher Stoffe, noch der zu erwartenden Dampfoffenheit. Für mich ein klares "no go".

Fertig behandeltes Holz für außen? Bis sehr skeptisch. Maschinengängige Beschichtungsmittel müssen nicht unbedingt auch außen dauerhaft sein. Nach der Gewährleistungszeit ist es der Part des Kunden, und die Überarbeitbarkeit scheint mir fraglich. Gibt es das wirklich???

Grüße

Thomas



Volldeklaration



Die Volldeklaration ist direkt bei der Farbe auf der Osmo-Homepage herunterladbar.

Inhaltsstoffe sind:
1. Bindemittel: Sonnenblumenöl, Sojaöl, Leinöl, Distelöl
2. Lösungsmittel: Testbenzin
3. Pigmente: mineralisch auf Erzbasis, Titandioxid, Eisenoxid (geld, rot, braun, schwarz) oder organische Pigmente (zugelassen für Speissefarben)
4. Erden: Mineralische Herkunft, Quarzsand, Dolomit, Spat, Quelltone garantiert ohne giftige Beimengungen
5. Additive: Zink-Zirkonium-Cobald-Oktoate (aus Mineralien gewonnen und bleifrei), Ketoxime, Polysiloxane (auf Basis der Kieselsäure) Dient der gleichmäßigen Trocknung, Verhinderung von Hautbildung und haben eine wasserabweisende Wirkung.

Osmo Landhausfarbe enthält keine Biozide und keine Konservierungsmittel.

Für mich hört sich das gut an finde ich! :-)



Das ist für mich zunächst...



...ein theoretisches Erlebnis. Der Bereich mit den angeblichen Volldeklarationen öffnet sich mir nicht, bekomme Error - Meldung.

Kann ich 'mal den Link haben? Benzin jedenfalls gehört nicht in eine Naturfarbe.

Grüße

Thomas





www.osmo.de
dann auf "Color"
dann auf "Außenbereich"
dann auf "Landhausfarbe"
dann im rechten Bereich Volldeklaration anklicken. Steht direkt beim Sicherheitsdatenblatt und dem Produktblatt.





Unsere Fenster und Haustür,und viele Fenster bei Kunden, wurden von mir mit Osmo-Landhausfarbe gestrichen.Da passt bis jetzt alles und es gab noch nie eine Reklamation.Ich bin sehr zufrieden mit dem Produkt.
Einen Dachvorsprung komplett bis aufs rohe Holz abschleifen wenns nicht unbedingt nötig ist halte ich für einen Schmarrn! Wer tut sich sowas freiwillig an? Deswegen auch mein Vorschlag mit Wetterschutzfarbe oder Ventilack.Und wenns einfacher sein soll und das Gerüst steht,Paneele runter und gleich neu.



Danke, gefunden.



Nun, eine Naturfarbe ist es nicht, aber das darf gerne jeder nach Lust und Laune definieren.

Ich meide Produkte, die Benzin enthalten. Ringförmige Kohlenwassertoffe, auch Benzol- frei, haben ein nicht unerhebliches Schadenspotential. Da sie das außen Verarbeiten und nicht immer damit zu tun haben, sicherlich weniger wichtig.

Und die schwammige Formulierung "auf Basis der nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffe..." mißfällt mir. Klingt irgendwie wie das "natürliche Aroma" bei Produkten, die nach Erdbeere schmecken, aber keine Erdbeerbestandteile haben. Andere Hersteller sind in der Lage, genauer zu bezeichnen, was sie mit den Ausgangsstoffen gemacht haben. Insofern ist das vorliegende Blatt keine Volldeklaration. Vielleicht sehe ich das zu akribisch, da ich aber ständig mit Farben zu tun habe, ist es für mich unverzichtbar.

Für Ihre Fassade ist es von Xyladecor her gesehen ohne Zweifel ein Quantensprung, auch wenn ich die Farbe nicht verwenden würde.

Frohes Anstreichen

Thomas



Ich habe



bislang Naturharzfarben von Leinos und Osmo verarbeitet (Leinos für ein Fenster innen, Osmo Landhausfarbe für ein Fenster außen und eine Balkontür). Meine persönliche Erfahrung: Osmo ist in der Verarbeitung viel angenehmer und kann problemlos mit allen "Standardfarben" (Alkydharzlacke und sonstige Kunstharzlacke) mithalten. Die Leinos-Farbe hielt sich bei mir nie an die Gebrauchsanweisung und brauchte bei der ersten Schicht konsequent trotz sehr dünnen Auftrags 4 Tage(!) zum Trocknen.

Von der Haltbarkeit kann ich bislang (nach 2 1/2 Jahren und im 3. Winter) sagen, daß ich bis jetzt in keinster Weise klagen kann (die Tür ist auf der Wetterseite, vom vorigen ca. 18 Jahre alten Kunstharzanstrich war praktisch nichts mehr vorhanden).

Mehr als diesen persönlichen Erfahrungsbericht kann ich nicht geben - aber für unsere weiteren Fenster habe ich die Landhausfarbe schon gekauft.



Dankeschön für den tollen Erfahrungsbericht!



Musste von den Fenstern die alte Farbe komplett runter? Wir haben auf unseren Holzfenstern irgendeine schichtbildende weiße Farbe drauf, die vermutlich erstmal weg muss, bevor ich die Landhausfarbe streiche?



Nö,



davon steht in den Verarbeitungshinweisen nichts. Bei der Tür habe ich die letzten Reste Kunstharzlack entfernt (da war nicht mehr viel), beim Fenster nur die losen Stellen im unteren Bereich, den Rest sauber angeschliffen.



Freilich --



-- Auch wenn OSMO - Produkte Testbenzin als Lösungsmittel enthalten -- Na und -- ??? -- Nach der Farbtrocknung bleibt ein beständiger Farbaufbau, den man nicht wegdiskutieren kann ! - Seit vielen Jahren verarbeiten wir Produkte der o.g. Firma mit Bestem Erfolg und zur vollen Zufriedenheit unserer Kunden.





Freilich :-),

erstmal Schichtbildendes runter,dann Bläuesperrgrund,
dann Osmo.



--- Oder -



-- Remmers --- Die werden immer Besser !