Ölfarbe selber mischen

20.08.2007 Philip



Für den Innenbereich und für Fenster kaufe ich die gute und kostspielige Ölfarbe von Kreidezeit und bin sehr zufrieden.
Für Aussenanwendungen (Fahnenmast ...) würde ich gerne Ölfarbe verwenden die gut hält aber günstiger ist dafür muss sie nicht so Öko sein. Meine Idee ist Leinölfirniss vom Farbenhadel für ca. 2,5 €|l mit pigment (weiss) anzurühren und losgepinselt.
Was für ein Pigment nehme ich da?
Kann ich Kunstharzfarbe mit Leinöl verdünnen und verbessern?
Hab ich da irgendetwas falsch gedacht?
Wie mischt man Leinölfarbe denn an?





Hallo

Ich glaube nicht das es sinnvoll ist Ölfarbe selbstherzustellen. Pigmente und Öl müssen sehr fein miteinander verrrieben werden um eine innighe Verbindung einzugehen. Je nach Menge geschieht dies entweder mit einem Glasläufer auf einer Glasplatte, oder mit einem größeren stößel in einem alten Topf.
Zunächst wird das Pigment mit dem Öl (Leinölfirnis)angerieben bis sich alles sehr fein verbunden hat. Wenn eine flüssig pastose Mischung entstanden ist kann man mit wenig Terpentinöl noch etwas verdünnen, nur wenig nehmen bei Außenanstrichen!
Anschliessend muss die ganze Mischung noch durchgeseiht werden. Wenn die Mischung nicht gut verrieben wurde scheinen die einzelnen Pigmente beim Trocknen durch.
Trocknungszeit ca. 10 Stunden
Üblicherweise wird Titandioxid als Weißpigment verwendet.
Keine Kreide nehmen sonst wird das ganze "durchsichtig"

Ich empfehle Ihnen allerdings sich einfach eine Ölfarbe im Malerfachhandel zu besorgen, für einen Fahnenmast brauchen Sie doch gar nicht soviel Farbe, bedenken sie die Zeit die Sie für eine gute Ölfarbe aufwenden müssen.

Davon Abgesehen kann ich ihnen nicht garantieren das dieses Rezept funktioniert und nicht vergilbt. Das Rezept stammt aus dem Buch " der Schöne Schein" von Kevin McCloud erschienen im Gerstenberg verlag

Gruß

Dorothée



Es ist so selten,



das man mit etwas wirklich zufrieden ist-warum dann selbst unter die Alchimisten gehen? Bleiben Sie besser bei den Kreidezeit-Standölfarben.

Was nicht so Öko ist, ist dann auch keine richtige Ölfarbe, sondern eine Kunstharzfarbe mit Ölanteilen. Das hält denn nicht solange und schädigt vielleicht auch noch das Holz.

Kleine Ersparnis - großer Schaden?

Grüße

Thomas



... fürs Boot ?



.. hallo Philip ...
hat sich wahrscheinlich schon längst erledigt, das Holzschutz-Thema für´s Boot, aber vielleicht steht
ja so etwas nochmal im Raum und dann könnte ich
Ihnen Le Tonkinois empfehlen ... ist zwar etwas
zeitaufwendig in der Verarbeitung, aber ist der
ultimative Schutz in Bezug auf Wasserresistenz.
Wird z.B. vorwiegend für Aussenbuge (und auch Innen)im Schiffsbau verwendet.

... nur zur Info
LG Christine



nö eigendlich nicht fürs Boot...



... da nehme ich Tonkinoise auf jeden Fall obwohl sauteuer. Und das auf Holz und Metall! Mir ging es ja um deckende Ölfarbe (Weiss) am Haus und da kaufe ich eben welche.