Innendämmung mit Lehmziegeln bei eine 14 cm Fachwerkwand

15.03.2009



Hallo Fachwerk-Fachleute,

nach Beratung mit einem Bauphysiker mit Jahrelange Erfahrung in der Altbausanierung wurde uns folgendes vorgeschlagen:

Wandaufbau von Außen nach Innen:

14 cm Fachwerkwand, Holzbalken auf der Innenseite mit Dachpappe(Bitumen)versiegeln, 10 cm Luftspalt, 20 cm Gasbeton als Vorsatzschale, Putz, Farbe.

Es wurde uns folgendes erklärt:

Wenn die Vorsatzschale von innen erwärmt wird und somit letztendlich die stehende Luft zwischen Vorsatzschale und Fachwerkwand aufwärmt, kann es nicht zum Kondensatbildung kommen, weil die stehende Luft ja eigentlich die Außenluft ist. Diese Luft hat je nach Wetterlage eine gewisse Luftfeuchtigkeit. Wenn diese Luft erwärmt wird, kann diese Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen (Physikgesetz) und somit kann hier keine Kondensation stattfinden. Da der Luftspalt ca. 10 cm ist und die Fachwerkwand niemals nach Außen "Luftdicht" ist entsteht hier ein natürlicher (langsamer) Luftaustausch. Das Gesamtluftvolumen dieses Spaltes ist groß genug um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren und Kondensatbildung auf der Innenseite der Fachwerkwand zu vermeiden.

Was sagt Ihr Fachleute dazu?
Könnte das so funktionieren?
Für mich macht das irgendwie sinn.
Den Innenraumverlust (ca. 30 cm) ist auf Grund der Raumgroße kein Problem.
Die Fensternischen werden ca. 45° angeschrägt um den Lichtverlust so gering wie möglich zu halten

Grüße von Gerrit und Kathrin.



Wenn das Ihr Bauphysiker so sagt



wird das schon richtig (für Ihn) sein.
Ob allerdings die theoretische Annahme mit der resultierenden Realität in 10 Jahren übereinstimmt, halte ich für sehr fraglich.

Ähnliche Aufbauten schon gesehen mit Schäden an Substanz der Wände und Beckenbalken.

Fragen Sie mal nach, ob er dafür länger als 10 Jahre seinen Kopf dafür verwettet?

dazu weitere Threads:

dazu in einem anderen Thread:
Fachwerk Aufdoppeln
---Forenreferenz-----------
Fachwerk aufdoppeln - Hallo Leute,

ein bekannter von mir möchte bei seinem Fachwerkhaus (Bj.1650) zwecks Wärmedämmung das Fachwer aufdoppeln und die Gefache mit Holzwolleplatten ausfüllen.
Zum geplanten Aufbau (innen->aussen):
Lehmputz d= ???
Fachwerk d=~ 16cm
Aufdopplung 8cm Lärche
Gefache 6cm Holzwolle
Putz 1-2cm

wie würdet Ihr das machen? mehr ...
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… und ein jeder Neufirmengründer mit nur einer linken Hand sich die gesammelten Firmenprospekte der einschlägigen Dämmerer ins Firmenportfolio auf die eigene "homepage" draufkopieren kann (Nach dem alten Studentengrundsatz: Gut kopiert ist halb studiert) so lange machen die verunsicherten Bauherren das. Man will ja nichts falsch machen! Und den super XYZ-Kredit nehmen wir auch noch mit (in meinen Augen nur eine so-genannte: Hausabwrackprämie) - die genauen Auswirkungen und Realzinsen und -Kosten werden schöngeredet (Psychologisch: Kompensation oder RRBS = "Rosarote Brillen Syndrom) Und überall werden die zweifelhaften Aussendämmungen als Usus und Normal (Stand der Technik) deklariert und die auch zweifelhaften und bauphysikalisch immens risikoreicheren Innendämmungen auf Grund einer ganz speziellen Untersuchung als problemlos eingestuft - gelesen oder gar richtig verstanden wohl von den Wenigsten. Übrig bleiben irgend welche Schlagworte die rumgeistern und den Bauherren vorgaukeln, dass alles im Griff zu haben ist. Und das böse Erwachen kommt dann erst hinterher: Geld weg, Bauschäden, Gesundheit und die Fragezeichen immens gross!
Ich sage: Bauherr: VORSICHT! vorher mal Reinecke Fuchs lesen - auf jeden Fall nicht alles glauben, was in Verkaufsprospekten steht.

Beraten ist gleich, gekauft und eingebaut auch - aber die Schäden kommen schleichend aber verheerend!

Innendämmung jeglicher Art ist keineswegs "unproblematisch" oder gar problemlos!
Ganz im Gegenteil!
Sie werden sehen!

FK



Innendämmung mit Gasbetonvorsatzschale bei eine 14 cm Fachwerkwand



Was ist denn da so fraglich?
Können Sie uns eine bauphysikalischer Erklärung für das nicht funktionieren dieser Wandaufbau geben?

Grüß Gerrit



Wenn Innenschalen....



...dann möglichst homogene.
Also verklebte Scheiben bzw. Ebenen.

Ob nun gestampft, gemauert oder verklebt ist fast identisch, hängt aber auch von Ihren Möglichkeiten und Herangehensweisen ab.
Es ist einiges möglich, doch wie bereits Herr F.Kurz schon bemerkte, es ist einiges zu beachten und zu befolgen.

Gutes Überlegen,
Udo Mühle



Bauphysiker löst eines der größten Probleme in der Altbausanierung



das wäre doch die Schlagzeile, ich frag mich wieso sich so viele Leute den Kopf zerbrechen, ihr man hat doch die Lösung auf der Hand...

Balken mit Dachpappe versiegeln,Luftspalt,Gas"beton" eigentlich alles Komponenten die jedes Fachwerkhaus haben sollte!



Was sagt Ihr Fachleute dazu?
Könnte das so funktionieren?
sie zweifeln doch nicht etwa an der Kompetenz eines Heilbringers

machen sie doch noch drei vier identische Threads auf vieleicht schreibt mal einer was sie hören wollen



Wieviel Threats mit gleichem Inhalt



exitieren hier eigentlich noch?
wo soll man nun die Antwort schreiben?
Einmal ein Aufbau mit Lehm, dann einer mit Porensteinen, gehören die nun zusammen??
Was wollen Sie hören?

verwirrte Grüsse