Fachwerkhaus translozieren?

30.07.2014 Nicole



Hallo Zusammen

Nachdem wir uns vom grössten Schock etwas erholt haben (unser komplettes Bauernhaus ist 1 Monat vor Bezug am 21.06.2014 abgebrannt), haben wir heute ein Angebot erhalten:

Fachwerkhaus aus dem 17. JH abzubauen und bei uns wieder aufzubauen. Wir würden dabei von einem Historiker und einem ehemaligen Mitarbeiter vom Ecomusée unterstützt. Unser Zimmermann könnten wir sicher auch wieder mit ins Boot holen.

Da wir uns aber bis jetzt noch nicht mit dem NEUEN sondern mit den Schadenmeldungen für die Versicherungen herumgeschlagen haben, sind wir gerade ein bisschen überfordert.

Deshalb bin ich Euch dankbar, für Anregungen für die Translozierung oder ein Fachwerkhaus neu erstellen oder etwas ganz anderes Bauen? Ev. Skelettbau mit Strohballen?

Wir sind im Dorfkern, umgeben von Fachwerkhäusern: Sichtfachwerk, Fake, teilweise oder vollständig Verputzt.

Vielen Dank für Eure Gedankenanregungen
Nicole



Warum ?



immer die komplizierteste und teuerste aller Varianten wählen? Spielt Geld keine Rolle? Historische FWH in Ehren, aber bei einem -üblicherweise- knappen Budget würde ich immer vom Kauf und der Sanierung, geschweige denn dem Prozedere einer Translozierung, eines FWH abraten.

Ein Neubau, z.B. ein Holzrahmenbau und nein: kein FW--Fake, sondern moderne Architektur, durchaus in Übereinstimmung mit Ansprüchen an Wohngesundheit und baubiologisch korrekten Materialien, ist eine zeitgemäße Variation für den gestressten Geldbeutel.



Translozieren



Daß Ihr ein wertvolles historisches Gesamtensemble (Ortskern) weiterhin erhalten helfen wollt, finde ich sehr löblich. Es wird ja alles von allein immer schlechter und niveauloser.

Warum soll das andere Fachwerkhaus von dort weg ? Gehört es zur gleichen Hauslandschaft? In welchem Zustand ist es? Entspricht das (ebenso) Euren Vorstellungen? - Fotos wäre auch hier hilfreich.
Wenn Neubau, wäre event. eine Kopie des abgebrannten Hauses sinnvoll? Zumindest der Fassadenansicht.

Wenn Ihr weiterhin die Kraft habt, ein altes Haus zu erhalten, fände ich das gut.



Translozîerung



Wir wollten ein altes Haus und kein neues (sonst hätten wir ja neu bauen können). Unser Grundstück befindet sich im Dorfkern umgeben von alten FW-Häusern. Wie bereits erwähnt sind diese sehr unterschiedlich renoviert/saniert worden.

Das zur translozierung stehende Haus sieht nicht genau so aus wie unser abgebranntes und es ist etwa 100 Jahre älter. Aber es steht Luftlinie 14 km und 3 Dörfer weiter.

Es sollte zwecks Neubau abgerissen werden. Da sich aber verschiedene Leute sofort quergestellt haben (deshalb ist auch ein Historiker und ein ehemaliger Mitarbeiter von Ecomusé involviert) , hat sich der Eigentümer bereiterklärt seine Abrissarbeiten vorerst einzustellen, damit jemand gefunden werden kann, der das Haus translozieren will.

Somit sind wir ins Spiel gekommen. Uns wurde das Haus gestern Abend angeboten und es muss jetzt alles relativ schnell gehen. Nur fühle ich mich im Moment ehrlich gesagt massiv überfordert.

Sollten wir uns für eine Neubau entscheiden, fände ich es etwas unlogisch das abgebrannte Haus wieder 1:1 aufzubauen. Heute würden wir doch die Deckenhöhe anpassen (muss nicht 2.5 m sein, aber so dass Mann mit 1.8 m auch aufrecht gehen kann). Und dann stimmen die Proportionen nicht mehr!?

Da wir aber noch nicht wirklich Zeit hatten, uns mit diesen Fragen zu beschäftigen, bin ich Euch für Eure Einwände, Anregungen und Ratschläge dankbar. Ich mag viel Input.

Nein ich stehe nicht auf die teuerste Variante, aber ja ich mag es kompliziert (einfach kann jeder) und speziell. Aber ob ich nochmals die Energie aufbringen kann ein Jahr täglich auf der Baustelle zu arbeiten, das weiss ich auch noch nicht. Finanziell müssen wir sehen, was die Versicherung bezahlen wird.

Grüsse aus dem Südsundgau
Nicole



Translozîerung



Wir wollten ein altes Haus und kein neues (sonst hätten wir ja neu bauen können). Unser Grundstück befindet sich im Dorfkern umgeben von alten FW-Häusern. Wie bereits erwähnt sind diese sehr unterschiedlich renoviert/saniert worden.

Das zur translozierung stehende Haus sieht nicht genau so aus wie unser abgebranntes und es ist etwa 100 Jahre älter. Aber es steht Luftlinie 14 km und 3 Dörfer weiter.

Es sollte zwecks Neubau abgerissen werden. Da sich aber verschiedene Leute sofort quergestellt haben (deshalb ist auch ein Historiker und ein ehemaliger Mitarbeiter von Ecomusé involviert) , hat sich der Eigentümer bereiterklärt seine Abrissarbeiten vorerst einzustellen, damit jemand gefunden werden kann, der das Haus translozieren will.

Somit sind wir ins Spiel gekommen. Uns wurde das Haus gestern Abend angeboten und es muss jetzt alles relativ schnell gehen. Nur fühle ich mich im Moment ehrlich gesagt massiv überfordert.

Sollten wir uns für eine Neubau entscheiden, fände ich es etwas unlogisch das abgebrannte Haus wieder 1:1 aufzubauen. Heute würden wir doch die Deckenhöhe anpassen (muss nicht 2.5 m sein, aber so dass Mann mit 1.8 m auch aufrecht gehen kann). Und dann stimmen die Proportionen nicht mehr!?

Da wir aber noch nicht wirklich Zeit hatten, uns mit diesen Fragen zu beschäftigen, bin ich Euch für Eure Einwände, Anregungen und Ratschläge dankbar. Ich mag viel Input.

Nein ich stehe nicht auf die teuerste Variante, aber ja ich mag es kompliziert (einfach kann jeder) und speziell. Aber ob ich nochmals die Energie aufbringen kann ein Jahr täglich auf der Baustelle zu arbeiten, das weiss ich auch noch nicht. Finanziell müssen wir sehen, was die Versicherung bezahlen wird.

Grüsse aus dem Südsundgau
Nicole



und noch



ein Bild



Hütte retten



Erstmal find ich die Idee richtig gut,wenn dadurch ein altes Haus erhalten bleibt,ich würde auch den Kontakt zur IG Bauernhaus suchen,dort habe sicher auch einige Erfahrung ,mit der Häuser versetzerei.
Toll das ihr so viel Mut habt,ich glaub nicht das ich den hätte, hier nochmal ganz von vorne anzufangen....

Grüße Martin



Fachwerkhaus retten



ein anderes historisches Gebäude durch eine Umsetzung zu retten ist doch eine gute Idee, nachdem das erste Fachwerkhaus leider durch einen Brand verloren gegangen ist. Schlechte Neubauen gibt es schon genug.
Bei den Verhandlungen mit der Versicherung sollte man sich ggf. nicht mit dem ersten Angebot zufrieden geben und ggf.einen Sachverständigen hinzuziehen.
Viel Erfolg!