Fachwerkhaus oder nicht?

13.11.2017 Gauloise


Fachwerkhaus oder nicht?

Hallo zusammen,

wir haben uns ein altes Haus gekauft, beidseitig angebaut, auf der Rückseite sind Holzbalken wie bei einem Facherkhaus sichtbar, aber die Vorderseite sieht "ganz normal" aus? Da ist nichts von Holz zu sehen.
Im Innern des Hauses gibt es jedoch wieder massenweise Holzbalken, sowohl in den Zwischenwänden als auch in den Zimmerdecken.
Ist das nun ein Fachwerkhaus oder nicht?
(Ringsum stehen überall Fachwerkhäuser, aber da ist es offensichtich).
Das Haus steht jedenfalls unter Denkmalschutz.


Viele liebe Grüsse,
Gauloise



Hallo



sieht für mich nach einer Steinfassade aus.

Oft werden hier oft die Zwischenwände in Fachwerk ausgeführt.

Die Decke sind i. d. R. Balkenkonstruktionen.



Fußbodenaufbau Keller


Fußbodenaufbau Keller

Wie soll denn der Keller in dem nicht unterkellerten Haus einmal genutzt werden?

In vielen Städten gab es ab dem 17.Jahrhundert Brandschutzvorschriften nach denen Fassaden und Dachbeläge nur noch aus brandsicheren Materialien ausgeführt werden durften, vorhandene Fachwerkfassaden wurden nachträglich verputzt.





Hallo,

*grins*: ja, hört sch blöd an, gell:
"mein Keller im nicht-unterkellerten Raum".

URSPRÜNGLICH war geplant, daraus
a.) eine Waschküche zu machen, in der ich neben Waschmaschine und Trockner auch
b.) Wäsche zum Trocknen aufhängen kann. Ausserdem sollten dort
c.) Kleider in Kartons gelagert werden, sowie jeweils ein Regal für
d.) und e.) Lebensmittelvorräte, Werkzeuge und altes Spielzeug


Ich denke,
ich kann dort im jetzigen Zustand nur das aufstellen, was Feuchtigkeit verträgt und was den Sandboden atmen lässt, so dass nichts modern kann, richtig?

Waschmaschine und Trockner würden also gehen, sofern ich eine Möglichkeit finde, diese irgendwie gerade aufstellen zu können (Boden ist ja leider nicht eben).
Gibt es dafür spezielle Gestelle?

Kartoffeln und Zwiebeln dürften wohl gehen, die wurden früher ja auch in feuchten Kellern gelagert.


Vergessen kann ich wohl:
Wäsche aufhängen: da das die Feuchtigkeit erhöhen würde und die Wäsche wohl auch den modrigen Geruch, der wohl nie ganz rausgehen wird, annehmen würde, oder?

Klamotten-(kisten) dürften wohl auch nicht 'rein, da sie die Feuchtigkeit aufnehmen würden.

Vorräte dürften auch nur dann 'rein, wenn sie "wasserdicht" verpackt sind, also Gläser und Dosen.

Holzmöbel (eine alte Werkzeugbank) dürfte wohl auch reingehen, sofern ich sie auf Plastikfüsse stelle und einkalkuliere, dass sich das Holz verzieht, oder?

***
Leider ist momentan der Geldbeutel leer, so dass auch nicht an weitere (grössere) Massnahmen zu denken ist.
Ausserdem habe ich die Befürchtung, dass sich das Grundwasser dann an den Wänden hochziehen würde, wenn ich den Boden Isolieren würde? Oder dass die Nachbarn die Feuchtigkeit abkriegen...könnte das sein?

Viele liebe Grüsse



Kellerfußboden



Das mit dem "Atmen" vergessen Sie lieber. Der Fußboden in einer Waschküche sollte wasserdicht und damit diffusionsdicht sein. Ich empfehle einen Fußbodeneinlauf, wenigstens ein Schöpfloch, in den Fußboden zu integrieren. Dann einen Verbundestrich im Gefälle verlegen. Die Fläche fliesen.
Für Waschmaschine und Trockner empfehle ich ein Podest zu mauern. Der Rücken wird es danken.
Ich gehe davon aus das in dem Raum ein ordentliches Fenster zur Belüftung vorhanden ist, wahrscheinlich auch ein Nebeneingang zum Garten. Wäschetrocknen in so einem kleinen Raum ist heikel, deshalb lieber mit einem Trockner arbeiten und die Mehrkosten für den Strom tapfer auf sich nehmen. Kompensieren kann man das mit einem Warmwasseranschluß für die Waschmaschine. Die anderen Sachen einzulagern ist kein Problem, aber Vorsicht bei Wäsche und Kleidung.
Der Fußboden hat keine Dämmung, deshalb zur Frostsicherung einen Heizkörper mit verbauen lassen und die Decke zum Wohngeschoss darüber dämmen.



Waschküche


Waschküche Kapillarfeuchte

Immer wieder diese Märchen für Erwachsene (Kinder). Zuerst das mit dem atmenden Fußboden bzw. Wand, dann das mit dem Wasser das in die Wände gedrückt wird.
Da drückt nix!
Kapillarität ist eine materialbedingte Eigenschaft, sie hat etwas mit der Porengröße, dem Porenvolumen und der Vernetzung zu tun. Ein Verbundestrich ist kein Topfdeckel und der Boden darunter kein Topf mit kochendem Wasser.
Eine Abdichtung (hier ein paar cm Verbundestrich und Fliesenbelag) funktioniert so:
Darunter ist es feucht weil sich ein stabiles Feuchtegleichgewicht einstellt, genannt Erdfeuchte. Darüber ist es trocken. Weggefallen ist die Verdunstungszone. Die Raumluftfeuchte sinkt, jetzt können die Wände ein niedrigeres Feuchtegleichgewicht annehmen.
Anders gesagt: Die Wände werden trockener, der Feuchtegehalt sinkt. Das kann sich in Salzablagerungen an der Oberfläche zeigen. Laien schreien deshalb auf weil sie glauben die Wand wird feucht. Nein, sie wird trockener!

Wenn Sie sich das Foto vergrößern und genauer ansehen erkennen Sie wie Kapillarfeuchte, also die berüchtigte aufsteigende Feuchte, wirklich aussieht: Ein scharf abgegrenzter etwas unregelmäßiger Rand bzw. Übergang zwischen trocken und wassergesättigt, die Poren sind unterhalb gefüllt. Wie hoch die Kapillaren sich mit Wasser füllen hängt hauptsächlich vom Material ab, also von der Art der Poren. Das hier ist Zementputz.
Wenn wir schon mal bei Märchen sind:
Spinat hat gar nicht so viel Eisen, die Idee zu den deutschen Autobahnen stammt nicht von Hitler und August Monier hat den Stahlbeton nicht erfunden.



Dämmung



Polystyrol an die Decke ist keine gute Lösung, dafür gibt es spezielle systeme.
Schauen Sie mal bei Topdec- Deckendämmung nach.
Die GK- Bekleidung kann an den Wänden verbleiben, sie funktioniert ja anscheinend.
Das mit dem Geld- na ja, das ist Ihr Problem.
Ohne Geld kann man nicht sanieren. Zuviel Geld für überflüssige Maßnahmen verballern ist leicht, aber ohne etwas machen sehr schwer.
Apropos verballern:
Auf dem "Foto" kann ich mit etwas Fantasie Bohrlochreihen an der Fassade über dem Sockel erkennen. Wurde da etwas gemacht?



Abdichtung Sockel



Die Bohrungen können auf eine chemische Horizontalsperre oder den Versuch einer Trockenlegung mittels Elektroosmose (LKV) hindeuten.
Ich habe angenommen das so etwas von Ihnen in Auftrag gegeben wurde.
Statt Fliesen können Sie auch einen billigen PVC- Belag aus der Grabbelkiste lose auf den Estrich packen. Ist diffusionsdicht und lässt sich leicht reinigen.