Fachwerkhaus kaufen: Tipps zur Wertermittlung

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Steht der Kauf einer Immobilie im Raum, geht es meist um sehr viel Geld. Eine Investition in dieser Größenordnung möchte wohlüberlegt sein. Der Verkäufer möchte das Gebäude nicht unter Wert verkaufen, der Käufer nicht mehr Geld investieren als erforderlich. Da stellt sich die Frage: Welchen Wert hat die Immobilie? Bei einem Fachwerkhaus sieht die Bewertung etwas anders aus als bei anderen Immobilien, die als Wohneinheit zum Verkauf stehen. Aus welchen Faktoren sich der optimale Preis zusammensetzt und Tipps zum Kauf und Verkauf offenbart dieser Ratgeber.


Auf die Lage kommt es an

Das mit Abstand wichtigste Kriterium für die Ermittlung des optimalen Verkaufswerts ist die Lage. Dabei spielt es auch keine Rolle, um welche Art von Gebäude es sich handelt oder wie die Bausubstanz ist. Ganz gleich, ob Fachwerk, Holzhaus oder Klinkerbau – die Lage bestimmt den Preis maßgeblich.

Immobilienpreise unterscheiden sich von Region zu Region erheblich. Für die Ermittlung eines ungefähren Wertes werden die Immobilien in unmittelbarer Nähe genommen. Ein und dasselbe Fachwerkhaus hätte in einem Ballungszentrum einen deutlich höheren Wert als etwa in bevölkerungsärmeren Region. Der Wert wäre aktuell in Berlin doppelt so hoch wie etwa in Jever, Heimat des gleichnamigen Bieres in Norddeutschland.

Neben der Lage ist der direkte Standort selbst von Bedeutung. Aussicht, Abstand zur nächsten Lärmquelle und Art der umliegenden Bebauung bestimmen den Verkaufspreis eines Fachwerkhauses.


Qualität der Bausubstanz

Die Experten von buyimmo.de nehmen im Auftrag von Kunden kostenlose Bewertungen von Immobilien vor. Anhand festgelegter Kriterien ermitteln sie den idealen Verkaufspreis für eine Immobilie. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Immobilienverkauf ansteht oder der Wert zu ermitteln ist. Das ist etwa bei einer Erbschaft oder einer Scheidung erforderlich.

Bei der Bewertung der Immobilie schauen sich die Experten die Bausubstanz ganz genau an. Dieser Faktor ist bei Fachwerkhäusern entscheidender als bei anderen Immobilien. Schließlich handelt es sich meist um sehr alte Gebäude, die nicht selten auch unter Denkmalschutz stehen.

Auf den Kaufpreis wirken sich der Zustand des Mauerwerks, der Bodenplatte und des Daches aus. Das Alter der Verglasung und der Elektrizität fließen ebenfalls in die Berechnung ein. Nicht zuletzt entscheidet die Ausstattung über den Wert der Immobilie. Eine moderne Küche im Landhausstil hebt den Wert eines Fachwerkhauses an, ebenso ein Kamin oder hochwertige Bodenbeläge.


Verschiedene Berechnungsmöglichkeiten

Bei alten Fachwerkhäusern handelt es sich um spezielle Gebäude. Das schränkt das Feld von Interessenten ein. Ein ermittelter Verkaufspreis durch eine Immobilienbewertung ist daher mit Vorsicht zu genießen. Die Suche nach einem Interessenten kann durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen. Ungeduldige Verkäufer reagieren mit einem deutlich reduzierten Verkaufspreis darauf, in der Hoffnung, mehr Interessenten anzulocken. Mitunter kann ein alternatives Wertermittlungsverfahren zum optimalen Verkaufspreis eines Fachwerkhauses führen und vor einem Kauf unter Wert schützen.

  • Beim Sachwertverfahren wird der Substanzwert der Immobilie berechnet. Dabei fallen der Bodenrichtwert und die Herstellungskosten deutlicher ins Gewicht. Die aktuellen Immobilienpreise fallen weniger stark ins Gewicht.
  • Präziser ist das Vergleichswertverfahren. Bei dieser Berechnung spielt die aktuelle Situation auf dem Immobilienmarkt eine größere Rolle. Dieses Verfahren lohnt sich in Regionen, in den mehrere Fachwerkhäuser in den vergangenen Jahren verkauft wurden. Der jeweils erzielte Verkaufspreis bestimmt den aktuellen Wert der Immobilie.

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