Kauf einer unter Denkmalschutz stehende Fachwerk-Immobilie




Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich hab ein kleines Problem und weiß nicht, wie ich damit
umgehen soll.
Ich habe sehr großes Interesse an einem schönen Fachwerkhaus. Das Gebäude ist gegen 1750 errichtet worden.
Es steht in einer schönen mittelalterlichen Gegend.
Heute hab ich durch den Makler erfahren, dass das Haus unter Denkmalschutz steht. Leider kenn ich mich damit gar nicht aus. Wer kann mir dazu was sagen, bzw. mir evtuelle Links zu informativen Seiten nennen.
Welche Pflichten habe ich als Eigentümer einer solchen Immobilie? Wie siehts mit Umbaumaßnahmen aus? Gibt es Zuschüsse, Förderungen, Sonderkredite vom Staat oder von der Gemeinde? An welche Richtlinien muss ich mich bei der Umgestaltung bzw. Renovierung halten?

Freu mich über jede nette Antwort

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schmitz



Keine seltene Frage und daher erstmal ein Verweis :-)



Forumeintrag-Eintrag

---Forenreferenz-----------
Kauf Fachwerk unter Denkmalschutz - Unterstützung Staat -
Hallo zusammen!

Wir befassen uns mit dem Gedanken ein Fachwerk von 1740 zu erwerben. Preis 160.000, bauliche Massnahmen ca. 40.000 Euro, davon ca. 15.000 Euro zu Erhaltung der Fassade. Auf welche Art und Weise kann man nun Unterstützung oder steuerliche Abschreibungen seitens des Staates erhalten bzw. beantragen?

Gibt es vielleicht darüber eine ausführliche Seite im Netz?

Vielen Dank.

mfg
Tom mehr ...
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und Forumeintrag-Eintrag

---Forenreferenz-----------
Finanzielle Unterstützung bei Denkmälern? -
Hallo, wir haben eine Frage:
Und zwar haben wir uns vor ungefähr einem Jahr ein altes Fachwerkhaus von 1730 (Denkmalschutz) in Süddeutschland (bei Freiburg) gekauft und wollen es nach und nach wieder herrichten.
Wir haben auch eine Bescheinigung auf der steht, daß es sich um ein Gebäude von besonderer geschichtlicher Bedeutung handelt.
Im letzten Sommer fingen wir an einige Fassaden zu Streichen und über 10 Fensterläden komplett auszuwechseln. Wir haben bis jetzt noch keine Unterstützung beantragt.
Meine Frage: Für was bekommt man eigentlich von der Denkmalpflege Unterstützungen? Nur für Reparaturen oder auch für die teuren Farben? Im letzten Sommer haben wir schon 400 EUR allein für Farben ausgegeben!
Bekommt man auch Unterstützungen, wenn das Haus selber nicht bewohnt ist?
Und wie sieht es aus, wenn einige Balken und Holzböden erneuert werden müssen? Wir haben wirklich keine Ahnung!
Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus!
Vielen Dank im Voraus! mehr ...
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und der übliche Hinweis auf die Suchfunktion, die nicht nur sucht, sondern auch findet :)

Liebe Grüße
Heide



Denkmalschutz Informationen



Hallo Andreas Schmitz,
wir haben uns vor kurzem ebenfalls ein Fachwerk- EINZELDENKMAL (auch etwa um 1750) gekauft und mich haben die selben Fragen umgetrieben. Sicherlich kommt es darauf an in welchem Bundesland das Haus steht, da die Länderbestimmungen im Bezug auf Denkmalschutz unterschiedlich sind. Es kann durchaus hilfreich sein einfach mal bei der zuständigen unteren Denkmalschutzbehörde anzurufen und sich mit den Leuten zu unterhalten. War in unserem Fall sehr hilfreich und die Denkmalpfleger waren auch sehr nett und hilfsbereit.
Am besten vorher überlegen was man wissen möchten und einfach mal anrufen oder hingehen.
Hier noch ein Link auf dem auch viele hilfreiche Infos zu finden sind: http://www.denkmalpflege-hessen.de/

Viel Spaß

Martin Wittwar



Fachwerkhaus zu kaufen!!





Fachwerkhaus kaufen!!


Zuschüsse für Fachwerksanierung

Guten Tag Andreas Schmitz.
Zu ihrer Frage mit dem Fachwerkhaus Kauf würde ich Ihnen vorschlagen dass sie sich mit den unten aufgeführt Fachleuten in Verbindung setzen
1. Denkmalschutzbehörde
2. Denkmalpfleger der Stadt oder Gemeinde in dem das Fachwerkhaus steht dieser kann Ihnen bestimmt auch Möglichkeiten zu den Förderung in ihrem Kreis oder Stadt benennen
3. einen Gutachter und oder einen öffentlich bestellt und vereidigten Sachverständiger dieser kann Ihnen einen und unparteiischen Rat oder Vorschlag zur Sanierung machen zwecks (faule Balken, Fachwerkschäden, Pilze und Holzschädlinge an Fachwerkgebäuden, und so weiter) den der Makler wird Ihnen bestimmt nicht alle Schäden am Gebäude zeigen und unterbreiten aber ein unparteiischer Fachmann kann und wird dieses aber tun dafür wird er auch bezahlt!

Ich fasse nochmal zusammen:
wenn Sie also Fachwerkhaus Laien sind sollten Sie auf jeden Fall fachliche Hilfe in Anspruch nehmen damit Ihnen nicht die Sanierungskosten (Umbaukosten und eventuelle Fachwerkschäden) über den Kopf wachsen und damit das Fachwerkhaus auch realisierbarer und ganz wichtig auch bezahlbar bleibt
für eventuelle Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden





Vielen Dank für die reichlichen Antworten.
Werde wohl erstmal einen Sachverständiger hinzuziehen.
Was kostet mich wohl so eine Begutachtung?
gruß A. Schmitz



Kosten für eine Bauberatung


gutachten

Guten Tag Andreas Schmitz
für die Kosten einer Bauberatung benötigt man aber noch mehrere Angaben
1. und wo steht das Objekt genauer Standort
2. gibt es Zeichnung zu dem Objekt

Für eine grobe Kosteneinschätzung können Sie bei mir im Profil unter Sachverständigebüro die Kosten für eine Bauberatung einsehen

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden



Keine Angst - aber Vorsicht



Erst mal Gratulation. Ich selbst wohne in einem Fachwerkhaus und werde von allen Bekannten beneidet, die in einem "normalen" Bau wohnen. Allerdings hat der Architekt es auch geschafft, die denkmalpflegerischen Belange mit den heutigen Wohnanforderungen zu kombinieren. Obwohl ich selbst viel mit Denkmalen zu tun habe hätte ich es nicht so gut machen können. Fazit 1: bei einer Sanierung nur nicht an der falschen Stelle, sprich einem guten Architekten mit Erfahrung bei FAchwerkbauten sparen.
Für die Sanierung von Denkmalen gibt es zwar leider weniger Födergelder (z.B. Denkmalschutzbehörden, aber auch regionale Stifungen oder die Deutsche Stiftung Denkmalschutz) als vor ein paar Jahren, aber die steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten sind wirklich gut. Aber dazu muss man rechtzeitig mit den Behörden sprechen! Fazit 2: So schnell wie möglich mit der zuständigen unterene Denkmalschutzbehörde sprechen. Die Mitarbeiter haben zwar meist enorm viel zu tun, sind aber froh wenn sie frühzeitig gefragt werden. Außerdem verfügen die über ein großes Wissen, sind also für Eigentümer absolut unersetzlich.
Es ist außerdem immer gut, wenn man als Eigentümer sachverständig mitreden kann. Dazu gibt es Seminare bei der Denkmalakademie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (www.denkmalakademie.de). Fazit 3: Einfach mal das Seminarprogramm im Internet anschauen.
Viel Spaß mit dem Fachwerkhaus



Ich hab´s hinter mir..



Auch ich bin mit einem Haus unter die Fittiche des Denkmalschutzes geraten, damit wegen Kleinigkeiten gute Erfahrungen gemacht. Diese Kleinigkeiten konnte der Architekt nicht regeln, daß mußte ich mit der Denkmalschutzbehörde (Sozialministerium) durch Überzeugungsarbeit selbst regulieren. Manchmal geht auch "austricksen".

Danach folgte ein anderes Haus mit Komplettsanierung. Sehr schlechte Erfahrung mit einem Architekten. Nicht jeder Architekt wird vom Denkmalschutz anerkannt. Ich mußte 2x wechseln und hatte jedesmal die Kosten an der Backe. Und dann die Statiker, das ist der Härtefall. Am schlimmsten die angeblichen Architekten mit angeblichen Denkmal-Fachwissen.

Denkmalschutz : zugesagte und bescheidete Zuschüsse werden nicht ausgezahlt, aber Forderungen gestellt. Wenn Sie sich darauf einlassen, sind Sie bald arm ab.

Versuchen Sie, nach Möglichkeit einen Fachmann mit der Berufsbezeichnung BAUMEISTER anzuheuern, das ist meistens ein Praktiker und der muß nicht nach Gebührenordnung arbeiten.

Besser, Sie lassen das mit dem alten Haus. Es wird immer alt bleiben, es wird nie ein Neues werden. Hände weg.

Baudenkmal ..... ich nie wieder !





na elektriker, da scheinen sie ja komplett in jeder beziehung an den und die falschen geraden zu sein. aber dass alt immer alt bleibt, ist ja nichts ungewöhnliches und eigentlich das was viele wollen. man muss nur damit umgehen können und darin leben wollen!
gruss
chr. bernard (architekt)