Anbau an Fachwerkhaus

16.12.2005



Hallo,
wir besitzen ein Fachwerkhaus was demnächst einen Anbau erhalten soll.
Dieser soll in Leichtbauweise ausgeführt werden, jedoch wissen wir nicht wie sich die Stelle das Übergangs alt_neu baukonstruktiv bewältigen lässt.
Wir dachten schon daran, diesen Materialwechsel durch einen Glasstreifen abzutrennen, sind jedoch wegen der Problematik Wärmebrücke unsicher.
Gibt es jemanden der zufällig eine gute Idee für die Lösung eines solchen Knotenpunktes hat.
Es kann auch eine andere Konstruktion (Stahlrahmen) sein.
Was für Richtlinien des Denkmalschutzes müssen dabei besonderes Augenmerk verdienen bzw. gibt es einen Link zu solchen Richtlinien?

Danke im Vorraus
MfG M.Schmiele



Konstruktionsübergang



Wenn es sich um eine neue Holzständerkonstruktion handeln sollte, ist der Bauteilübergang problemlos zu gestalten.
Mittel Lehmausfachungen, Holzweichfasermaterialien, Spritzkork und weiteren Lösungsmöglichkeiten reichen da die Varianten.
Günstig wäre natürlich eine vor-Ort-Besichtigung, um einen noch besseren Eindruck der Bausituation und seiner Machbarkeit zu erhalten.
Eine Kontaktaufnahme wäre diesbezüglich sinnvoll, um genauere Informationen Ihrer Lösungs- und Ausführungsmöglichkeiten zu ergründen.

MfG die LehmHandWerker
Udo und Jens



Sorry, aber was sagt denn....



...Ihr Architekt dazu? Der müßte für die Lösung solcher Probleme doch eigentlich zuständig sein?
Leider kann man das ohne genauere Beschreibung der Konstruktionsaufbauten kaum beurteilen.
Grüße aus Leipzig von
Martin Malangeri



Noch was konstruktives....



Die beiden Bilder stammen von einem meiner Projekte in Meck-Pomm. Fachwerkhaus wurde restauriert und bekam einen Anbau in Holzrahmenbau. Die Fuge zwischen den beiden Gebäuden wurde betont abgesetzt, zur einen Seite gibt es eine Glastür, zur anderen Seite eine geschlossene Wand.
Fachwerkhaus hat innen eine Vorsatzschale aus Blähton-Lehmgemisch bekommen. Fuge und Anbau wurden gedämmt mit Flachsdämmung. Das Dach der Baufuge haben wir ausnahmsweise mit einer PS-Dämmung mit sehr hoher Wärmeleitfähigkeit gedämmt, weil Platzprobleme es nicht anders zu liessen.
Fensteranschlüsse sind mit Flachsdämmung ausgestopft, alle Fugen und Anschlüsse innen luftdicht abgeklebt.
Alle Wandaufbauten und Knotenpunkte wurden hier mit einem Architekten geplant, durch den Bauphysiker rechnerisch überprüft und mit den beteiligten Handwerksfirmen durchgecheckt und ausgeführt, überwacht durch Bauleitung und Bauherr. Mehr Sicherheit geht nicht.
Die Damen und Herren von Denkmalpflege sind mit dieser Lösung hochzufrieden, finden Denkmal und Anbau, verbunden durch unsere Baufuge, als repräsentative und angemessene Lösung.
Grüße
Martin Malangeri