Fachwerkgefache ausfugen oder nicht? Wie weiterarbeiten

22.08.2014 Glockengiesser



Stehe vor der nächsten Aufgabe.

FAKT: Mein Haus hatte (Denkmalamt geprüft) 8 - 10 verschiedene Farbschichten Die letzten beiden mit Chemie.

Daher waren alle versuche des Entfernens (ALLE, flämmen und Trockeneisstrahlen inkl.) zwecklos. Es musste die Beize her.

Ergebnis zufriedenstellend.

ABER:

Wie fülle ich die Flächen, die teils vorher mit Acryl verschlossen waren (TEILS!) zwischen Ausfachung aus Schwerbetonsteinen und Backsteinen auf?

http://www.denk-mal-fachwerk.de/lehmspritzmoertel/datenblaetter.html Lehmspritzmörtel war ein Vorschlag. Denkmalamt sagt kenn ich nicht.

Vorschlag von dort. Ausspanen mit Holz? Bei 4 Geschossen macht das 2 Jahre arbeit... für Fachmann, denke ich mal. Und nicht ansatzweise Dicht. Insbesonderer die Regenschlagseite sollte gut dichten.

ICh bitte um Hilfe. Anbei findet Ihr Fotos die ich bestmöglich versuche zu beschreiben.



Totalansicht



A



Ansicht vor Beizen (Beispielrest)



B



Riefen in den Balken



Hier sehen Sie die untiefen und teilweise Acryleinbringungen



gleiches problemfeld wie zuvor.



c



und nochmals



c



1



1



Mal



ganz platt gefragt ,was hat das Denkmalamt damit zu tun?

Grüße Martin



Mich



würden diese Risse nicht stören, sie machen ja den Charme eines Fachwerks aus.

Grüße,
Gerhard



Kosten/Nutzen/Zeit



spannende Arbeit.

Schau Dir mal die Standöl Lösungen von z.B. Kreidezeit an.

Evtl. wäre das ein möglicher Ansatz.



Holzriss oder Holz-Gefach-Riss



Hallo,

um welche Risse geht es? Die Risse im Holzbalken oder die "Risse" zwischen Ausfachung und Gebälk?

Risse im Holz sollte man wenn sie groß sind ausspanen, eher kleine entweder belassen oder mit Leinöl-Holzkitt (z.B. von Leinöl pro) auskitten. Es ist auch zu unterscheiden ob der Riss das Wasser ableitet, also konstruktiv unbedenklich ist oder ob sich im Riss Wasser sammeln kann und er somit einen Mangel im konstruktiven Holzschutz darstellt und besser verschlossen werden sollte.

Risse zwischen Gefacheputz und Gebälk lassen sich nicht ausspanen. Deshalb wurde gern zu Acryl gegriffen, vermeintlich dicht, aber eine Todsünde dem Fachwerk gegenüber. Salopp gesagt kriegt man diese Risse nicht dicht (solange es nur der zwangsweise kleine Riss zwischen Putz und Holz ist, eigentlich ja sogar gewollt als Kellenschnitt ausgeführt).
Sollten es größere Risse sein, würde ich eher von Putzschaden sprechen. Dann muss man gucken ob man das reparieren kann, mit Putz natürlich.

Und die Regenschlagseite ist genau deshalb bei Fachwerkhäusern gern verschalt und somit vor Schlagregen geschützt weil die ungeschützte Fachwerkkonstruktion keinen ausreichenden Schlagregenschutz bietet.


Eine Frage zu eurer Abbeizaktion. Wie kann man sich den zeitlichen Aufwand vorstellen? Und welches Produkt habt ihr verwendet? Das Ergebniss sieht ja in der Tat gut aus, vor allem wenn nicht mal abstrahlen funktioniert hat)


Mit besten Grüßen,

Christoph Sonntag