Fachwerkbalken innen aufdoppeln und Gefache verputzen?

16.05.2016 SGruenwald



Guten Morgen,

wir sind seid 2 Wochen stolze Besitzer eines Vogelsberger Fachwerkhauses mit Vorhangfassade aus Holzschindeln. Der Keller ist massiv, ab dem Erdgeschoss ist Fachwerkbauweise. Energetisch haben wir die Durchführung von Einzelmaßnahmen geplant (Pelletheizung, neue Fenster, Zwischensparren-Dachdämmung).

Wir sind hier schon seit Monaten stille Mitleser und konnten bereits wertvolles zur Dämmung/Sanierung von Fachwerkhäusern lernen. Unser Entschluss ist, dass wir keine Innendämmung vornehmen, sondern im zweiten Schritt eine Außendämmung und Erneuerung der Vorhangfassade mit Holzbretterverschalung durchführen. Aus Zeitgründen ist das allerdings erst im nächsten Jahr möglich, das Haus muss nun erst mal bis spätestens November bezugsfertig werden. Im ersten Jahr nehmen wir die höheren Heizkosten in Kauf.

Nachdem wir nun in den ersten Räumen die 8 - 10 (!) Schichten Tapete unten haben, kam Lehmputz zum Vorschein sowie Gefache, die mit Bimsstein ausgemauert sind.

Mein Mann hatte nun die Idee, die Fachwerkbalken innen aufzudoppeln und die Gefache mit Lehmputz zu verputzen. Ich habe dabei Bedenken wegen der Luftdichtigkeit, wozu mein Mann meinte, man könne die Aufdopplungsbretter etwas breiter oder schmaler wählen als die Originalbalken, um so eine durch Lehmputz/Lehmmörtel verschlossene Überlappung zu erzielen.

Was meinen die Fachleute im Forum dazu?

Grüße aus dem Vogelsberg



Weshalb



Sollen die Balken aufgedoppelt werden?
Wenn ihr die reine Lehmsteine habt, könnt ihr sie mit Lehm verputzen. Oberfläche anfeuchten nicht vergessen. Auf die Balken könnt ihr Streckmetall auf schrauben /nageln. Bei Eichenfachwerk Edelstahl Schrauben/Nägel verwenden, da die Geb Säure der Eichenbalken euch sonst das Befestigungsmaterial zerstört.



Aufdoppeln um ...



...innen Sichtfachwerk zu erzielen.
Es sind keine reinen Lehmsteine, sondern wie geschrieben Bimssteine. Bei der Holzart der Balken sind wir uns nicht sicher, aber nächste Woche kommt ein Zimmerermeister.





Ich persönlich finde so etwas kitschig. Außerdem werden sich die Bretter werfen und schwinden (kürzer werden) wenn die "Brettchen" nicht abgelagert wurden. Es wird später dann nicht so aussehen wie gedacht/gewünscht. Bims könnt ihr mit Lehm Kalk etc verputzen.
Eine Winddichtigkeit werdet ihr auch nicht erreichen.
Bei den Innenräumen kann man bis zu Fachwerk verputzen.



Selbstverständlich soll altes, abgelagertes Holz...



...verwendet werden. Ich verstehe die folgende Aussage nicht:

"Bei den Innenräumen kann man bis zu Fachwerk verputzen."

Was meinst du damit?



Mir macht vor allem Sorgen wie die beiden Holzschichten...



ohne Hohlräume verbunden werden sollen. Die originalen Balken haben ja keine komplett plane Oberfläche.





Ich wollte Innenwiderstand schreiben.
Dort kann man bis zu den Balken putzen.
Bei den Außenwänden würde ich die Wände komplett verputzen.