nur nicht verzweifeln

11.10.2007



An unserem Fachwerk wurden vor ca. 20 Jahren viele Sünden begangen. So hat man die Gefache mit Klinker ausgefacht ( und das noch schlecht ) und die Holzbalken mit dichter Farbe versiegelt. Der Lack wurde mit der Zeit spröde und brüchig sodass das Holz mittlerweile in der Oberfläche stark angegriffen und verwittert ist. Laut Aussage unseres Zimmermanns ist es abber noch kernig.
Meine Frage geht dahin. Wir möchten das Fachwerk gerne erhalten, jedoch alle Architekten und Bauhandwerker mit denen wir bisher gesprochen haben, haben keine Ahnung. Da kommen die verrücktesten Ideen auf den Tisch; von wegen alles mit Epoxydharz tränken usw.
Da eine Seite Wetterseite ist habe ich Angst vor Nässe in der Wand.
Ist die Ausfachung mit Lehmsteinen ratsam?
Ist es ratsam eine zusätzliche Lattung ( ca. 40 mm ) auf das alte Fachwerk zu setzten?
Hat jemand hier Erfahrung.
Bin für jeden Hinweis dankbar.



Sprechen



sie doch mal den Herr Titze aus Aachen an der über sehr viel Erfahrung im Bereich Fachwerk verfügt.

Armin Titze
Jülicher Straße 312a
52070 Aachen
Tel 0241 - 15 70 861
Fax 0241 - 15 70 862

Mail armintitze@baustoffladen.de

www.baustoffladen.de

Viele Grüße aus Koblenz



nur nicht verzweifeln



Vielen Dank für Ihren Tipp,
werde mich umgehend mit Herrn Titze in Verbindung setzen.

mfg
Lothar Schulte



kompetente Beratung>IGB ?



Hi,
Vielleicht kann die Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V.
weiterhelfen?!ob sie ne Kontaktstelle in Aachen oder Voreifel hat, finde es raus!
die entscheidene Frage ist, ob die Balken oberflächlich noch gebräuchlich sind-kann man nur vor ort entscheiden.
aber 20 Jahre lassen nichts gutes erahnen-dann noch mit völlig falschen antrich..bbbrrr...
was meinste mit schlechter Klinkerausfachung? nur schlechte Verfugung(bröselig)?oder Balkeninnenflanke schon verfault?

falls nicht, ne optische Aufdoppelung der Balken halt ich nicht sinnvoll(hättest ja doch nur schrauben bzw. Nägel im Überfluss)
Lehmsteine sind nicht verkehrt!
Gruß
PS: sowas sollte man vorm Kauf monieren(bzw begutachten lassen)!wie jedes gebrauchte Haus ob Fachwerk oder sonstiges moderne Häuschen
schließlicch kann man an solchen Fehlentscheidungen finanziell zu Grunde gehen.



Lehm und Wetterseite



Evtl. ist eine Lehmausfachung auf einer Wetterseite auch nicht die erste Wahl! (Siehe Vennhaus mit Westdachfläche bis fast auf den Boden!) Das kommt auf mehrere Faktoren an. Falls die betreffenden Räume bewohnt sind, ist ein Austausch der Gefachfüllungen nur mit großem Aufwand möglich. Wenn die Räume ausgebaut sind und die Gefachfüllungen noch fest verankert, dann ist vielleicht ein Auskratzen der Holzanschlussfugen und anschließendes Nachverfugen mit Kalkmörtel möglich. Die Balken sollten gut abgeschliffen und mit einer geeigneten Farbe versehen werden. Evtl. denken Sie auch einmal über eine Brettverschalung an der Hauptwetterseite nach. Viel Erfolg, Johannes Prickarz



...und wenn es um eine Neuausfachung geht,



möchte ich die Adresse lehmbau-ts.de weitergeben. Dieses Produkt hat mich völlig überzeugt, nachdem ich mehrere Häuser und Baustellen besichtigt habe. Dieses Material werden wir im Frühjahr auch verwenden.
Schöne Grüße.
Jürgen Maier



fachwerk sanieren



Den Altanstrich entfernen, die Balken mit Standölfarbe korrekt Streichen ( Holzschutz und diffusinsoffener Anstrich in einem), die Anschlussfugen Gefach-Balken auskratzen und mit Fugenband (Illmod z.b.) schlagregen- und winddicht ausbilden.



Eigentlich alles schon gesagt, aber...



ich möchte nochmal die Sache mit der Wetterseite betonen:
Fachwerkhäuser hatten auch früher in den meisten Fällen Vorhangfassaden auf den Wetterseiten um die tragende Konstruktion zu schützen oder waren sogar verputzt.
Dieses teilweise mutwillige Freilegen von Fachwerk um die Konstruktion sichtbar zu machen, war eine Zeitlang in richtiger Trend und wird heute auch noch manchmal falsch verstanden, ist für das Gebäude nicht in jedem Fall gut.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri