Kaputtsaniert wurde das Haus in den Letzten 100 Jahren schon genug,

20.02.2008



Meine Frau und ich bewohnen seit 4 Jahren ein Haus von 1825.Erdgeschoß Stampflehm, Obergeschoss Fachwerk mit Lehmziegel / Ziegelmixgefache vor ca.60 - 70 Jahren aussen zementverputzt sowie mit einem Betonanbau an der Stirnseite versehen. 7 x 15m, Krüppelwalmdach. Das Fachwerk ist auf der Westseite stellenweise völlig zerstört braun mehlig. Ein drittel dieser Hauswand wurde durch eine Ziegelwand ersetzt, wohlgemerkt Obergeschoß Ziegel auf Stampflehm. Auf der Ostseite wurde mit Ziegelsteinen hochkant vorgemauert, dort habe ich den Innenputz etwas abgetragen und ein besser intaktes Fachwerk vorgefunden (geringe braune Mehligkeit stellenweise) aber auf der Innenseite der vorgemauerten Wand sowie sehr gering an der Inneseite der Dachziegel sind Salzausblühungen. Die Lehmsteinausfachungen fallen zum Teil heraus.
Feldsteinstreifenfundament darin, die Bodenplatten aus Beton (kein Keller) was diesem Forum wohl ein Thema ist nur komm ich an den Text nicht ran.
Die Balkenköpfe der Decke zwischen Eg und Og sind natürlich zum Teil mit angegriffen liegen aber auf der dicken Stampflehmwand (75cm)
Meine Frage:
Unser Plan war auch ein finanzieller, das Denkmalamt schreibt einen Putz vor, also kein sichtbares Fachwerk deshalb das Obergeschoss von innen her abstützen, Fachwerk stückweise durch Poroton ersetzen, nur auf welche Grundlage? Etwa den Stampflehm eine Balkenlage oder ein Glattstrich aus Kalk und Sand oder gar Beton.?
Fachwerkwand stellenweise stehen lassen (da mal 4 Meter bis ins Eck) und vorgemauerte Salpeterwand wegschlagen?
Kaputtsaniert wurde das Haus in den Letzten 100 Jahren schon genug, Fachwerk können wir uns nicht leisten und ausgezogen sind wir sicherheitstechnisch schon mal.
In unserer Gegend werde solche Häuser auch schon mal mit Styrodur verkleidet.



So, wie Ihr das beschreibt,



sind da wohl umfangreiche Sanierungen erforderlich. Ihr solltet Euch einen altbauerfahrenen Architekten suchen, einen Gesamtplan machen, und dann abschnittsweise vorgehen. Dann einen erfahrenen Handwerker, der mit Euch gemeinsam auf der Baustelle arbeitet und Eure Eigenleistung koordiniert.
MfG
dasMaurer



Sanierung Fachwerk



Ich stimme Ulrich zu, hier muß eine Planung basierend auf einer gründlichen Bestandsaufnahme erfolgen.
Ohne Baugenehmigung geht so etwas auch nicht.

Viele Grüße





Ja, der Architetkt kommt am Samstag, bin schon ganz gespannt bis dahin werde ich noch weitere Balkenköpfe und Schwellen freikratzen, ist es gut den Zementputz vom Lehmsockel schon mal abzuschlagen damit der durchlüftet oder wird er vom Regen nur noch nasser (Dach und Rinnen sind OK) Auf jeden Fall Danke für die blitzschnellen Antworten, ich habe über unsers Bauen schon so viele verschiedene Meinungen gehört das ich gern noch mehr sammele. In diesem Forum geht es in die richtige Richtung. Diffusionsoffen ! Danke erstmal.



Haussanierung



Guten Tag,

Die Sache mit dem Ytong sollten Sie sich erstes aus dem Kopf schlagen, als zweites warten Sie mal den Besuch des Architekten ab, wahrscheinlich hat der in Ihrer Gegend schon einiges gesehen.
Dann würde ich mich freuen, von Ihnen hier mehr zu hören.

Nur Mut !