Ausfachungen

25.05.2004



Unsere Fachwerkscheune hat auf 2 Seiten sichtbares, mit Mauerwerk ausgesetztes Fachwerk, auf 2 Seiten eine Holzschalung, das Fachwerk ist gar nicht ausgesetzt.
Für eine Sanierung und Nutzung stellt sich für uns die Frage was tun ? Wir haben von verschiedenen Leuten natürlich die verschiedensten Vorschläge, Mauerwerk, Lehm, ein System einer Firma Unger aus Chemnitz .... Wir würden gern die Erfahrungen der anderen Mitglieder nutzen. Wir müssen vieles in Eigenleistung erbringen, möchte ich noch anmerken. Was empfiehlt sich und warum ?
Danke für zweckdienliche Hinweise.



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Was soll saniert und wie genutzt werden. Ist das Fachwerk schlecht oder die Ausmauerungen, soll der Wärmeschutz verbessert werden oder die Optik? ... Welches Ergebnis ist gewünscht?

Bevor man sich zu Detailfragen äußern kann, muß man zu erst etwas über das gewünschte Ergebnis und die Probleme mit der vorhandenen Situation erfahren.





Leider kann ich nicht so oft reinschauen, hier also genauere Angaben zum Problem:
Die Fassade ist intakt, die Ausmauerung mit Ziegel noch gut, das FW auch, aber nicht ausreichend für den Wärmeschutz, der muß unbedingt verbessert werden. Im dem Bereich der Holzverkleidung wird diese erneuert, das Fachwerk muß aber auch ausgesetzt bzw. gedämmt werden. Ziel ist es, eine gute Wärmedämmung zu erreichen mit Mitteln, die dem Fachwerk nicht Schaden um das Haus bewohnbar zu machen. Bisher wurde es nur für Lagerzwecke benutzt.
Danke für zweckdienliche Hilfe !



Fassadensanierung



Das scheint mir doch eine größere Maßnahme zu sein und es gibt viele Möglichkeiten ans Ziel zu kommen.
Dämmungen können sowohl außen unter der Holzverschalung, wie auch durch eine 2. Schale von innen oder auch durch Entfernen des Ziegelfachwerks und Ersetzen durch Dämmstoffe erreicht werden. Bei allen Varianten sind viele Detailfragen zu klären über allem stehen aber die Forderungen der EnEV, die als bestehendes Gesetz einzuhalten sind. Vermeiden Sie auch alle Konstruktionen, die Folien oder andere starke Dampfbremsen und Dampfsperren erforderlich machen. Der Einsatz solcher 'Baustoffe' würde der vorhandenen Konstruktion und den Raumluftqualitäten nicht gut tun.
Da für die Nutzungsänderung - Scheune in Wohnraum - sowieso eine Baugenehmigung einzuholen ist, nehme ich an, dass Sie bereits Kontakt mit einem Bauingenieur oder Architekten aufgenommen haben. Dieser hat dafür zu sorgen, dass die Baugesetze eingehalten werden und muß Sie über Ihre Pflichten als Bauleute informieren.
Bezüglich des Wärmeschutzes muß bei uns in NRW ein staatlich anerkannter Sachverständiger für Schall- und Wärmeschutz hinzugezogen werden.
Treffen die letzten Bemerkungen für Sie aus welchen Gründen auch immer nicht zu, helfe ich ihnen bei den Planungen der Dämmmaßnahmen gerne anhand von Fotos und Zeichnungen weiter (ich muß allerdings von dieser Arbeit leben).
Alternativ suchen Sie sich einen Baubiologen in Ihrer Nähe, der Ihre Baumaßnahme begleitet und die entsprechenden Tipps entweder selber bringen kann, oder der in Ihrer Nähe die entsprechenden Fachleute kennt, die Ihnen weiter helfen können. Einen Baubiologen finden Sie unter www.baubiologie.de