"Fachwerk" von 1983 mit Dichtmasse und Abplatzungen

01.06.2018 JanBit



Moin,

ich bin der Jan und neu hier. 2016 haben meine Frau und ich uns ein schönes kleines Haus zwischen Bremen und Hamburg gekauft.
Ein Grund für den Kauf dieses Hauses war das Aussehen, welches durch das Fachwerk im OG geprägt ist.

In dem letzten Jahr haben wir uns vermehrt auf die Renovierung im Innenbereich konzentriert. Wir machen vieles selber (was man so machen kann, also kein Strom, Wasser, etc). Wenn wir etwas anfangen, dann wollen wir es auch gerne richtig machen und aus diesem Grund haben wir ein paar Fragen zur nächsten Baustelle.
Beim Lesen im Forum habe ich schon viel gelernt, möchte nun aber gerne anhand von Bildern sicherstellen, dass ich es richtig verstanden habe. Danke im Vorraus! Fragen kommen mit jeweiligen Bildern in den Kommentaren.

Zum Haus im Bild:
- Bj 1983.
- Fachwerk im OG an den Giebeln. Wände sind nicht tragend.
- Wandaufbau von außen nach Innen: Fachwerk mit Kalksandstein (Zementmörtel) - 4cm Hohlraum - ca. 10cm Gasbetonstein(Ytong der 80.er Jahre?)



Wetterseite



Mein Anliegen ist hier das Fachwerk von alter Farbe (besonders von dieser dicken Farbe) mit Abziehklinge + Schlaifpapier zu befreien. Anschließend mit einer für Fachwerk vorgesehenden Farbe 2-3 streichen.

Die Spalte zwischen Holz/Mauerwerk würde ich von alter Dichtmasse befreien wollen. Bei Spalten von ca. 1-2mm würde ich mir keine Sorgen machen. Was ist mit größeren Spalten?

Das Holz macht eine trockenen Eindruck und auch mein Messgerät hat kein Alarm geschlagen.



Abplatzungen



Das Gefache ist gemauert und ich schäze es wurde mit Zementmörtel gemauert und verfugt vor 30 Jahren. Heute sieht man ca. 20 Stellen am ganzen Haus mit Abplatzungen zum Fachwerk hin.

Mein Plan ist hier alles was lose ist zu entfernen und möglichst auf mind. 2cm Tiefe sauber kratzen. Dann mit Putz wieder füllen. Beim Fachwerk denke ich hier natürlich an einen geeigneten Kalkputz. Auf der anderen Seite sollte man nicht unnötig die Materialen innerhalb einer Wand mischen, also doch wieder mit Zementmörtel?



Mauerwerk steht vor



hier frage ich mich natürlich wieso das Mauerwerk nach außen "fällt". Soweit ist es aber noch fest und es gibt keine Risse oder etc. Somit würde ich die Kante gerne so bearbeiten, dass an dieser Stelle sich kein Wasser sammeln kann.
Idee: Zementmörtelkante etwas abhauen und mit Neigung wieder füllen.