Fachwerk von 1930 ohne Gefache.

15.01.2022 Maquise

Fachwerk von 1930 ohne Gefache.

Mahlzeit in die Runde,

ich bringe eine interessante Konstruktion mit. Wir haben ein Haus gekauft, von 1930, mit Anbau 1950, 1960 und 1980. Das Haus ist sehr verbastelt und es wurde so einige Male gepfuscht. Wir wussten aber, dass es eine Herausforderung wird und mussten zugreifen.
Im Fachwerkgebäude wurde 1980 das komplette Gefache entfernt und mit Glaswolle gedämmt.
Es wurden Stahlträger eingebaut, da die Statik verändert wurde.

Der Wandaufbau von außen nach innen sieht wie folgt aus.
Eternitschindeln, 2cm Holzverkleidung, teilweise Teerpappe dahinter, 10cm Fachwerk mit Glaswolle gefülltem Gefache, Luft ;), 10cm Potenbeton.

So wie es aussieht ist alles trocken und steht gut da.

Unser Architekt sagt, es kann alles stehenbleiben und von innen eine Fermacellkonstruktion aufgebaut werden, möchte seine Hand aber nicht ins Feuer legen. Mein Bekannter vom Bauamt sagt, ich soll am besten alles so lassen, auch wenn es nicht optimal gedämmt ist.

Im Forum liest man häufig, das ausmauern der einzige Weg ist. Die Sache ist nur, dass das jetzt seit 40 Jahren gut dasteht.
Mir wäre die Fermacellkonstruktion natürlich am liebsten. Die Frage ist nur, wohin sich der Taupunkt verschiebt.

Ich möchte mir natürlich so viel Meinungen wie möglich einholen.

Was meint die Community?

Bin sehr gespannt auf eure Meinungen.



Dämmung


Dämmung

Dämmung



Außen


Außen

Außen



Innen


Innen

Innen



der Taupunkt



Guten Tag,

ich habe Schwierigkeiten ihre Frage nach dem ausmauern von Gefachen als einzig möglichem Weg zu verstehen, da mir das anliegen unklar ist.
Ausmauern als einziger Weg um was zu erreichen?

Es gibt einige Planer und Handwerker, die Gefache von Außenwänden rausnehmen, um bspw. einen höheren Dämmquerschnitt für weitere innere oder äußere Aufbauten zu erreichen.

Ihre Sorge zum Thema Taupunkt:
Da nur Informationen zu dem Wandaufbau vorliegen und nicht zu allen anderen Außenbauteilen kann ich nur etwas zu der Tauwasserproblematik in der Fläche sagen, es sind weder Anschlüsse, noch Durchdringungen etc. berücksichtigt.
Nach dem Glaserverfahren ist ihre Wand auch jetzt schon massiv Tauwasser gefährdet, je Heizperiode ein knapper Liter Wasser je Quadratmeter bei von Ihnen genanntem Wandaufbau (noch ohne die Bitumbahn). Eine Konstruktion mit Gipsfaserplatten auf der Wandinnenseite würde die Problematik sogar leicht verbessern als sie zu verschlechtern, rein rechnerisch.

Das Kernproblem, unter bauphysikalischen Gesichtspunkten, ist wohl, dass Ihre Wand nach außen wenig bis gar nicht "atmen" kann.

Gruß Jakob Spohn



Neuer Wandaufbau?



Hallo Herr Spohn,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Meine Frage ist, was kann ich/muss ich am Aufbau ändern (ohne Gefache), um mir in Zukunft keine Sorgen über Schäden machen zu müssen?

Sie schreiben, dass einige Planer und Handwerker die Gefache von Außenwänden rausnehmen, um bspw. einen höheren Dämmquerschnitt für weitere innere oder äußere Aufbauten zu erreichen.

Können Sie Beispiele für entsprechende Aufbauten nennen?

Ich möchte noch erwähnen, dass wir gerne außen die Eternit-Schindeln abreißen und Rhombusleisten anbringen möchten.

Viele Grüße
M. Eschler